
bitte nachfolgend klicken:
Tägliche Andachten nach dem anglikanischen Gebetbuch
August 5, 2022

bitte nachfolgend klicken:
Tägliche Andachten nach dem anglikanischen Gebetbuch
November 29, 2021
Predigt in der Christusgemeinde zum 1. Advent
Von Prädikat Branislav Tot, Ulm.
Herr, lasse dir Wohlgefallen die reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens.
O Herr, mein Fels und mein Erlöser!
In Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Amen
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
Heute zündet man in vielen Häusern, Wohnungen, Heimen und Kirchen erste von vier Kerzen an, als Zeichen für das erste Advent. Advent kommt aus lateinisch und bedeutet Ankunft, eigentlich richtig heißt es „Adventus Domini“ und bedeutet „Ankunft des Herrn“.
Advent bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten vorbereitet. Und zugleich erinnert uns Adventszeit das Christen auch das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.
Dabei geht es nicht nur um Vorfreude auf etwas, sondern auch um die Freude über etwas.
In meinem Predigttext heute morgen freut sich einer; Er freut sich über etwas, nämlich die Geburt seines kleinen Sohnes. Und er freut sich auf etwas; nämlich darauf, was dieser kleine Sohn einmal für eine große Aufgabe haben wird.
Freude und Vorfreude miteinander verbunden.
Ich lese aus dem heiligen Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nach Lukas 1. Kapitel, die Verse 67 bis 79.
Der Lobgesang des Zacharias
67 Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach:
68 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk
69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David,
70 wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten,
71 dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen,
72 und Barmherzigkeit erzeigte unsern unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund
73 an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben,
74 dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, ihm dienten ohne Furcht
75 unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.
76 Und du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herr vorangehen, dass du seinen Weg bereitest
77 und Erkenntnis des Heiles gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden,
78 durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe.
79 auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Der Text den ich gerade gelesen habe, bekannt auch als Benedictus wird in vielen Kirchen als teil der Liturgie jeden Morgen in Morgenlob vorgelesen und er besteht aus einem einzigen, begeisterten Lobgesang. Be – geistert, im wahren Sinne des Wortes.
Schauen wir zuerst, wer war dieser Zacharias?
Zacharias ist ein alter Mann. Mit seiner ebenfalls schon hoch betagte Frau Elisabeth lebt er allein. Kinder haben sie keine, und längst haben sie die Hoffnung aufgegeben, doch noch eins zu bekommen.
Damals hieß das neben dem persönlichen Schmerz, keine Versorgung, keine soziale Absicherung im Alter.
Zacharias ist Priester – das hat die Situation vermutlich erleichtert, denn als Priester hatte er Anteil an der allgemeinen Priesterversorgung.
Der Schmerz, kinderlos zu bleiben, hat Elisabeth und ihn trotzdem begleitet.
Und dann passiert das Erstaunliche: Elisabeth wird schwanger.
Aber nicht urplötzlich, sondern auf Ankündigung.
Gottes Engel Gabriel kommt zu Zacharias und verkündigt ihm:
„Dein Gebet ist erhört worden. Du wirst einen Sohn bekommen. Er wird einen besonderen Auftrag von Gott bekommen. Und er soll einen besonderen Namen haben. Das was wir vielleicht nur langweilig finden und versuchen manchmal zu überspringen sind die Zählungen Volkes Israel im 4. Buch Mose das auch heißt Numeri. Aber für die Hebräer haben die Baumstämme mit Vaters Namen eine besondere Bedeutung. Johannes heißt: „Gott ist gnädig“.
Jetzt aber gibt es ein Problem. Zacharias kann nicht so ganz diese Botschaft glauben. Er fragt den Engel Gottes „Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt, und mein Weib ist betagt.“ Und weil er nicht so ganz glauben kann, wird er vorübergehend stumm.
Und erst als sein Sohn geboren ist, erst als er mit acht Tagen beschnitten wird und Zacharias gefragt wird, wie denn das Kind heißen soll – da schreibt er auf eine Tafel : Er soll Johannes heißen.
In dem Moment lässt sich seine Zunge wieder und Zacharias singt das Loblied, das wir gerade gehört haben: „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, denn er hat besucht und erlöst sein Volk!“
Zwei Dinge gehen diesem Loblied voraus.
Das eine ist die Zeit des Schweigens. Beten nennt man auch eine Gespräch mit Gott.
Gebet ist, einfach gesagt, ein Gespräch. Nicht ein Gespräch mit sich selbst, sondern ein Gespräch mit Gott. Gott lädt uns ein, mit ihm zu reden und ihm die Dinge zu sagen, die uns bewegen. Also geht es im Gebet auch nicht nur darum, Gott etwas zu sagen. Gott will auch uns etwas sagen!
Und das kann er, wen wir aufhören zu sprächen.
Wenn wir uns heute fragen, warum uns so selten danach zumute ist, wie Zacharias Gott in lauten Tönen zu loben, dann hat es vielleicht auch damit zu tun, dass wir so selten dazu kommen, einmal still zu werden und einmal still zu sein.
Unser Leben ist so wie es ist. Von Morgens bis Abends sind wir unterwegs. Termine jagen uns Tag ein, Tag aus; Arbeit, Schule, Bank, Arzt u.s.w.. Zeit ist richtig Mangelware geworden.
Viele sind nicht mehr gewohnt einmal wirklich zur Ruhe zu kommen, nichts zu tun, zu schweigen und zu hören.
