Pfingstgottesdienst- Morgenlob

1. O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer
den Herrn bekennen kann.

2. O du, den unser größter
Regent uns zugesagt:
Komm zu uns, werter Tröster,
und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen
und glaubensarmen Zeit
die scharf geschliffnen Waffen
der ersten Christenheit.

3. Unglaub und Torheit brüsten
sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten
mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen,
Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien
von aller Menschenscheu.

4. Es gilt ein frei Geständnis
in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis
bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde Toben,
trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben
das Evangelium.

Eingangsvotum

Lasst uns dem allmächtigen Gott demütig unsre Sünden bekennen!

Allgemeines Schuldbekenntnis

Barmherziger Vater! Wir bekennen, dass wir gegen Dich gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken, durch das, was wir getan und unterlassen haben. Wir haben Dich nicht von ganzem Herzen geliebt; wir haben unsre Nächsten nicht wie uns selbst geliebt. In Reue und Demut bekennen wir unsre Schuld. Um Deines Sohnes Jesu Christi willen, sei uns gnädig und vergib uns unsre Verfehlungen, dass wir Deinen Willen freudig erfüllen und auf Deinen Wegen wandeln. Zur Ehre Deines Namens. G  Amen.

Der allmächtige Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit Vergebung der Sünden allen verheißen, die sich in aufrichtiger Buße und wahrhaftigem Glauben zu ihm wenden. Der Herr erbarme sich über euch: Er vergebe euch und befreie euch von all’ euren Sünden; er bewahre und stärke euch in allem Guten und führe euch zum ewigen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.

G  Amen.

Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Vaterunser

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Wechselspruch

Z             Herr, tue unsere Lippen auf,

G            dass unser Mund Deinen Ruhm verkündige.

Gloria patri

Z             Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

G            Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Z             Lobt den Namen des Herrn!

G            Der Name des Herrn sei gelobt!

Lobpreis- Psalm 118

24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

25 O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen!

26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN.

27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.

29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.  Amen.

Lesung und Bekenntnis

  1. Lesung  – Gen 11, 1-9

L             Wort des lebendigen Gottes.

G            Dank sei Gott.

1. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,
des Gehorsams und der Zucht,
Schöpfer aller Gotteswerke,
Träger aller Himmelsfrucht,
Geist, der einst der heilgen Männer,
Kön’ge und Prophetenschar,
der Apostel und Bekenner
Trieb und Kraft und Zeugnis war:

2. Rüste du mit deinen Gaben
auch uns schwache Kinder aus,
Kraft und Glaubensmut zu haben,
Eifer für des Herren Haus;
eine Welt mit ihren Schätzen,
Menschengunst und gute Zeit,
Leib und Leben dranzusetzen
in dem großen, heilgen Streit.

.9. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,
des Gehorsams und der Zucht,
Schöpfer aller Gotteswerke,
Träger aller Himmelsfrucht,
Geist, du Geist der heilgen Männer,
Kön’ge und Prophetenschar,
der Apostel und Bekenner:
auch bei uns werd offenbar!

2. Lesung – Apg. 2,1-13

L             Wort des lebendigen Gottes.

G            Dank sei Gott.

Apostolikum

Ich glaube an Gott, an Jesus Christus, an den Heiligen Geitst

…       Amen.

Predigt

EG S. 566 

1. Der Geist des Herrn erfüllt das All
mit Sturm und Feuersgluten;
er krönt mit Jubel Berg und Tal,
er lässt die Wasser fluten.
Ganz überströmt von Glanz und Licht,
erhebt die Schöpfung ihr Gesicht,
frohlockend: Halleluja.

4. Der Geist des Herrn durchweht die Welt gewaltig und unbändig;
wohin sein Feueratem fällt,
wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit
in seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja.

Gebete

Wechselspruch

Z             Der Herr sei mit euch!

G            Und mit deinem Geist!

Z             Lasst uns beten!

Fürbitten

Z   Herr, rette Dein Volk und segne Dein Erbteil.

G   Regiere und erhöhe es in Ewigkeit.

Z    Dich preisen wir jeden Tag;

G   und beten Deinen Namen an jetzt und immerdar.

Z    Bewahre uns heute, Herr, vor aller Sünde.

G   Erbarme Dich über uns, Herr, erbarme Dich.

Z    Herr, lass Deine Barmherzigkeit über uns herrschen,

G   Denn auf Dich, Herr, vertrauen wir.

 Z Auf Dich allein setzen wir unsere Hoffnung.

G   Bei Dir werden wir niemals enttäuscht.

Tagesgebet

Gebet um äußeren Frieden

Gott,Du bist der Friedensstifter und liebst die Eintracht. Dir zu dienen heißt mit Dir zu herrschen. Dich zu kennen ist das Leben. Verteidige uns, Deine Diener, in den Angriffen unserer Feinde, damit wir – im festen Vertrauen auf Deinen Schutz – uns vor ihrer Gewalt nicht fürchten brauchen. Durch die Macht Jesu Christi, unseres Herrn.

G  Amen.

Gebet um recht zu leben

Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. 

G  Amen

 Gebet des heiligen Chrysostomus

Allmächtiger Gott! Du hast uns jetzt Gnade verliehen, Dir unsere gemeinsamen Gebete einmütig darzubringen und uns verheißen, wenn zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind, sie zu erhören. Erfülle nun, o Herr, die Wünsche und Bitten Deiner Diener, wie es uns am heilsamsten ist; und schenke uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit und in der zukünftigen das ewige Leben.

G  Amen.

 

Z  Lasst uns den Herrn preisen.

G  Dank sei Gott.

Segensgebete

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!

G  Amen.                                            

Bekanntmachungen & Kollekte

1. Schmückt das Fest mit Maien,
lasset Blumen streuen, zündet Opfer an;
denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn!
Nehmt ihn ein, so wird sein Schein
euch mit Licht und Heil erfüllen
und den Kummer stillen.

2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat,
starker Gottesfinger, Friedensüberbringer,
Licht auf unse  rm Pfad: Gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns deine teuren Gaben zur Genüge laben.

3. Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor;
gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben.

Kreuzwegbild

Erinnerung an: 

Die WEIHE DES KREUZWEGES

 am Knüllköpfchen  am 14.04.2006

Zweck des Kreuzweges

Kreuzwege werden errichtet, damit die Gläubigen den Leidensweg des Herrn betrachten und so besser mit IHM teilnehmen. Die Einweihung findet heute am Gedenktag des Todes Jesu statt.

Uns soll damit bewusst werden, dass unsere Nachfolge Christi das Kreuz einschließt gemäß dem Wort des Herrn:„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“(Mt 16,24).

Die Stationen im Internet: Kreuzweg am Knüllköpfchen

Die Bilder stammen von Bronzeskulpturen einer anglikanischen Kirche in Orlando, Florida, USA.  Texte: aus Gotteslob, Ev. Gesangbuch, Bibel


 


Begrüßung & Beginn der Kreuzwegandacht

V Herr Jesus Christus, wir sind gekommen, um betend deinen Kreuzweg nachzugehen, den du vom Haus des Pilatus bis hinauf nach Golgatha gegangen bist. Dankbar betrachten wir das große Erbarmen, mit dem du unsern Ungehorsam gesühnt und unsere Sünden getilgt hast. In dieses Erbarmen empfehlen wir unsere Lieben und alle Menschen und auch uns selber mit unseren Sünden und unserm Leid.

Heiliger Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, unsterblicher Gott!

A Erbarme dich unser.

EG Lied 86,1+2

  1. Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der du dich für mich gegeben in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verderben, nur dass ich nicht möchte sterben: tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür.
  1. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür.

Vor Pilatus

  1. STATION: Jesus wird zum Tode verurteilt

Kreuzweg - Jesus verurteilt

V Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.

 A Denn durch deinen Kreuzestod hast du die Welt erlöst.

L Der Richter der Welt steht vor dem Gericht der Men­schen. Hasserfüllt verlangt die verhetzte Menge seinen Tod. Aus Menschenfurcht fällt Pilatus das ungerechte Urteil. Jesus aber steht gebunden da und schweigt. —

V Er lästerte nicht, da er gelästert wurde, und drohte nicht, da er litt.

A Er überließ sich dem, der ihn ungerecht verurteilte.