Dabei: Wenn Gott uns etwas zeigt, wenn er zu uns redet – dann meistens in der Stille. Jesus ist extra auf Berge gestiegen, um Zeiten der Stille zu haben, der Einsamkeit, oder besser gesagt, der Zweisamkeit mit seinem himmlischen Vater.
Schweigen und Stille gehen dem Loblied des Zacharias voraus. Das ist eine.
Und das andere: Zacharias wird mit dem heiligen Geist erfüllt. Er erlebt Gottes Gegenwart ganz unmittelbar.
Das was Zacharias erlebt hat, können oder dürfen wir auch. Jesus sagt auch uns zu:
„Wenn wir unserem Vater im Himmel bitten, dass er uns seinen Geist gibt, dann wird er uns diese Bitte erfüllen.
In ganzen Neuen Testament ist das entscheidend:
Veränderung geschieht da, wo Menschen vom heiligen Geist erfüllt werden – wenn Gott ihnen begegnet.
Gott sehnt sich danach, uns zu begegnen.
Das ist die Hoffnungsbotschaft im Advent.
Gottes Sehnsucht zu uns hat ihn vor zwei Tausend Jahren dazu getrieben, sich klein zu machen und zu uns zu kommen.
Diese Hoffnungsbotschaft besingt Zacharias in seinem Loblied:
„Er hat besucht und erlöst sein Volk“.
Im Alten Testament schreibt Prophet Sacharja etwas ähnliches:
In Buch Sacharja 2 Kapitel, Vers 17 steht:
„ Alle Welt schweige in der Gegenwart des Herrn. Denn er tritt hervor aus seiner heiligen Wohnung“.
Gott hat uns nicht vergessen. Er hat uns ja in seine Hände gezeichnet. Gott vergisst nicht seine Kinder.
Ein Besucher könnte eingeladen oder nicht eingeladen sein. Ist die Person eingeladen, spricht man von einem Gast.
Und jetzt stellt sich die Frage, war Jesus eingeladen. Und falls er war, von wem.Wessen Idee war es?
Es war leider nicht unsere Idee und bestimmt nicht von dieser Welt. Keiner auf dieser Erde hat ihn eingeladen.
Im Gegenteil: Noch bevor Jesus geboren wird, erlebt er, dass der Welt ihn nicht haben will. Bevor er geboren wird, gab es keinen Raum in der Herberge. Alles zu. Gott dieser Welt kommt, – schön und gut, aber es ist hier kein Platz für ihn.
Und weil es keinen besseren Ort gab, musste er in einem Stall zu Welt kommen.
Paulus in schreib in Galater Brief 4,4:
„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan“.
Es ist allein Gottes Idee, seine Initiative, sein Eingreifen, dass dazu führt, dass er uns besucht und uns erlöst.
Denn es ist ein Besuch und Erlösung aus Gnade.
„Gott ist gnädig“ – diesen Namen soll Zacharias seinem Sohn geben, damit für alle deutlich wird: Gott hat sich auf den Weg gemacht.
Er beschenkt uns mit seinem Licht, mit seiner Liebe, mit seinem Heil.
Gerade jetzt in vorweihnachtlichen Zeit kann man bunte Lichter überall sehen. Echte Kerze, Elektrische Kerze, leuchtende Bäume, Häuser und Fenster.
Aber wird dadurch die Dunkelheit vertrieben?
Was sagt uns heutige Bibeltext?
„Das aufgehende Licht aus der Höhe wird uns besuchen und denen erscheinen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen“.
Ich werde so frei sein und behaupten dass überall um uns Finsternis und Todesschatten herrscht. Wir die erlöst sind, sind da rausgegangen, aber all die Menschen um uns die noch selber nicht zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, sitzen in Finsternis und Todesschatten, und mag noch so viel bunte lichter überall leuchten.
Und das uns dieses Licht aus der Höhe erscheinen ist, stehen wir in der Pflicht anderen Menschen die noch in Dunkelheit sitzen, auf dieser Licht aufzeigen.
Das aufgehende Licht aus der Höhe wird uns besuchen und unsere Füße auf den Weg des Friedens richten.
Das ist eine Verheißung. Das ist eine heilvolle Zusage! Das ist kein Wunschtraum, sondern ein Wort, dass so gewiss gilt, wie Gott uns versprochen hat, dass er uns nicht vergisst.
Wir können jetzt schon diese heilvolle Erwartung vor Augen haben. Nicht als ein Bild in der Ferne, sondern als Verheißung, die jetzt schon spürbar ist, jetzt schon Auswirkungen hat.
Den Gottes Geist ist jetzt schon unter uns.
Adventszeit ist Zeit der Freude und der Vorfreude, Zeit der Stille und Zeit des Lobes – und der gespannten Erwartung.
Bedeutung des Namens Zacharias bedeutet: Gott hat sich erinnert, Gott gedenkt.
Und Elisabeth Name hat eine Bedeutung, nämlich; Gott hat geschworen.
Ja Gott hat uns nicht vergessen, er hat sich erinnert und uns geschworen dass er uns nie verlässt.
Meine Ganze Predigt lässt sich in einem einzigem Satz zusammenfassen.
„Gott hat besucht und erlöst sein Volk“
Möge uns diese Satz in der nächsten Woche und in vorweihnachtlichen Zeit begleiten.
Last uns beten:
„Allmächtiger Gott. Verleihe uns die Gnade in diesem vergänglichen Leben, in das Dein Sohn Jesus Christus in großer Niedrigkeit uns zu besuchen kam, dass wir die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anlegen, damit wir am jüngsten Tag, wenn er in seiner herrlichen Majestät wiederkommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten, auch wir zum unsterblichen Leben auferstehen werden. Durch ihn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Juli 17, 2021
„Countdown zum Start“
Daniel Kapitel 9.
Daniel betet und
befragt die Schrift:
Jeremia 25,11+12
Download der PDF Datei Kapitel 9 klicken:
Daniel Kapitel 10
Daniel und seine letzte Vision (10,1 – 12,13) Die letzten drei Kapitel von Daniel bilden eine Einheit, die Daniels letzte Vision enthält. Zusammenfassung:
1. Daniels Empfang der Vision (10,1–11,1)
Daniel 10 fungiert quasi als Prolog zu der detaillierten Vision, die im 11. Kapitel erklärt wird. Obwohl es sich nur um eine Einführung handelt, enthält es „wichtige Fakten in Bezug auf Engel und Dämonen und ihre jeweiligen Interessen am Volk und Werk Gottes“ (s.d. Wood, Daniel, 264).
Die Einstellung der Vision (10,1-3)
10,1. Daniel erhielt diese Vision im dritten Jahr des Kyros, das 536 v. Chr. war. Angenommen, Daniel war ungefähr 15 Jahre alt, als er gefangen genommen wurde (605 v. Chr.), war er zum Zeitpunkt dieser Vision ungefähr 84 Jahre alt. Die Vision handelte von einem großen Konflikt in der Zukunft mit Israel. Er wird in Deu 11,2–12,3 beschrieben wird.
10,2. Möglicherweise trauerte Daniel um die schlechten Bedingungen der zurückgekehrten Gefangenen. Die Samariter waren gegen den Wiederaufbau des Tempels und die Arbeiten wurden eingestellt (Es< 4,5+24). Auch fand im ersten Monat Nissan, dem Auszugsmonat aus Ägypten, kein Passahfest mehr statt. Daniels Trauerzeit dauerte ganze drei Wochen. Er fällt genau in diese Zeit Lev. 23,5-8. Der hebräische Text enthält die Worte „Tageswochen“, um ihn von den „Jahreswochen“ in dem Absatz unmittelbar davor zu unterscheiden (9,24-27).
10,3. Daniel fastete teilweise, lehnte schmackhafte Brotspeisen und andere Speisen wie Fleisch oder Wein ab. Das erinnerte an seine Entscheidung als Teenager mit ca. 15 Jahren, nicht vom Tisch des Königs essen zu wollen (1,8-16). Doch in dieser Zeit ging es nicht darum, wie früher als das Essen damals den Göttern dargebracht worden wäre, sondern um eine geistliche Disziplin, um seine Gebete und die Verbindung zu Gott. Hier ginge es um die Zeit des nicht zu feiernden Passahfestes und auch die Schwierigkeiten des Tempelaufbaus, die die Rückkehrer unter Esra hatten, vor Gott zu bringen.
b. Der Botschafter der Vision (10,4-9)
10,4. Daniel war am Ufer des großen Flusses … her Tigris, etwa 30 Kilometer von Babylon entfernt, als er den himmlischen Boten (Engel des Herrn – Jesus im AT / oder Gabriel?) empfing. Daniel hatte im fortgeschrittenen Alter von 84 Jahren nicht mehr mit den anderen jüdischen Rückkehrern die beschwerliche und anspruchsvolle Reise nach Israel angetreten, sondern blieb im Staatsdienst in Babylon oder weiter über seine Zeit hinaus als Berater tätig.
10,5-6. Daniel sah einen Engel in Gestalt eines gewissen Mannes mit herrlichem Aussehen. Er hat eine Ähnlichkeit mit der Erscheinung Christi in Offb 1,12-16. Vergleichen wir dies hier. Diese Auslegung wird von einigen abgelehnt, weil der Messias keine Hilfe des Engels Michael brauchen würde, wie dieser „Mann“ es hier scheinbar tat.
10,7-9. Das Hebräische macht deutlich, dass Daniel allein die Vision: „Ich sah, Daniel, ich allein.“ Seine Gefährten spürten eine mächtige Gegenwart Gottes, sahen aber nichts, also liefen sie weg und versteckten sich (vgl. auch Apg 9,3-7).
c. Die Hindernisse für die Vision (10,10-13)
10,10-13. Als die Vision zu Daniel kam, war er geschwächt, möglicherweise auch durch sein Fasten. Er fiel durch diese machtvolle Erscheinung in einen tiefen Schlaf oder in Ohnmacht (10,9). Deshalb stärkte dieser „Mann“ den Daniel und teilte ihm mit, dass Gott ihn vom ersten Tag des dreiwöchigen Gebets an erhört und sofort IHN gesandt hatte, um Daniel zu antworten. Einige Interpreten haben den Engel als Gabriel identifiziert, eine aber unwahrscheinliche Schlussfolgerung, da der Text ihn nicht als solchen identifiziert. Dieser „Mann“ war erst nach einundzwanzig Tagen angekommen, weil ihm der Fürst des Königreichs Persien widerstanden hatte. Der persische Fürst musste übernatürlich sein, um sich diesem Mächtigen zu entgegnen, und böse, um sich Gottes Absichten zu widersetzen, bis der Erzengel Michael zur Unterstützung V13 erschien. (Anders bei Jakob, der auch mit dem Engel des Herr die Nacht bis zum Morgen rang und der Engel ihn siegen ließ.)