V Er ist geopfert worden, weil er selbst es gewollt hat.

A Seinen Mund hat er nicht aufgetan.   

     Stille



Fortsetzung der Stationen  2-14

Download der Kreuzwegsandacht mit 14 Bildern und liturgischen Abläufen: Liturg, Sprecher, Leser, Liedverse und Denkanstöße mit Stille hier klicken:

Kreuzwegandacht Bilder und Text 2018

 

 

 

Palmsonntag 2

 

FAMILIEN- ODER MORGENANDACHT

Nachfolgende Links bitte anklicken: – Bei den Liedern mitsingen.

Sieh, dein König kommt zu Dir. https://www.youtube.com/watch?v=o8MwMp8S5nM

– danach YouTube stoppen –

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh 3, 14b-15)

Wir beginnen die Hausandacht und sprechen einzeln (Lesungen) oder gemeinsam nachfolgende Texte:

Vaterunser – gemeinsam

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

  1. Lesung: Phil 2,5-11

    – https://www.bibleserver.com/EU/Philipper2%2C5-11

Die Erniedrigung und Erhöhung Christi – 5 Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: 6 Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.

Psalmgebet: 118, 14-28

– https://www.bibleserver.com/search/LUT/118%2C%2014-28

Einzeln oder im Verswechsel:  14 Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. 15 Man singt mit Freuden vom Sieg / in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg! 16 Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg! 17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen. 18 Der HERR züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis. 19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke. 20 Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dort einziehen. 21 Ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen. 22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. 23 Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. 24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. 25 O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen! 26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN. 27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars! 28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. 29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. 

  1. Lesung –Johannes 12,12-26

    https://www.bibleserver.com/EU/Johannes12%2C12-26

 Jesus Einzug in Jerusalem – 12 Am Tag darauf hörte die große Volksmenge, die sich zum Fest eingefunden hatte, Jesus komme nach Jerusalem. 13 Da nahmen sie Palmzweige, zogen hinaus, um ihn zu empfangen, und riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels! 14 Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf – wie es in der Schrift heißt: 15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt; er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin. 16 Das alles verstanden seine Jünger zunächst nicht; als Jesus aber verherrlicht war, da wurde ihnen bewusst, dass es so über ihn geschrieben stand und dass man so an ihm gehandelt hatte. 17 Die Menge, die bei Jesus gewesen war, als er Lazarus aus dem Grab rief und von den Toten auferweckte, legte Zeugnis für ihn ab. 18 Ebendeshalb war die Menge ihm entgegengezogen, weil sie gehört hatte, er habe dieses Zeichen getan. 19 Die Pharisäer aber sagten zueinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; alle Welt läuft ihm nach.

 Glaubensbekenntnis – gemeinsam:

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige allgemeine Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen.

Lied: Jesus zieht in Jerusalem ein

https://www.youtube.com/watch?v=y9jrRl9Viio

danach YouTube stoppen –

 

Predigt: Diakon Jared Wensyel, Frankfurt:

https://www.youtube.com/watch?v=jnf27onJHeU&t=466s

Oder: Bei Andacht in der Familie nach den beiden Lesungen. – Beiträge und Anmerkungen der anwesenden Beteiligten.

 

GEBETSTEIL einzeln oder gemeinsam:

An dieser Stelle kann das Tagesgebet von einer Person oder allen gesprochen werden.

Allmächtiger und ewig lebender Gott! Du hast aus zärtlicher Liebe zum menschlichen Geschlecht Deinen Sohn Jesus Christus gesandt, unser Fleisch anzunehmen und den Tod am Kreuz zu erdulden, damit alle Menschen dem Vorbild seiner tiefen Demut folgen sollen. Verleihe gnädig, dass wir sowohl dem Beispiel seiner Geduld folgen, als auch Teilhaber seiner Auferstehung werden. Durch denselben Jesus Christus, unsern Herrn.

 (In Anschluss an die Kollekte für den jeweiligen Tag soll diese Kollekte bis Karfreitag täglich Verwendung finden!)

Danksagung für Barmherzigkeit und Bewahrung,

besonders in der letzten Nacht.

Allmächtiger und ewiger Gott! In Dir leben, weben und sind wir. Als Deine Geschöpfe bedürfen wir Deinen stetigen Beistand. Du hast uns vom Anbeginn unseres Lebens bis auf den heutigen Tag bewahrt. Deshalb bringen wir Dir unser schuldiges Lob und unseren Dank dar. Vor allem aber, weil Du uns vor allen Gefahren der vergangenen Nacht behütet hast. Für diese Deine Barmherzigkeit loben und preisen wir Deinen herrlichen Namen und bitten Dich demütig, unser morgendliches Lob- und Dankopfer gnädig anzunehmen. Dies bitten wir um dessen willen, der für uns im Grab lag und wieder auferstand, Deinen Sohn, unseren Heiland Jesus Christus.  Amen.

 

Hingabe und Bitte um geistliches Wachstum

Barmherziger Vater! Weil Du unserem Leben einen weiteren Tag hinzugefügt hast, wollen wir Dir unseren Leib und unsere Seele hingeben und uns durch ein frommes, gerechtes und besonnenes Leben in Deinen Dienst stellen. Bestätige und stärke uns in dieser Absicht, barmherziger Gott, damit wir, die wir an Jahren zunehmen, auch in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes, Jesus Christus, wachsen.  Amen.

Gebet um Gnade bei der Umsetzung

Du aber, o Gott, kennst die Schwachheit und Verdorbenheit unserer menschlichen Natur sowie die vielfältigen Versuchungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Wir bitten Dich deshalb, habe Mitleid mit unseren Schwächen und verleihe uns den steten Beistand Deines Heiligen Geistes, damit wir tatsächlich von der Sünde zurückgehalten und zu guten Werken angestiftet werden. Erfülle unsere Herzen mit Furcht vor Deinem Gericht und Dankbarkeit für Deine große Güte, dass wir uns davor fürchten, Dich zu betrüben und uns schämen, wenn wir gegen Dich gehandelt haben. Und halte in uns vor allem eine lebendige Erinnerung an den Tag wach, an dem wir für unsere Gedanken, Worte und Taten Rechenschaft dem geben müssen, den Du zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmt hast, Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Leitung, Bewahrung und Segen für die Arbeit

O Vater! Insbesondere erflehen wir Deine Gnade und Deinen Schutz für den nun beginnenden Tag. Lass uns in allen Dingen maßvoll und in unseren verschiedenen Berufungen gewissenhaft sein. Schenke uns Geduld in unseren Schwierigkeiten. Gib uns Gnade, in all unseren Aufgaben gerecht und aufrichtig zu sein. Mache uns friedlich, barmherzig und bereit, allen Menschen nach unseren Möglichkeiten Gutes zu tun. Führe uns auf all unseren Wegen. Behüte uns vor allen Gefahren und Nöten, und lass es Dir gefallen uns und alle, die wir lieben, unter Deine väterliche Sorge und Deinen Schutz zu nehmen. Dies alles und was immer Du für uns nötig hältst, erbitten wir durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2.Kor 13,13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

Abschlusslied: Herr, wir bitten komm und segne uns https://www.youtube.com/watch?v=HcLdaVpf0os

– danach YouTube stoppen –


 

Englische Gottesdienste Livestream

– ACNA – über die USA verstreut – auswählen: http://anglicanchurch.net/?/main/page/1994

 

 

Abraham Isaak2

FAMILIEN- ODER MORGENANDACHT

nach dem Allgemeinen Gebetbuch (anglikanisch)

Nachfolgende Links bitte anklicken: – Bei den Liedern mitsingen.

Mein Glaube fest sich bauen kann https://www.youtube.com/watch?v=u-8sM7JsPLM

– danach YouTube stoppen –

Wir beginnen die Hausandacht und sprechen einzeln (Lesungen) oder gemeinsam nachfolgende Texte:

Vaterunser – gemeinsam

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  Amen.

  1. Lesung: Mo / Genesis 22,1-15 https://www.bibleserver.com/LUT/1.Mose22

Das Opfer Abrahams

1 Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. 2 Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. 3 Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte. 4 Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne. 5 Und Abraham sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. 6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander. 7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? 8 Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. 9 Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz 10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. 11 Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. 13 Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich im Gestrüpp mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt. 14 Und Abraham nannte die Stätte »Der HERR sieht«. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der HERR sich sehen lässt.

Psalm: 43 https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm43

Einzeln oder im Verswechsel:

1 Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?

3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen.

 2. Lesung –Johannes 8,46-59 https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes8%2C46

Der Streit um Jesu Ehre

46 Wer unter euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 47 Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid. 48 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und von einem Dämon besessen bist? 49 Jesus antwortete: Ich bin nicht besessen, sondern ich ehre meinen Vater, aber ihr nehmt mir die Ehre. 50 Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht und richtet. 51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit. 52 Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, dass du von einem Dämon besessen bist. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. 53 Bist du mehr als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? 54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. 55 Und ihr kennt ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, wäre ich ein Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. 56 Abraham, euer Vater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. 57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? 58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich. 59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.

 

  1. Glaubensbekenntnis – gemeinsam:

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige allgemeine Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen.

 Lied: Lass mich an Dich glauben, wie Abraham es tat. https://www.youtube.com/watch?v=Mg6D5WhKZP4&list=RDMg6D5WhKZP4&start_radio=1  – danach YouTube stoppen –

Predigt auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=hPH_2yAMKAI&t=926s

Oder: Bei Andacht in der Familie nach den beiden Lesungen. – Beiträge und Anmerkungen der anwesenden Beteiligten

GEBETSTEIL einzeln oder gemeinsam:

An dieser Stelle kann das Tagesgebet von einer Person oder allen gesprochen werden.

Allmächtiger und allbarmherziger Gott. Blicke gnädig auf Dein Volk herab, dass es durch Deine große Güte an Leib und Seele bewahrt und beschützt wird. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen  

Danksagung für Barmherzigkeit und Bewahrung,

besonders in der letzten Nacht.

Allmächtiger und ewiger Gott! In Dir leben, weben und sind wir. Als Deine Geschöpfe bedürfen wir Deinen stetigen Beistand. Du hast uns vom Anbeginn unseres Lebens bis auf den heutigen Tag bewahrt. Deshalb bringen wir Dir unser schuldiges Lob und unseren Dank dar. Vor allem aber, weil Du uns vor allen Gefahren der vergangenen Nacht behütet hast. Für diese Deine Barmherzigkeit loben und preisen wir Deinen herrlichen Namen und bitten Dich demütig, unser morgendliches Lob- und Dankopfer gnädig anzunehmen. Dies bitten wir um dessen willen, der für uns im Grab lag und wieder auferstand, Deinen Sohn, unseren Heiland Jesus Christus.  Amen.

Hingabe und Bitte um geistliches Wachstum

Barmherziger Vater! Weil Du unserem Leben einen weiteren Tag hinzugefügt hast, wollen wir Dir unseren Leib und unsere Seele hingeben und uns durch ein frommes, gerechtes und besonnenes Leben in Deinen Dienst stellen. Bestätige und stärke uns in dieser Absicht, barmherziger Gott, damit wir, die wir an Jahren zunehmen, auch in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes, Jesus Christus, wachsen.  Amen.

Gebet um Gnade bei der Umsetzung

Du aber, o Gott, kennst die Schwachheit und Verdorbenheit unserer menschlichen Natur sowie die vielfältigen Versuchungen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Wir bitten Dich deshalb, habe Mitleid mit unseren Schwächen und verleihe uns den steten Beistand Deines Heiligen Geistes, damit wir tatsächlich von der Sünde zurückgehalten und zu guten Werken angestiftet werden. Erfülle unsere Herzen mit Furcht vor Deinem Gericht und Dankbarkeit für Deine große Güte, dass wir uns davor fürchten, Dich zu betrüben und uns schämen, wenn wir gegen Dich gehandelt haben. Und halte in uns vor allem eine lebendige Erinnerung an den Tag wach, an dem wir für unsere Gedanken, Worte und Taten Rechenschaft dem geben müssen, den Du zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmt hast, Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Leitung, Bewahrung und Segen für die Arbeit

O Vater! Insbesondere erflehen wir Deine Gnade und Deinen Schutz für den nun beginnenden Tag. Lass uns in allen Dingen maßvoll und in unseren verschiedenen Berufungen gewissenhaft sein. Schenke uns Geduld in unseren Schwierigkeiten. Gib uns Gnade, in all unseren Aufgaben gerecht und aufrichtig zu sein. Mache uns friedlich, barmherzig und bereit, allen Menschen nach unseren Möglichkeiten Gutes zu tun. Führe uns auf all unseren Wegen. Behüte uns vor allen Gefahren und Nöten, und lass es Dir gefallen uns und alle, die wir lieben, unter Deine väterliche Sorge und Deinen Schutz zu nehmen. Dies alles und was immer Du für uns nötig hältst, erbitten wir durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Segen – 2.Kor 13,13 – gemeinsam

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!  Amen.

Abschlusslied: https://www.youtube.com/watch?v=HcLdaVpf0os

– danach YouTube stoppen –

 

Englische Gottesdienste Livestream

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Befreit zur Nachfolge – Mit Jesus auf dem Weg hinauf nach Jerusalem

Download: Homilie zur Kollekte Septuagesimae Sonntag

3. Sonntag vor der Fastenzeit – Septuagesimä

Altes Testament: Jer 9,22-23; Ps. 31,20-25; Epistel: 1.Kor 9,24-27; Evangelium: Mt 20,1-16

Wochenspruch:

„Wir liegen vor Dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzigkeit.“ (Dan 9,18)

Tagesgebet

nach dem Allgemeinen Gebetbuch:

O Herr! Erhör wohlwollend die Gebete Deines Volkes, damit wir, die wir zurecht für unsre Missetaten bestraft werden, durch Deine Güte barmherzigst davon befreit werden. Durch Jesus Christus, unsern Erlöser, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein einiger Gott, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

* * *

Mit dem heutigen Sonntag Septuagesimä,

etwa 70 Tage vor Ostern, werden alle unsere Gedanken, die wir mit dem Kommen und der Erscheinung Christi unseren Geist gefangen hielten, fallen gelassen. Von heute an – im christlichen Kalender – wird ein neuer Abschnitt mit veränderter Betonung eingeläutet.

Mit diesem Sonntag bekommen wir unseren ersten Eindruck auf die nun anbrechende Zeit der Erniedrigung Christi. Und somit fällt eine sich immer mehr verdunkelnde Wolke auf unser Kirchenjahr bis Karfreitag und -samstag. Das christliche Jahr begann mit der Ankunft und Geburt Christi, und wir sangen: Christ der Retter ist da!

Jetzt aber folgen wir ihm nach mit einem neuen Blick auf seine Erniedrigung, erkennen seinen Auftrag und die Last, die er für uns trägt, um unser Retter zu werden. Von heute an zählen auch nicht mehr die Sonntage nach Weihnachten und nach Epiphanias, seinem Erscheinen, sondern wir zählen jetzt rückwärts, wie wir dies bei einem Raketenstart gewohnt sind: …10, 9, 8, … ,3,2,1- Zero – Null. Von diesem Sonntag an bis zum Tod unseres Retters am Kreuz heißt es: Septuagesimä 70, Sexagesimä 60, Quinquagesimä 50, dann: Quadragesimä 40 (ein Wort, das von quadraginta herstammt). Dann aber sind es nur noch 40 Tage bis Ostern.

Mit dem Aschermittwoch, dem nochmaligen besonderen Einschnitt, dem Beginn der Fastenzeit, zählen wir weiter rückwärts und möchten uns in unserem Geist und Körper auf unseres Herrn einstellen, der spricht: Kommt, lasst uns hinaufgehen nach Jerusalem und dort alles vollenden.

Von diesem Weg der Nachfolge in der Erniedrigung sprechen auch heute unsere Lesungen und stimmen uns auf diesen geistlichen Countdown ein.