Hier aber war er ein dämonischer Geist, ein dämonischer Engel am Werk, der versuchte, die politischen Angelegenheiten Persiens zu beeinflussen und sich Gottes Absichten zu widersetzen. Andere Bibelstellen lehren auch von unsichtbaren geistlichen Mächten, die Fürstentümer und Weltmächte beeinflussen (Hes 28,11-19; 2Ko 10,3-4; Eph 6,12). Der „Mann“ konnte den mit Persien verbundenen Dämon erst besiegen, als ihm der Engel Michael, einer der obersten Engelsfürsten Gottes, zu Hilfe kam. Michael (dessen Name bedeutet „Wer ist wie Gott?“) ist der Schutzengel Israels (vgl. Deu 10,21; 12,1; Offb 12,7) und wird im NT als Erzengel, als der erste oder Anführer einer Engelstruppe bezeichnet (Judas 9).
d. Der Zweck des Besuchs der Engel (10,14–11,1)
10,20-21. Als der „Mann“ sich erneut darauf vorbereitete, gegen den Prinzen von Persien zu kämpfen, teilte er Daniel mit, dass er danach auch den Kampf gegen den Prinzen von Griechenland aufnehmen würde, die dämonische Macht, die versucht, das griechische Reich zu kontrollieren und sich Gottes Absichten für diese Nation und Israel zu widersetzen. Dies ist eine Anspielung auf die Vorhersage, dass Griechenland Persien als nächste große Weltmacht folgen würde (8,4-8, 20-22).
Februar 13, 2021
Dezember 6, 2020
Lied an der Orgel, bitte anklicken: Wir warten Dein o Gottessohn und lieben Dein Erscheinen.
Thema: Der kommende Erlöser / Liturgische Farbe: violett
Wochenspruch: „Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.“ (Lk 21,28)
Tagesgebet:
Gepriesener Herr. Du hast die gesamte Heilige Schrift uns zur Belehrung schreiben lassen. Schenke, dass wir sie so hören, überdenken und in unseren Herzen bewegen, dass wir durch die Geduld und den Trost Deines Wortes die selige Hoffnung des ewigen Lebens ergreifen und auch immer festhalten, die Du uns in Jesus Christus, unserem Erlöser, verliehen hast. Amen.
2. Advent – Lukas 21:25-33 -(klicken zum Text)
Ein Bischof wohnte in einem Hotel. Einem nervösen jungen Hotelpage wurde gesagt, er solle ihn mit den Worten wecken: „Mein Herr, es ist der Junge. Es ist Zeit zum Aufstehen!- Als er die Treppe hinaufstieg, wiederholte der Junge wie versteinert diese Worte. Er klopfte an und ging mit den Worten ins Zimmer: „Mein Junge, es ist der Herr, deine Zeit ist abgelaufen!“
Heute ist der zweite Adventssonntag. Advent bedeutet „Ankunft“, und der Predigttext erinnert uns daran, dass wir für das zweite Kommen Jesu bereit sein sollen.
Eines Tages wird sich jeder Jesus stellen müssen. Wir wissen das, weil Jesus es gesagt hat. 32: Wahrlich, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles erfüllt ist. 33: Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. Wenn Jesus sagte, dass diese Generation nicht sterben wird, bis alles erfüllt ist, kann dies zwei Bedeutungen haben, die beide wahr sein können. Eine für die nahe Zukunft, die andere Bedeutung steht noch aus.
Die unmittelbare Bedeutung ist, dass diese Worte Jesu schon zu Lebzeiten für einige seiner Zuhörer ihre Erfüllung finden würden. Jesus hatte in den Versen 20-24 über die Zerstörung Jerusalems nach voriger Belagerung gesprochen. 70 n. Chr., etwa vierzig Jahre später, belagerte die römische Armee unter Titus Jerusalem wegen eines Aufstands einiger Juden. Sie zerstörten die Stadt, hinterließen den Tempel in Trümmern, töteten alle darin. Doch Christen starben nicht in diesem Blutbad, weil sie von der Warnung Jesu wussten, und die Stadt verließen, bevor die Römer in die Stadt Jerusalem einbrachen. Sie wussten von der Lehre Jesu, handelten danach und entkamen der Zerstörung.
Die zukünftige Bedeutung der Worte Jesu ist, dass sich „diese Generation“ auf die jüdische Nation bezieht, und diese wird nicht vergehen, bis sie Zeit hatten, sich auf sein zweites Kommen einzustellen. Auch sie haben die Möglichkeit, die Worte Jesu zu kennen, sie zu ergreifen und der ewigen Zerstörung zu entkommen.
Wenn Jesus wieder auf die Erde zurückkommt, wird dies alle zutreffen. Wenn Jesus wiederkommt, wird er die Lebenden und die Toten richten, wie wir dies im Glaubensbekenntnis bekennen. Niemand wird dann aber entkommen können. Für diejenigen, die Jesus nicht als ihren Retter und Herrn angenommen haben, wird dies für immer zur Trennung von Gott führen.
Aber für die Gläubigen, sagt Jesus, nähert sich Ihre Erlösung.
Das Wort Erlösung beinhaltet die Zahlung einer Gegenwertes, um jemanden freizulassen. Jesus hat dies bereits am Kreuz für uns geleistet, und seitdem viele aus der Sklaverei der Sünde befreit. Dieser Hinweis auf die Erlösung bezieht sich auf die letzten Heilstat Jesu. Er sammelt die Heiligen, um für immer bei Gott im Himmel zu sein. Dann wird es keine Sünde, keine Krankheit, keine Krankenhäuser, kein Corona, Leiden, Tod oder Trauer mehr geben, sondern ein vollkommenes Leben, das in der Gegenwart Gottes und unserer christlichen Mitgeschwistern und Heiligen gelebt wird. Während doch heute viele vor der Pandemie in Schrecken fallen (Vers 26), sollen die Gläubigen ohne Angst zuversichtlich auf ein neues Leben mit Gott in Herrlichkeit hoffen.
Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.
Als Gottes Volk sind wir aufgerufen, uns auf die Worte Jesu zu verlassen. Das betont am zweiten Sonntag der Adventszeit unser Wochengebet. Gottes Worte enthalten Autorität und Ewigkeit. Sie sind heute genauso wahr wie damals, als sie vor 6000 oder 2000 Jahren durch die Propheten und auch von Jesus ausgesprochen wurden. Doch der wunderbare, anfassbare jüdische Tempel, den die Jünger bewunderten, ist heute verschwunden. Auch alle anfassbaren Dinge um uns herum, ein Kirchengebäude, der Gottesdienstraum, die Orgel, , unsere Wohnhäuser, Autos, alle Besitztümer werden nicht bis in die Ewigkeit bestehen. Doch die Worte Jesu und der Propheten werden ewig Bestand haben. Und alle von uns, die sich auf deren Versprechen verlassen, werden für immer bei ihm wohnen. Wir wissen, dass wir allen Verheißungen Jesu vertrauen können, weil sie wie auch diese alle wahr geworden sind.
Warum sollen wir bereit sein?
Damit wir wach und aufmerksam bleiben. Wir lesen dies in den Vers: 28 Erhebet eure Häupter. Anstatt niedergeschlagen und ängstlich zu sein, sollten wir uns aufmerksam umsehen, besonders auf die weltweiten Zeichen der Zeit, und uns auf die Errichtung des Reiches Gottes in seiner ganzen Fülle freuen. Wie sollen wir dann unsere Zeit verbringen? Nicht mit Feiern und Fressen, auf undisziplinierte ausgelassene Treffen einlassen, sondern mit V 36: Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!
Wie sollen wir bereit sein? und…Was sollen wir suchen? Aufmerksam und mit beten.
Woher weißt du, wann der Sommer nahe ist? Manchmal ist es schwer bei jetziger Klimaveränderung dies genau zu sagen, besonders nach extrem trockenen und warmen Jahren! Aber zu Jesu Zeiten konnten die Menschen anhand der Zeichen der Natur erkennen, ob sich der Sommer näherte. Wenn die Blätter sprossen, wird es wärmer. Dann beobachten wir, dass der Sommer bald kommen wird. Jesus sagte seinen Nachfolgern, sie sollten in Vers 36 immer aufmerken. Worauf sie achten sollen, finden Sie in den Versen 25-27, 25: Und es werden Zeichen an der Sonne, am Mond und an den Sternen zu sehen sein. Und auf der Erde wird es Bedrängnis durch die Völker und viel Ratlosigkeit geben; das Brüllen des Meeres und der Wellen spricht von den Menschen, die um die Weltmeere wohnen. 26: Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 27: Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit.
Wir sollten uns besonders der jetzigen weltweiten Zeichen bewusst werden. Aber, wir sollten auch darauf achten, dass wir die Behauptungen, dass Jesus bald zurückkehren wird, nicht ohne weiteres von alten oder neuen Propheten einfach akzeptieren. Die Zeugen Jehovas, Adventisten, gewisse Brüderbewegungen, besonders Freikirchen, dispensationalistische Israelfreunde, Herold Camping (Family Radio), u.v.a. haben bisher falsche Vorhersagen über das zweite Kommen Jesu gemacht. Einige Christen sagen, dass das, was gerade heute in der Welt in der Weltpolitik, der Aufrüstung, die Eroberung des Mondes und des Mars, die weltweite Pandemie, diese Worte Jesu erfüllt und er bald zurückkehren wird. –
Wir können aber auch nicht sagen, dass Jesus nicht bald zurückkehren wird.
Sehen wir aber doch Zeichen dieser weltweit verbreiteten beängstigenden Ereignisse, von denen Jesus hier gesprochen hat? Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einer Welt leben, die den biblischen Gott abgelehnt hat, und dass es aufgrund der Feindseligkeit der Menschen Kriege überall gibt oder bevorstehen. Es gibt auch deshalb Naturkatastrophen, weil wir in einer Welt leben, die mit ihrem Schöpfer wegen ihre Sünde und Missachtung seiner Schöpfung im Kampf liegt. Außerdem leben wir in einer Internetkultur, in der wir Ereignisse auf der ganzen Welt live verfolgen können, und die großen Konzerne über unser Lebens- und Kaufverhalten schon genaue Kenntnis bekommen haben. Vor hundert Jahren wussten oftmals die Menschen nicht was im 10 km entfernten Dorf oder in den nahen Städten los war.
Markus 13:32 Wir sollten uns der Zeichen bewusst sein. Wir sollten aber auch darauf achten, dass wir die Behauptungen, dass Jesus bald zurückkehren wird, nicht ohne weiteres akzeptieren. Die Zeugen Jehovas und andere neue Propheten haben falsche Vorhersagen über das zweite Kommen Jesus gemacht haben. Einige Christen sagen, dass das, was heute in der Welt geschieht, diese Worte Jesu erfüllt und er bald zurückkehren wird.
Ich sage nicht, dass Jesus nicht bald zurückkehren wird. Aber sehen wir nicht alle die weit verbreiteten katastrophalen Ereignisse, von denen Jesus so deutlich gesprochen hat?
Markus 13:32 „Niemand weiß von diesem Tag oder dieser Stunde, nicht einmal die Engel im Himmel, noch der Sohn, sondern nur der Vater.