In der AT Lesung

erkennen wir, was Gott von seinem Volk in der Nachfolge und im Bund Gottes erwartet hatte. Die Menschen, die dem Willen Gottes folgen, sollten sich weder ihrer eigenen Weisheit, persönlichen Macht oder ihrer Reichtümer rühmen. Ich weiß was, ich kann was, ich hab‘ was. Stattdessen sollten solche Menschen sich nur rühmen oder darauf stolz sein, dass sie ihren Herrn innig kennen und auch verstehen. Es geht um eine innige, liebevolle Kenntnis von Gott (1Joh 3,1). Gott wollte, dass das Volk seine Güte und Gerechtigkeit genau kennt. Barmherzigkeit oder Güte bezieht sich auf Gottes treue Liebe: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte – Jer 31,3 (33,11; Klgd 3,22). Gott würde zu seiner Verpflichtung gegenüber seinem Volk treu stehen, selbst inmitten ihres sündigen Lebens. Denn über ganz Israel steht Gottes Urteil: Sie haben ein unbeschnittenes Herz. Aber in seiner großen Barmherzigkeit verkündet er, dass er es ist, der ihnen ein beschnittenes Herz geben will. Dies trifft aber nur die, die nicht auf ihr eigenes Können, Wissen und Haben stolz sind. Denn Beschnittene können nur Menschen sein, die sich selbst zurücknehmen, nicht viel von sich halten, besonnene und fromme, die alles von ihrem Herrn erwarten, ihn lieben und nachfolgen.

In unserer Epistel spricht Paulus von dem ungeteilten Einsatz, aber auch von der Möglichkeit des Scheiterns im Christenleben, und nicht nur für diejenigen, die im himmlischen Rennen laufen (1Kor 9, 24, 26). Wir denken auch an die, die einem anderen Evangelium nachlaufen. Das heißt für alle im Reich Gottes Kämpfenden, dass sie in der Nachfolge und für das Himmelreich manche Strapazen durchstehen, um Gottes Herrlichkeit und einen Siegeskranz zu erlangen. Diese Anstrengungen treffen hier auf den Apostel Paulus zu, in denen er sich eigentlich immer befindet. (V 27). Trotz allem möchte er nicht vergeblich gekämpft haben. Wenn er schon so um seine Nachfolgelauf besorgt ist, wie viel mehr sollten gerade wir um unseren Einsatz im Reich Gottes besorgt sein?

Das Evangelium

nimmt das gleiche Thema auf. Dort im abschließenden Vers schreibt Matthäus, um uns in unserer Nachfolge an eine wichtige Angelegenheit zu erinnern. Denn, obwohl viele berufen wurden, in Gottes Weinberg und Mission zu arbeiten, sind doch nur wenige von ihnen auserwählt, die letztlich den Siegespreis gewinnen werden. Erst und Letzte? Denn viele sind berufen, doch wenige auserwählt! Matth 20,16

Das Kollektengebet

selbst ist in eine Bewegung der Erniedrigung eingebettet. Es stellt sich wie eine Person im Bußgewand vor, die um Vergebung bittet. Sie befindet sich im Gefängnis hinter Gittern und bittet um Erbarmen und Erhörung. Christus steht noch in einer Entfernung und vernimmt den Ruf um barmherzige Befreiung aus diesem Gefängnis.

Damit werden wir heute durch alle drei Abschnitte der Schrift, die im Gottesdienst gelesen wurden, erinnert, dass sich nun ein neuer Abschnitt des christlichen Kirchenjahres mit Blick auf unsere eigene Jesusnachfolge fortsetzt.

Ab jetzt aber werden wir begleitet von ernsten, schmerzenden und auch mehr traurige Motiven und Melodien. Sie sollen uns mit auf dem Weg begleiten und verstehen und empfinden lassen, dass wir in unserer Nachfolge mit Christus den schweren Weg hinauf nach Jerusalem gehen, mit ihm dem Kreuzestod entgegen. Amen

Brot und Wein

Download in Farbe:  2020 Februar Gemeindebrief

CHRISTUSGEMEINDE Schwarzenborn

A n g l i k a n i s c h e   K i r c h e   in Deutschland

Herzlich Willkommen zu Gottesdiensten und Treffen!

Sonntags: 10 Uhr Gottesdienst

Mahlfeier 3x monatlich, letzter Sonntag im Monat Wortgottesdienst

HINWEIS: 23.02. um 10.50-11.50 Jahresgemeindestunde

Mitglieder -Doppel & Gastmitglieder

Kapelle: Schwarzenborn, Richbergstr. 11, Christuskapelle; Nach den Gottesdiensten Einladung zum Brunch in der Jausenstation

Andachten und Treffen unter der Woche:

Dienstag-Samstagmorgen: 8:00 bis 8:30 Uhr Morgenlob / Familienlob

Dienstag 18 Uhr: Abendlob Kapelle mit Römerbriefauslegung

Mittwoch 16 Uhr Frauentreff

bei Elisabeth Ried, Spatzentriesch10, Neukirchen

Anfragen: Eva Gabelmann 0177-761997

 

Letzter So. n. Epiphanias

 Sonntag, 02.02.2019

10.00 Uhr Christuskapelle Abendmahlsgottesdienst

Thema: Die Herrlichkeit Christi

Wochenspruch:

„Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jes 60,2)

Tagesgebet:

O Gott. Dein gepriesener Sohn ist erschienen, die Werke des Teufels zu zerstören und uns zu Kindern und Erben des ewigen Lebens zu machen. Wir bitten Dich: Verleihe, dass wir uns in dieser Hoffnung selbst reinigen, gleichwie er rein ist; damit, wenn er in Kraft und großer Herrlichkeit wiederkommen wird, wir in seinem ewigen und herrlichen Reich ihm ähnlich gemacht werden, wo er mit Dir, o Vater, und mit Dir, o Heiliger Geist, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Lesungen: Ez 36,16-27; Ps 97; 1 Joh 3,1-10; Mt 24,23-31

3. Sonntag vor der Fastenzeit

 Sonntag, 09.02.2020 – 10.00 Uhr Christuskapelle

Abendmahlsgottesdienst Thema: Lohn und Gnade

Wochenspruch:

„Nicht im Vertrauen auf unsere guten Taten legen wir dir unsere Bitten vor, sondern im Vertrauen auf dein großes Erbarmen.“ (Dan 9,18)

Tagesgebet:

O Herr. Wir bitten Dich: Erhöre wohlwollend die Gebete Deines Volkes, damit wir, die wir zu Recht für unsere Missetaten bestraft werden, durch Deine Güte und Barmherzigkeit davon befreit werden um der Ehre Deines Namens willen. Durch Jesus Christus, unseren Erlöser, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein einiger Gott, lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

 Lesungen:  Jer 9,22-23; Ps 31,20-25; 1.Kor. 9,24-27; Mt. 20,1-1

 

2. Sonntag vor der Fastenzeit

 Sonntag, 16.02.2020

10.00 Uhr Christuskapelle Abendmahlsgottesdienst

Thema: Das vierfache Ackerfeld

Wochenspruch: „Wenn es heißt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht.“ (Hebr 3,15)

Tagesgebet:  O Herr. Du siehst, dass wir unser Vertrauen nicht in unsere eigenen Werke und Leistungen setzen. Verleihe gnädig, dass wir durch Deine Kraft gegen alle Widerwärtigkeiten beschützt werden. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.

 Lesungen: Jes 55,6-11; Ps 95; 2.Kor.11,19-31; Lk.8,4-15

 

Letzter Sonntag in der  Fastenzeit

 Sonntag, 23.02.2020

10.00-10.45 Wortgottesdienst /  Thema: Hinauf nach Jerusalem

10.50-11.50 Jahresgemeindestunde

Mitglieder -Doppel & Gastmitglieder

 Wochenspruch:

„Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird sich alles erfüllen, was bei den Propheten über den Menschensohn geschrieben steht.

Geburtstage:  Marita St. 1.02.;  Elisabeth R. 14.02

Wir wünschen Gottes Segen und seine täglich spürbare Kraft und Leitung für das neue Lebensjahr.

Predigt download: Jesus sehen – sein wie Jesus

Jesus sehen

Auf Jesus schauen, das macht den Unterschied. 1. Johannes 3,1-10

  1. Joh 3,1 beginnt mit einem Befehl: Sehet, schaut doch, ihr sollt das nachfolgend Erwähnte betrachten, nämlich die Liebe Gottes! Siehst du. erkennst du diese?
  1. Niemand hat Gott je gesehen, doch einer hat ihn uns verkündigt.

    Joh. 1. 18. Wie schauen wir Gott? Zuerst doch durch die Verkündung Christi durch seine Boten, durch sein ewiges Wort. Heute und gewöhnlich können wir Gott nicht dauernd durch Visionen, sondern durch Hören und Glauben sehen.