Deshalb sei auf der Hut! Sei wachsam! Du weißt nicht, wann diese Zeit kommen wird.“
Weil wir nicht wissen, wann Jesus zurückkehren wird, deshalb sollten wir jetzt wachsam sein und beten. Und gleichzeitig sollen wir uns auf diesen besonderen Tag freuen, denn unsere Erlösung und Ankunft des Herrn rückt Tag für Tag und Woche um Woche näher. Amen
November 22, 2020
Letzter Sonntag im Kirchenjahr
Schriftlesungen:
Jeremia 23,5-8; Psalm 39,5-14; Matthäus 25,1-13
Erweckungssonntag oder Gottesdienst zum letzten Sonntag im Kirchenjahr.

Mit dem nächsten Sonntag beginnt das neue Kirchenjahr. Mit welchen Erwartungen gehen wir in die Adventszeit hinein? Wird noch vor Weihnachten mit der Impfung gegen die Coronapandemie begonnen werden? Werden wir Weihnachten alle als Singles erleben müssen, ohne Treffen mit Freunden und Verwandten? Es gibt viele Unsicherheiten. –
Heute feiern katholischen Gläubige den letzten Sonntag im Jahr als Christkönigssonntag, die evangelischen Christen meist als Ewigkeitssonntag. Beide Bezeichnungen haben einen Bezug zueinander jedoch mit etwas anderer Betonung.
Als Anglikaner, (quasi in der Mitte – als Brückenkirche) benutzen wir oft die gleichen alten evangelischen Lesungen, nennen diesen Sonntag aber: „Erweckungs-Sonntag! Oder Wach-auf-Sonntag! Genauer: „Entzünde –unsern Willen-Sonntag“ .
Dies hat mit unserer besondere Kollekte – oder Tagesgebet für diesen letzten Sonntag im Kirchenjahr zu tun:
Wir bitten dich, o Herr, erwecke den Willen Deines gläubigen Volkes, dass es – reichlich Früchte guter Werke bringend – von Dir reichlich dafür belohnt werde. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Dieses Gebet stammt ursprünglich aus dem Sakramentar von Papst Gregor, einer Sammlung von Gebeten für gottesdienstliche Feiern aus dem 6.-7. Jahrhundert.
Dies ist ein Gebet, das hier eine Verbindung zu den kommenden vier Adventssonntagen und deren besonderen Gebeten herstellt. Der im Englischen bekannte Name heißt auch „Stirr up Sonntag“, erinnert uns an die Tradition, den englischen Weihnachtspudding jetzt zu beginnen und ihn in den nächsten Tagen durch die Familienangehörige vorbereiten lassen, indem sie sich in den kommenden Tagen im Rühren des Puddings dabei abwechseln.
Sollte nicht unser Leben solch ein Pudding sein, in dem besonders Gott (und auch andere verantwortliche Gläubige) abwechselnd unser Leben umrühren sollten, damit der rechte Lebenspudding entsteht? Werden wir nicht in der Coronazeit mächtig umgerührt? Lassen wir und dadurch und durch unseren Gemeindehirten bewegen, dass ein guter Lebenskuchen bei uns entsteht?
Unser Wochengebet besteht aus drei Punkten:
Gott soll:
Nun sagen wir: „Des „Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Gewöhnlich alles, was der Mensch vornimmt, das erreicht er auch. Aber, was er nicht will – keinen Bock drauf hat – das bleibt liegen. So war es auch mit dem alten Gottesvolk. Die meisten blieben ungläubig und erreichten nicht das Gelobte Land, damals und auch später waren sie immer rebellisch und taten ihren eigenen Willen, obwohl sie Gott anrührte, erwecken wollte. So heißt es auch, wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Und weiter: Aber, sie haben nicht gewollt. Auch hören wir von den 10 NT Aussätzigen, dass nur ein Samariter erweckt wurde , zurückkam und Jesus dankte, dass nur Zachäus sich vom stolzen Baum herabrufen ließ, dass allein Paulus vom hohen Ross fiel und seinen Willen Gottes Willen unterordnete.
Die heutige Evangeliumslesung Mt 25,1-13 spricht von den fünf gläubigen und willigen Jungfrauen. Ihr Wille war bereit, dieser hatte auch vorgeplant, und sie ließen sich aufwecken. Dieser Erweckungs-Sonntag“ ist ein Weckruf an deinen Willen. Wozu? Zu einer echten Erweckung. Auch von Christus hören wir es vorbildhaft, was beständige Erweckung ist: Vater, deinen Willen tue ich gern, dein Wort habe ich in meinem Herzen. – Weiter: Gott schafft das Wollen und Vollbringen. Er kann dich gerade in dieser Jahres- oder Lebenszeit erwecken, anzünden und dein Leben endlich total umrühren. Er sagt: Gib mir mein Sohn, meine Tochter dein Herz. Das ist der Sitz deines Willens. Gott will deinen Willen erwecken. Du kannst zwar sagen: Ok. Wie beim Wecker. Ich habe ihn gehört! Aber, ich drehe mich nochmals um im Lebensbett, oder drücke noch mal die Austaste, drücke einfach ab. Damit bleibst du unerweckt. Doch Gott will uns erwecken und entzünden, nicht kurzfristig unsere Emotionen, sondern zuerst unseren bleibenden Willen. Bist du bereit geistlich aufzustehen? Wozu auch?
2. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.