Was bedeutet dann in Ex 24,9+10: Sie sahen den Gott Israels? Die Ältesten Israels stiegen beim Bundesschluss auf den Berg und dürfen in einer Theophanie, einer Gotteserscheinung, die Herrlichkeit Gottes schauen. Sie essen und trinken in der Gegenwart Gottes umgeben von einer unübertrefflichen Herrlichkeit.

Wenn immer im Alten Bund Menschen den Engel Gottes sahen: Mose, Elia oder auch Gideon, dann war es eine Gottesvision von dem Engel Jahwes. Und das ist Jesus im AT. Er ist das Ebenbild Gottes dann sichtbar im NT. Doch der sündige Mensch kann Gott nicht direkt sehen, da er sonst in Gegenwart der Heiligkeit Gottes stirbt.

  1. Doch zum Sehen kommen wir nur durch eine Neugeburt.

Nikodemus ist uns hier ein Vorbild. Wenn Gott dem Herz und Sinn des Menschen eine Neugeburt schenkt, dann kann er neu sehen, dann kann er Dinge des Reiches Gottes sehen und erkennen, die er früher nicht sah. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bis, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen (Jo 17,3).

Die Neugeburt erst schenkt einen Blick in das Reich Gottes, und der Blick auf den Gottessohn ist Grund und Auswirkung der Neugeburt.

Bisher erkennen, sehen wir nur bruchstückweise. Niemand, auch nicht der Gemeinde-Prophet hat die Erkenntnis oder den vollkommenen Blick auf Jesus. Wenn er einen Blick besitzt, dann nur einen kurzen erhaschenden Blick in der Zeit für eine kurze Zeit. Doch morgen mag sein Blick wieder getrübt oder vollkommen dunkel sein.

Dazu ein Kirchenlied: Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet. Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet:Gutes denken, tun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten.

  1. Wir werden aber Christus sehen, wenn er wiederkommt, um sichtbar zu herrschen.

V 2b+3 Wir wissen aber, wenn er erscheint, dass wir Christus ähnlich sein werden. Nämlich, wenn wir einen verherrlichten vollkommenen neuen Körper erhalten. Dann, wenn wir vollkommen frei von Sünde sein werden, ganz heil und geheiligt sind, werden wir ihn vollkommen sehen. Dies geschieht bei Jesus Wiederkunft. Hinweis auf das Predigtlied: Jesus, wir sehen auf dich.

Wollen wir JESUS sehen? Wenn ja, dann bringt gerade diese Sicht Veränderungen in unserem Leben hervor, innerlich und auch äußerlich.

Hoffst du darauf, dass du ihm ähnlich sein wirst? Oder hast du Angst, ihn zu sehen? Wir hoffen und warten! Und aus diesem Grund wollen wir alle, wie eine Braut, die sich für den Bräutigam hübsch und annehmbar macht, gut aussehen. Wir werden uns überlegen müssen, welche schmutzige oder unschöne Kleider der Sünde wir noch ablegen sollen, um das sündlose Kleid und den Charakter Christi anzuziehen. Wir wollen doch keine sündigen Fastnachts- und Karnevalskleider anziehen, um mit der Masse der Karnevalsfreunde bis Aschermittwoch mitzufeiern.

Lebst du in der Heiligung, der Erneuerung, willst du, dass dein Wesen verändert wird, damit du Christus ähnlich, Christus gleich wirst? Dann schaue auf Jesus.

  1. Jeder, der Christus beständig vor Augen hat, der bleibt in Verbindung mit ihm und sündigt nicht.

In Ps. 16,8 sagt David: Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, steht er mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.

Die Wiederholung in Apg. 2,25 sagt: … Ich habe den Herrn beständig vor Augen, er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Wie aber wankt man nicht oder steht fest als Christ? Wenn man im Herrn bleibt, wenn man sich in Christus wie in einer Schutzburg befindet.

Wer sich in der „Christusburg“ aufhält, der wird von den Feinden von außerhalb der Mauer nicht angegriffen. Wer in der Liebe bleibt, der kann nicht hassen. Wer im Frieden bleibt, der kann keinen Unfrieden stiften. Wer in der Ruhe bleibt, der wird keine Unruhe verbreiten.

Nun steht in V 6 übersetzt: Wer in Christus beständig bleibt, der macht sich die Sünde nicht zur Gewohnheit. Hier steht: Der sündigt nicht. Das steht hier in der Gegenwartsform.

Wir wissen, dass Christen solange sie leben noch die alte Natur Adams besitzen. Dieser alte Adam sündigt weiter, … und wir fehlen oft. Aber doch sündigen wir nicht dauernd oder willentlich. Oder beharren wir dauernd willentlich in der Sünde?

Irrlehrer behaupten entweder: Der Christ kommt an einem Punkt, dass er nie mehr auf Erden sündigt oder sie behaupten, der Christ sündigt dauernd, er kann sogar so viel sündigen, wie er will. Es kommt nur auf den Geist, auf die Gedanken an. Die müssen in Ordnung sein. Der Körper darf ruhig sündigen, das macht dem reinen Geist dann nichts aus. Doch beide dieser Irrlehren sind abzulehnen.

Hier steht im Johannesbrief, dass der sich in der „Christusburg“ Befindliche sicher ist und nicht dauernd gewohnheitsmäßig sündigt. Das gewohnheitsmäßige Sündigen ist aber ein Zeichen, dass dieser Mensch nicht das wahre Christenleben, nicht das ewige Leben besitzt.

Beispiel: Spanische Prinzessin und Schweinchen, das geputzt mit Schleife sich suhlte.

Wer dauernd in die Pfützen der Welt tritt und sich an der Übertretung der 10 Gebote freut, auch noch Witze darüber macht, andere nach Rö 1,30ff zur Sünde zu ermutigen, der hat Christus nicht gesehen, ist nicht wiedergeboren, und für den Himmel verloren. Dieser Mensch ist noch blind und ein Kind Satans. Er befindet sich immer noch in der Finsternis.

Beispiel: Schaf oder Katze, die Pfützen meiden.

Wer aber Christus erkennt und ihn im Glauben gesehen hat, der lebt nicht mehr gewohnheitsmäßig in der Sünde, suhlt sich nicht darin, freut sich nicht darüber, im Schmutz Zuhause zu sein.

Wollen wir mehr und mehr Jesus sehen und uns wie eine Braut vorbereiten, uns mit den Kleidern des Charakters Christi zu schmücken.

Diese Erneuerung ist unsere beständige Aufgabe. Wir werden zwar oft noch fehlen, aber doch nicht mehr beständig willentlich sündigen. Unser Verlangen wird nicht nur dies sein: w. w. J tun? Sondern Jesus zu sehen, um wie er zu sein.

„To be like Jesus“. – w.J.s .– Wie Jesus (zu) sein. Ist dies dein Verlangen? Amen.

2. Sonntag nach dem Christfest. 

Predigt in der Christusgemeinde über Eph. 1, 3-14

Dreifaltigkeit - Perichoresis

Dreifacher geistlicher Segen,

fordert Dankbarkeit und Verantwortung

In der Weihnachtszeit haben viele Menschen kleine und große Geschenke erhalten. Eltern bescherten ihre Kinder, Kinder die Eltern und Freunde ihre Bekannten. Diese Bescherung bestand aus recht handfesten Dingen – anfassbar, erfahrbar und schmeckbar. Sie lagen als Ausdruck des guten Willens, des Wohlwollens und unserer Zuneigung unter dem Christbaum oder wurden uns gegeben.

Ist dies nicht ein schönes Bild eines irdischen Segens? Etwas ist sichtbar und greifbar, und es tut uns gut. Es erfreut unser Herz. Doch schon ein paar Tage oder Wochen danach ist dieser zeitliche Segen, verbraucht, weggestellt, auch umgetauscht oder gar vergessen. Ja, zeitlicher Segen ist vergänglich. Doch himmlischer nie.

Und obwohl zeitlicher Segen wünschenswert ist, wie er auch immer wieder dem Volk Israel zugesprochen und geschenkt wurde, so spricht dieser zeitliche Segen eigentlich von einem himmlischen und ewigen Segen. Was zeitlich ist, das ist vergänglich, was aber ewig ist, das bleibt und ist bleibend.

Das Alte Testament zeigt oft den irdischen Segen für Israel oder Familien, die dem Bunde Gottes treu waren. Das Neue Testament dagegen spricht stärker vom ewigen oder himmlischen Segen. Es geht weiter und weist auf das Ziel und den bleibenden ewigen Segen im Himmel hin.

Worum es nun bei diesem himmlischen Segen geht, erklärt uns der Apostel Paulus in seinem Lobpreis, den er an Gott richtet. Hier erkennen wir drei himmlischen Segnungen, mit denen wir ebenfalls mit dankbarem Herzen einstimmen sollten. Möge dieser dreifache Segen doch unser Herz ergreifen, uns so erwärmen, dass göttliches Feuer der Dankbarkeit in uns entfacht wird und bleibende Früchte bringt.

  1. Segen: Erwählt zu Kindern und Erben -V 4 +11

Schon vor der Entstehung der Welt, als Christus – der Gottes Liebling und Werkmeister des Universums ist – in Gemeinschaft mit dem Vater lebte, da hatte der Vater bereits einen wunderbaren Plan. Er wollte noch viele solcher Lieblinge und Söhne besitzen. So hatte er in seiner Weisheit solche, die er liebte, aus Liebe erwählt. Er wollte sie nämlich adoptieren und sie zu seinen Kindern und Erben machen. Und dieser Plan entstand nicht plötzlich erst gestern, auch nicht vorgestern.

Es war nicht so, als ob ein Bettler oder Asylant an die Türe käme. Herr Meyer, geben sie mir etwas Geld. Ich überlege dann: Gebe ich ihm 5,- 8,- oder 20 Euro? Doch Gott hatte sich nicht so plötzlich überrascht gefühlt oder sich dann planlos für uns entschieden.

Nein, bei Gott war es wie bei einem Ehepaar, das Kinder adoptieren wollte. Dieses hatten sich genau überlegt, wie viele Kinder, aus welchem Land sie stammen, und ob es Mädchen oder Jungen sein sollten. Alles, auch deren Zukunft war bereits wohl überlegt und eingeplant. Und dies geschah auf Gottes Seite schon bevor er die Welt durch Christus erschuf.

Doch nicht alle Menschen hatte er auserwählt. Aus der Menge der Rebellen und Sünder nur diese, die er liebte. Und weil er uns zuerst erwählte, konnten wir dann auch an Christus und seinen Opfertod persönlich glauben. Er erwählte uns Rebellen zu Kindern und seinen himmlischen Erben.

Ist dies nicht der Grund, Gott dankbar zu sein und ihm von Herzen für deine Erwählung zu danken? Danke ihm, weil er dich durch Christus erwählt hat.

  1. Segen: Erlöst von Sünden und Verderben V 7

Nach Gottes Plan, uns durch Adoption als seine Kinder und Erben zu erwählen, musste Gott noch einen steinigen Weg ebenen und dorthin vorbereiten. Zuvor musste er, durch ein Sühnopfer, das er durch Christus plante und vollbrachte, uns von dem ewigen Tod und der Verdammnis erretten. Es war durch Christus, durch sein vergossenes Blut am Kreuz, dass er unsere Sünden vergeben wollte. Darum heißt es auch: Das Lamm, was erwürgt war vor Grundlegung der Welt. Und dies war schon fest beschlossen vor Christi Geburt, vor mehr als 2000 Jahren. Gott, der Vater, hatte diese Erlösung schon fertig in Christus, bevor je ein Mensch geboren wurde, bevor es überhaupt Sonne und Mond gab. Und nach jüdischer und biblischer Berechnung gibt es seit ca. 6000 Jahren Menschen auf dieser Erde. Er hatte uns einst diesen geheimnisvollen Ratschluss und seine unergründliche Weisheit vorenthalten, doch jetzt hat er dies offenbart. Und das Wort, der Logos, Christus wurde Fleisch. Und wir sahen seine Herrlichkeit, ….. voller Gnade und Wahrheit. Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade um Gnade.

Ist dies nicht der Grund, Gott dankbar zu sein und Ihn von Herzen für deine Erlösung zu danken? Danke ihm, weil er dich durch Christus erlöst hat.

  1. Segen: Versiegelt für den Empfang unseres wirklichen Erbes (durch die Gabe des Heiligen Geistes. V 13

Doch wir sollen Gott nicht nur danken, dass er uns als seine Erben erwählt hat, ihm nicht nur danken, dass er uns von unseren Sünden erlöst hat, sondern besonders danken, dass er uns, die wir an ihn glauben, bereits versiegelt hat.

Dann aber, als wir nach Gottes Ratschluss zum Glauben an Christus kamen, als Christus sich uns zu erkennen gab, und wir Christus erkannten, da hat er uns den Heiligen Geist in unser Herz gegeben.

Denken wir doch an Kornelius. Als Petrus der Familie des römischen Offiziers die Rettungsbotschaft verkündete, da fiel der Heilige Geist auf alle, die zuhörten. Auch allen, die zu Pfingsten die Bekehrungsbotschaft des Petrus hörten und Buße taten, wurde der Heilige Geist verheißen. Alle 3000, die sich bekehrten, wurden mit dem verheißenen Heiligen Geist versiegelt. Hier aber heißt es auch, dass die Epheser, sofort als sie gläubig wurden, sogleich mit dem Heiligen Geist versiegelt wurden.

Wofür steht aber das Siegel? Nun, wenn eine Briefrolle wie damals mit Wachs versiegelt wurde, dann hatte dies die Bedeutung, dass der Brief ein echter Brief des Absenders war. Auf Echtheit, Authentizität, kommt es an. Uns wird damit gesagt: Wir sind also echte Kinder Gottes. Weiter aber zeigt das Siegel, dass wir als Brief Gottes auch Besitz Gottes sind. Ein Siegel spricht auch von Besitz. Uns wird damit gesagt, dass wir Eigentum Gottes sind. Dies gibt uns aber Gewissheit und Sicherheit, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn wir aber rechtliche Kinder Gottes sind, dann gehört uns schließlich auch das versprochene Erbe im Himmel.

Es ist so, als ob ein Vater oder eine Mutter bereits zu Lebzeiten ein Testament aufstellt und unterschreibt. Du aber erhältst eine Kopie davon. Darin steht bereits alles, was du erben wirst. Dies macht froh, aber auch demütig. Denn ein Erbe hat niemand verdient. Es wird gnädig geschenkt. Ein Erbe kann nur verliehen werden. Dies aber gibt uns eine große Freude. Der Vater hatte es genau geplant. Unser Erbe ist im Himmel, es ist sicher und steht für uns bereit. Bisher kennen wir nur bruchstückhaft und teilweise diese volle Erlösung. Denn es heißt: Betrübt nicht den Heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt seid, bis auf den Tag eurer Erlösung. Das volle Erbe der Erlösung kommt noch, es steht für dich bereit, wenn du in den Himmel einziehst.

Ist dies nicht der Grund, Gott dankbar zu sein und Ihm von Herzen für deine Versiegelung zu danken? Danke Ihm, weil er dich durch Christus versiegelt hat.

 Danke Ihm, weil er dich erwählt, erlöst und bereits versiegelt hat. Spreche ein Halleluja auf den dreifachen Segen, der im Himmel bereit steht. Dieser Segen sollte in dir die Dankbarkeit entflammen, nicht nur im Gebet und mit den Lippen, sondern auch durch dein ganzes Leben.

Wie soll sich nun dieser dreifache Segen auswirken? Dreifach nach dem Epheserbrief:

  • Die Erlösten sollten das neue Leben Christi leben und das alte sündige ablegen.
  • Die christliche Haustafel sollte sich Christus unterordnen, und die Familien sollten das Prinzip der Unterordnung zum Segen der Gemeindschaft praktizieren.
  • Alle Christen sollten die christliche Waffenrüstung anziehen und die kämpfende Kirche hier auf Erden unterstützen.

So sollte sich der dreifache himmlische Segen in dreifacher gelebter Verantwortung hier auf Erden umsetzen.

Lass dich deshalb in die Verantwortung des himmlischen Segens hinein nehmen. Lass deine Dankbarkeit im Leben sichtbar werden. Amen.