Das Christenleben ist kein bloßes Gedankenspiel, sondern etwas Handfestes. Die Frucht entsteht bei den Gläubigen nicht so sehr in ihren Gedanken oder in ihren Gefühlen, Eindrücken, noch in ihrer Begeisterung und in Worten, sondern als Frucht werden ihre guten Werke bezeichnet. Es soll etwas Sichtbares und Anfassbares entstehen, Zuhause, bei Verwandtschaft, in der Schule und am Arbeitsplatz. Bei uns selbst, für die Christus sein bestes Werk am Kreuz vollbracht hat, – Schmerzlich und anfassbar – hier sollen aus Glauben und Dankbarkeit Frucht entstehen. Einmal ist das die Frucht des Geistes, der gute Charakter Christi in uns (Gal 5,22), und dann die guten Werke sind das Ergebnis. Das sind Liebestaten, weil Er uns zuerst geliebt hat. Darauf schaut doch unser Herr!
Die bösen Werke aus dem Fleisch, die sind auch erfassbar: Wie Streit, Unzucht, Feindschaft, Götzendienst, Unsittlichkeit, Trink- und Fressgelage. Dies ist das Gegenteil von guten Früchten. Wollen wir uns jedoch entzünden lassen zu den göttlichen Liebeswerken, gerade in einer Zeit, wo es dunkler wird, wo unsere Weltregierungen Tausende Milliarden Schulden wegen Corona anhäufen, wo Krisen, Stürme, Hoffnungslosigkeit und Unsicherheit sich breit machen. Da lasst uns einander und anderen Hilfsbedürftigen helfen, je nach unserem Vermögen. Also praktisch: Alte, Kranke, Gefangene und Asylsuchende besuchen, helfen, die eigene Ortsgemeinde regelmäßig und in ihrer Evangelisation unterstützen, besonders aber die Liebeswerke Zuhause und bei unseren Nächsten entfalten helfen, ohne aufs Geld oder die eigene Zeit zu sehen.
Zu welcher neuen Einstellung, Hilfe und welchem Einsatz, welchem Gutes tun, lässt du deinen Willen entzünden? Dann aber folgt:
3. Wir sollen reichlich belohnt werden.
Ist es denn unchristlich auf Lohn oder Ehrung zu hoffen? Nein. Es ist gerade notwendig, dass wir wissen, unser Handeln aus Liebe ist nicht sinnlos, sondern es hat einen Ewigkeitswert. Es ist gerade biblisch und von Gott gewollt, dass wir auch auf die Belohnung von Gott schauen.
Abraham wartete auf die Stadt mit ewigen Grundmauern im Himmel, Sarah auf die Verheißung ihres Sohnes, Nachkommen, wie Sterne am Himmel zu besitzen.
Mose hielt die Schmach des Messias für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er dachte an den zukünftigen Lohn.
Denken wir an alle die Gleichnisse Jesu, die von Belohnung sprechen, auch an die Worte des Paulus, dass unser Lohn im Himmel ist, dass wir Kronen empfangen werden, und wie Daniel bemerkte, dass einige Lehrer glänzen werden wie des Himmels Glanz.
Wollen wir auf die Verheißung Gottes schauen, dass wir reich belohnt werden sollen. Dass dies uns dann auch motiviert, reich zu werden an Liebeswerken, das ist doch klar.
Doch vorrangig gilt für uns, dass Gott unseren guten Willen entzündet, besonders am letzten Sonntag im Kirchenjahr, damit wir im kommenden christlichen Jahr, dem Kirchenjahr, viele sichtbare Früchte bringen, weil unser Wille durch den Heiligen Geist echt erweckt wurde. Das ist echte Erweckung.
Wollen wir den“ Erweckungs-Sonntag, den
„Entzünde- unseren Willen-Sonntag“ fest im Herzen behalten. Amen.
September 27, 2020
Erntedankgottesdienst 10.30 Uhr Haus Rhönblick

„Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (Ps 106,1)
1. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: Der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Chorus: Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn; drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm dankt und hofft auf ihn!
2. Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behände in unser Feld und Brot: Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott.
3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm, das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.
4. lässt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er lässt die Winde wehen und tut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot.
Allgemeines Schuldbekenntnis
Barmherziger Vater! Wir bekennen, dass wir gegen Dich gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken, durch das, was wir getan und unterlassen haben. Wir haben Dich nicht von ganzem Herzen geliebt; wir haben unsre Nächsten nicht wie uns selbst geliebt. In Reue und Demut bekennen wir unsre Schuld. Um Deines Sohnes Jesu Christi willen, sei uns gnädig und vergib uns unsre Verfehlungen, dass wir Deinen Willen freudig erfüllen und auf Deinen Wegen wandeln. Zur Ehre Deines Namens. G Amen.
Der allmächtige Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit Vergebung der Sünden allen verheißen, die sich in aufrichtiger Buße und wahrhaftigem Glauben zu ihm wenden. Der Herr erbarme sich über euch: Er vergebe euch und befreie euch von all’ euren Sünden; er bewahre und stärke euch in allem Guten und führe euch zum ewigen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
G Amen.
Wechselspruch
Z Der Herr sei mit euch!
G Und mit deinem Geist!
Z Lasst uns beten!
Vaterunser- singen
Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Z Herr, tue unsere Lippen auf,
G dass unser Mund Deinen Ruhm verkündige.
Halleluja! Lobet den Herrn! / Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding,
ihn loben ist lieblich und schön.
Der Herr baut Jerusalem auf
und bringt zusammen die Verstreuten Israels.
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind,
und verbindet ihre Wunden.