Bischof.Meyer@rekd.de

 

News Januar 2020 – German & English

Von Grace Meyer

Liebe Freunde und Gebetspartner.
Wir beide haben einen schönen Weihnachtstag mit drei unserer Mädchen und deren Familien erlebt.

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Gerhard ist noch immer Bischof der Anglikanischen Kirche (REC) in Deutschlan mit neun Pastoren und zwei Prädikanten. Er leitet auch das  Benedikt Seminarmit mehreren Studenten und Dozenten und Gastprofessoren. Meistens predigt er an den Sonntagen in der Christusgemeinde und hält wöchentliche Bibelstunden / Gemeindekurse. Darüber hinaus ist er weiterhin Geschäftsführer der EuroRuf Mission GmbH (Global Outreach Inc.) und des Camps. Knuellcamp.

 

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Grace ist immer noch vollamtlich der Campküche tätig, sowie Buchhalterin von drei Organisationen (Euro Ruf, Jause und der Anglikanischen Kirche in i.D.), mit verschiedenen Verwaltungsbereichen und betreibt das Wanderrestaurant: Knuelljause

 

 

 

Melody arbeitet weiterhin im kirchlichen Rentamt.  Björn arbeitet für das Rathaus. Ihr Sohn Jonas (13) mag Fußball, ihre Zwillingsmädchen (11) Priscilla liest gern Bücher und Salome liebt es, kreativ mit Basteln und Zeichnen umzugehen.

 

Joy und Olaf Noltes Bäckerei ist in Schwarzenborn. Sie haben acht Geschäfte, in denen sie Brot, Kuchen und vieles mehr anbieten. Die meisten von ihnen haben auch ein integriertes Café. Rund 100 Mittarbeiter arbeiten für sie. Carl Philipp (14) hat ein neues Hobby gefunden: Bücher lesen. Paul (13) und Conrad (10) lieben jedoch elektronische Spiele.

Esther lebt in der Nähe von Bonn und ist Leiterin einer Schulnachbetreuung mit vier Gruppen, dIE sie sehr genießt. Dirk ist Lektor meist für christliche Verlagshäuser. Ihr Sohn Jan-Magnus (20 Monate alt) ist sehr süß, aufmerksam und sehr aktiv. (hier Bild mit dem Opa).

Jessica (verteilt gerade Geschenke – Bild) arbeitet noch immer in einer großen Krankenversicherung. Daniel ist in der IT tätig und plant, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

 

On Tour with Grandkids

Vom 6. bis 8. Januar verbringen wir drei Tage mit unseren Enkeln mit dem Zug unterwegs und entdecken Wittenberg, die Lutherstadt.

Wir werden in einer Jugendherberge neben der 95 Thesen-Kirche übernachten, lernen in Cranachs alter Druckerwerkstatt zu drucken, werden Spaß, gutes Essen und auch das Hallenbad nicht vermissen

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Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und glückliches neues Jahr 2020.

Grace Meyer  (und Bf. Gerhard)                http://www.grace.meyer@gmx.de

 

 

 

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Download with pictures:

Infobrief Januar 2020 German English

Dear Friends and Prayer Partners

From Grace Ann Meyer

We experienced a lovely Christmas Day with three of our girls and their families.

 

Gerhardimg_20191031_075109 is still bishop of the German Anglican church (REC) with 9 Pastors, 2 Lay-Readers. He is also directing our SBS www.benediktseminar.org with several students and guest professors. He preaches most Sundays in Christ Church and holds the weekly Bible studies. In addition, is still the manager of the Global Outreach German, directing our www.knuellcamp.de. 

 

 

 

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Grace is still full time involved in the main kitchen, accountant of 3 organizations (Euro Ruf, Jause and the Anglican Church in Germany), various administrative areas and runs the hiking restaurant www.knuell-jause.de

 

 

 

Melody is continuing to work in the Lutheran church office. Björn is working for the city hall. Their son Jonas (13) likes soccer, their twin girls (11) Priscilla loves to read books, and Salome enjoys to be creative with drawings.

Joy and Olaf’s bakery is in Schwarzenborn. Joy manages the office. They have 8 stores where they sell their bread, cakes and more. Most of them have a cafe integrated as well. About 100 people are working for them. Carl Philipp (14) has found a new hobby, to read books. Paul (13) and Conrad (10) are very much into electronic games.

Esther lives near Bonn and is head of an after school program of four groups, enjoying it very much. Dirk is proof-reading books mostly for Christian publishing houses. Their son Jan-Magnus (20 months) is very cute, alert, and very active. (here with Grandpa).

Jessica (left) is still working in a health insurance office in Frankfurt. Daniel is involved in IT and plans to start a business of his own.

 

On Tour to Wittenberg

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From January 6-8 we will spend 3 days with our grand-children in Wittenberg and discover Luther’s city. We will stay in a Youth Hostel next to the 95 Thesis Church, learn to print in Cranach’s old printing shop (last picture), and have fun, good food and jump in an indoor swimming pool.

 

 

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Have a blessed and happy New Year 2020

Gerhard and Grace Meyer.  (grace.meyer@gmx.de

 

Predigt zum 1. Sonntag nach dem Christfest –  hier Download: 

Dein Platz bei der Krippe

Krippenspiel 2013

Nah oder fern am Krippenplatz? – Hast Du Deinen Platz gefunden

 + Bischof Gerhard Meyer

 Beinahe war es ein Christkind. Am 23. Dezember 2009 wurde Maximilian P. in Österreich geboren. Die Mutter ist M.  geb. Meyer, Tochter meines Bruders Alexander. Wir alle waren hocherfreut. Mutter und neugeborener Sohn waren wohlauf. Doch lag dieser nicht in einer Futterkrippe, sondern in einem Kinder-Bettchen im Krankenhaus in Klagenfurt.

Ist es nicht etwas Bestaunenswertes, solch ein kleines „Buschi“ – wie die Schweizer sagen – in den Armen zu wiegen, so klein und niedlich, lebendig und schon richtiger Mensch. Wer kann da schon abseits stehen und unberührt bleiben, selbst Außenstehende und Nichtverwandte?

Unser vertrautes Bild, dass uns Matthäus 1 und Lukas 2 zeichnet, ist das der Heiligen Familie zusammen mit all den Besuchern von Nah und Fern. Sie alle haben sich um die Krippe geschart. Ja, Krippenplätze sind heute wieder begehrt.  Plätze für Babys und Kleinkinder. Krippenplätze sollen sogar gesetzlich festgeschrieben und auch gefördert werden. Nicht aber wegen der Kinderfreundlichkeit in Deutschland oder der Sorge um die Kinder, sondern mit dem unterschwelligen Ziel, dass viele Mütter in den Arbeitsprozess eingespannt sind und dann die wohl begehrten Steuern an den Staat fließen.

Um Krippenplätze, um die Sorge um den Säugling war es aber auch zurzeit Jesu schon schlecht bestellt. Es war kein Platz in der Herberge, dem Gasthaus. Maria und Joseph mussten in aller Armut etwas selbst zusammensuchen, in Niedrigkeit sich mit einer schmutzigen Futterkrippe zufrieden geben. Was kann man aber da in einer Futterkrippe noch bestaunen, huldigen, anbeten?

 

  1. Der engste Kreis: Das waren einmal die Eltern. Maria, die Mutter des Kindes. Jesus war ihr ein und alles, ihr Erstgeborener und ihre Hoffnung. Wofür steht auch noch Maria? Sie steht für Eva, die den Samen, den Nachkommen und Retter der Welt hervorbringt, der dann dem Satan den Kopf zertritt, ihm die Herrschaft dieser Welt entreißt und am Ende siegt. Maria hat den menschlichen und göttlichen Sohn hervorgebracht. Sie ist die Erfüllung der alten Prophezeiungen. Damit ist sie mit der Bezeichnung der Kirchenväter auch „theotokos“ die Gottesgebärerin oder Mutter Gottes hier auf Erden. Somit ist Christus erst ganz Mensch und ganz Gott, und das mit der Geburt in Zeit und Ewigkeit.

Anw. Wollen auch wir wie Maria antworten, wenn Gott uns anspricht und antworten:

Siehe hier bin ich, deine Magd. Tue mir, was du willst, du als Frau, du als Mann?

Sie brachte die höchste Form des Willens Gottes hervor: Gott durch ihr Fleisch und Gott: Christus in Fleisch und Blut. Gott kommt ins wirkliche Menschsein. Bringe auch du Christus in Deine Welt, in dein Menschsein, in deinen Alltag.

Nun zu Joseph, der menschliche Adoptivvater. Er steht besonders als ein Zeichen für das, was Gott mit uns gefallenen Menschen auf Erden vorhat. Wie Joseph will Gott uns als seine vollwertigen Kinder an Kindesstatt annehmen. Denn dies tat Joseph mit Jesus. Obwohl er nicht leiblicher Vater war, nahm er Jesus als seinen eigenen Sohn an. Dies tut Gott mit allen wahrhaften Gläubigen. Er adoptiert uns wie seinen eigenen Sohn in die Familie Gottes.

Anw: Wollen wir wie Joseph antworten und handeln: Jeden aus jeder gesellschaftlichen Schicht berufene Menschen als vollwertig und erbberechtigt fürs Reich Gottes anzunehmen, als Bruder und Schwester in Christus.

Deshalb gilt uns: Nehmet einander an, wie auch Gott euch in Christus hat angenommen.

  1. Der erweiterte Kreis der Sterndeuter

Sie stehen für alle Philosophen, Priester und Wissenschaftler. Sie benutzen ihre intellektuellen und geistlichen Fähigkeiten, um aus Geistes- und Naturwissenschaften etwas über die göttliche Konstellation der Erscheinung herauszufinden: Was sagt die Wissenschaft über das Zentrale des Universums und der Erde? Wen sollen wir dort suchen, huldigen, verehren und beschenken? Ist das nicht auch die Frage aller Menschen? Jene suchten allumfassend: In Natur- und Geisteswissenschaft, in Politik- und Gesellschaftswissenschaft und am Ende in Bibel- und Pastoralwissenschaft. In ihrer Forschung und ihrem Einsatz sind sie uns ein Vorbild. Am Ende fanden sie aber Jesus, den neugeborenen König der Juden im göttlichen Krippenplatz liegend. Und diesen einmaligen Ort war es wert, zu unterstützen: mit Gold, für den noch in Windeln liegenden König, mit Weihrauch für den hier zukünftigen Hohenpriester, mit Myrrhe für den kommenden Propheten, zur Heilung der Sündenkrankheiten des Volkes.

Singen wir jetzt die Strophe:  Mit den Weisen will ich geben, was ich Höchstes hab im Leben, geb` zu seligem Gewinn ihm das Leben selber hin

Anw. Wollen wir doch Christus huldigen und Ihm unser Höchstes, unsere Begabung und unsere finanziellen Werte zur Verfügung stellen, damit er als König, Priester und Prophet in dieser Welt herrschen kann.

  1. Der große Kreis der Hirten

Es ist zwar bekannt, dass die Hirten oft arm waren und eine unter Schicht repräsentierten, doch die bekanntesten Hirten des AT waren, Abraham, Isaak, Jakob, auch Hiob mit seinen Herden, reich aus der Oberschicht. Selbst das gesamte Volk Israel war in Ägypten als Viehzüchter bekannt. Auch Saul und David wurden von ihren Herden weg geholt und durch Gott zu Hirten seines Volkes Israel eingesetzt. Moses wurde nach 40 Jahren Hirtentätigkeit in der Wüste zum 40jährigen Dienst über das Volk Israel als Hirte eingesetzt. Deshalb als Hirten in Israel werden vorerst die Staatsmänner, dann aber auch die Obersten Priester bezeichnet. Hes 34, 1-2 sagt:

1 Das Wort des Herrn erging an mich: 2 Menschensohn, sprich als Prophet gegen die Hirten Israels, sprich als Prophet, und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Weh den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden.

Müssen denn die Hirten nicht die Herde weiden?

Nun kommen solche Hirten, um zu erkunden was der Engel ihnen gesagt hatte:

11 Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.

Die zentrale Botschaft der Hirten ist und bleibt nur eine: Jesus ist der Retter, der Messias, der Herr.

Diese Botschaft verkündeten sie nach ihrem Treffen an der Krippe an alle, die sie danach trafen, zuerst den einheimischen Juden, dann aber auch den Nichtjuden.

a) Diese Hirten repräsentieren aber vorrangig Bischöfe und verantwortlichen Leiter der Zweige der weltweiten Kirche Christi. Sie haben nur eine Botschaft in ihrem eigenen Schafstall zu verkünden und diese Botschaft auch zu bewahren. Jesus ist: der Retter, der Messias und der Herr. Er ist unser Oberhirte und bringt allein das Heil dieser Welt.

b) Aber auch die Fürsten Israels, die Staatsführer werden als Hirten bezeichnet. Auch sie sollen diese Botschaft bewahren und verkündigen. Denn nur durch die Botschaft von Christus wird es Rettung für Politik, Wirtschaft und Umwelt geben. Nicht durch: Rettet das Klima, die Umwelt, die Eisbären.

Anw:  Auch wir, wenn wir zur Krippe kommen, sollen wie diese Hirten zurückkehren und Gott rühmen und preisen für das, was wir gehört und von Christus gesehen haben. Staune, bete an und verkündige.  

  1. Wir – nah oder fern – am Krippenplatz

Zum Schluss wollen wir uns aber fragen. Wo stehen wir an der Krippe? Sind wir wie ein Holzschnitzer, der seit seiner Geburt an seinem eigenen Lebenswerk schnitzt, Jahr für Jahr etwas Neues entwirft, aber mit seinem Leben der Krippe fern bleibt? Der sagt:

Das Kind in der Krippe, der fleischgewordenen Jesus, das ist mir zu emotional, das ist mir zu touchy. Dazu will ich meine Gefühle nicht äußern, dem will ich mich nicht aussetzen. Alles unlogisch.

Ich schnitze einfach weiter an meinem Leben, lasse die anderen zur Krippe gehen. Aber ich stelle mich nicht dazu. Und wenn ich ehrlich bin, ich passe auch nicht dahin. Ich bin ein Intellektueller- habe Zirkel, Winkel, I-Pod oder bin ganz Praktiker – kann schneiden, schnitzen, schaffen. Die Begabungen gehören mir, aber ich will sie nur für meine Vorstellungen gebrauchen. Und ich bin zum Schluss gekommen: Mein Leben einfach aus der Ferne von der Krippe zu führen. Ich kann mit dem Jesuskind nichts anfangen. Ich bleib einfach da draußen stehen. Egal, was macht’s? Aber, ich habe auch gemerkt, dass mir etwas fehlt. Dann haben andere mich da draußen gefunden und zur Krippe gebracht. Und seltsamerweise wurde ich zum Kreis der Familie gebracht, um das Zentrum der Krippe gestellt. Ich stehe jetzt neben dem Heiligen Paar, neben den Sterndeutern und Hirten, stehe genau zwischen Ochs und Esel; dem Ochsen, der alle starken Völker der Welt repräsentiert, und dem Esel, der das störrische Israel darstellt. Und nun schaue ich mit all diesen auf den einzigartigen und wertvollsten Krippenplatz der Welt. Aber von hier aus schaut mich Jesus an. –  Langsam begreife ich etwas, nachdem ich auch alle hier in der Runde angeschaut habe. Sie alle kommen von Nah und Fern, mit den größten Unterschieden und doch gemeinsamen Interessen, mit  wenigen und großen Begabungen, doch mit dem einen Ziel, an der Krippe den neugeborenen König und Retter der Welt zu bestaunen, ihn anzubeten und ihm mit den eigen Gaben zu dienen. Ich erkenne langsam, dass ich mit dazugehöre, dass im Schauen und gemeinsamen Staunen über die Krippe mein Leben verändert wird, dass ich im Schauen und Staunen nun meinen Retter und König erkenne, dass ich ja auch mit zur Familie Gottes gehöre.

Hast du aber deinen Platz bei der Krippe gefunden? Hast du deine Gaben mitgebracht, deinen Zirkel, Winkel und Schnitzmesser? Und hast du erkannt, dass hier in dieser christlichen Familie dein Zuhause und dein Auftrag ist? Wenn ja, dann bleibe ab heute beim Christuskind in der Krippe und in dieser Familie Gottes.