Singt dem Herrn ein Danklied
und lobt unseren Gott mit Harfen,
Der den Himmel mit Wolken bedeckt / und Regen gibt auf Erden;
der Gras auf den Bergen wachsen lässt,
der dem Vieh sein Futter gibt,
den jungen Raben, die zu ihm rufen.
Preise, Jerusalem, den Herrn;
lobe, Zion, deinen Gott!
Denn er macht fest die Riegel deiner Tore
und segnet deine Kinder in deiner Mitte.
Er schafft deinen Grenzen Frieden
und sättigt dich mit dem besten Weizen.
L Wort des lebendigen Gottes.
G Dank sei Gott.
1. Die Ernt ist nun zu Ende, der Segen eingebracht, woraus Gott alle Stände satt, reich und fröhlich macht. Der treue Gott lebt noch, man kann es deutlich merken an so viel Liebeswerken, drum preisen wir ihn hoch.
2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn unsre Bitte getan, was uns gefällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, dass jeder sicher wohnt.
2. Lesung – Mt 26,25-34 (Lesung im Internet anklicken)
L Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nach Mt. Im 26.Kap
G Ehre sei Dir o Herr.
L Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus
G Lob sei Dir O Christus.
Apostolikum sprechen (Glaubensbekenntnis)
Bekanntmachungen
Lied – Fortsetzung
4. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, dass uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden; Herr Gott, wir danken dir.
5. Zum Danken kommt das Bitten: Du wollest, treuer Gott, vor Krankheit uns behüten und aller andern Not. Regier die Obrigkeit, erhalte deine Gaben, dass wir uns damit laben, gib friedevolle Zeit.

Mit leeren oder vollen Händen vor Gott stehen Deu / 5 Mose 26,1-14
Einleitung:
Große Versprechen von Politikern und Staatsmännern vor & nach einer Wahl.
Das Versprechen der AT Gläubigen:
Sie sind aus Ägypten, dem Sündenland, ausgezogen, und ins heile Land eingezogen: Jetzt in Kanaan! Überfluss, gutes Land! Sie bringen ihr Versprechen des jährlichen 10ten; freiwillige Opfer und den Dreijahreszehnten an Witwen und Waisen!
Eine Behauptung 1
Was wäre ein Kommen zum Harvestfest / Pfingsten – oder später Laubhüttenfest ohne Erntedankopfer, ohne Korb, ohne den Zehnten, einfach mit leeren Taschen? „Ich habe das Portemonnaie vergessen, bzw. bin nur mit Cent oder Knöpfen eingetroffen!“. Ist das die richtige Vorbereitung zum Erntedankfest? Nein! Auch die Klingelbeutel, kling Glöckchen klingelingeling, liebte Gott schon damals nicht, von denen, die den ganzen Monat an sich nur an sich denken und dann noch knausrig den Rest roter Füchse in den Tempelstock warfen. Denn ein Gottesdienst ohne Opfer im Zentrum ist vor Gott ungültig. Gottesdienst muss immer einen Opfercharakter haben. Er darf schon etwas weh tun. Nur die Idee im Kopf haben, aber kein Opfer in der Hand zum Gottesdienst, ist kein Gottesdienst. Hingabe als Zentrum, Hingabe als Resultat – die Tat ist gefragt.
Behauptung 2
OK. Dann komme ich halt zum Gottesdienst und habe ein raschelndes Opfer (einen Scheck oder Scheine) mitgebracht. Frage? Hat dies Gott nicht besonders lieb? Ja, das stimmt schon! Es heißt in der Schrift: „Bringt den ganzen Zehnten in Kornhaus, damals den Priestern im Tempel und damit Gott. Mal 3,9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle
Aber, was ist, wenn ein handfestes Opfer, ein voller Erstlingskorb gebracht wird, wenn aber dabei die rechte Einstellung, das rechte Motiv, das rechte Bekenntnis zum Opfer bringen fehlt? Ohne echtes Bekenntnis zum handfesten Opfer, ohne den Mund zum Bekenntnis zu öffnen, ohne Herz, ist mein Opfer wertlos und der Gottesdienst sinnlos wie etwa: „Ich nehme dich als meine rechtmäßige Frau, meinen rechtmäßigen Mann hier im Wald oder auf der Wiese, ohne Standesamt oder Pfarrer und Zeugen. Ohne ausgesprochenes Bekenntnis vor Zeugen, geht nichts.
Also gehört neben dem rechten Opfer zum Gottesdienst auch das rechte Bekenntnis.
Das geforderte Bekenntnis zum Dankopfer ist aber das meiner Bekehrung: Jeder Israelit bekannte persönlich, das er geknechteter Sklave in Ägypten war und 7 Tage ununterbrochen für andere Götter, anderen König im fremden Land arbeitete, ohne je Aussicht auf Freiheit zu erhoffen: hoffnungslos, rechtlos, ziellos, heimaltlos als Aramäer, in Ägypter oder Babylonien.
Doch ohne ihr Zutun, ihre Leistung oder ihr Gutsein griff nun Gott ein. Durch Schrecken und Wunderzeichen entriss er das Volk dem Machtbereich des Bösen und der Sklaverei Ägyptens und brachte sie in das versprochene Land Kanaan, in dem Milch und Honig fließt. Und nun, nach 40 Jahren feierten sie nicht nur den neuen Nationaltag der Freiheit, nicht den „3. Oktober“, sondern das Harvestfest, das Dankfest des Landes und der Früchte, das wahre himmlische Oktoberfest Gottes.
Sie legten hier ihr persönliches Bekenntnis ab: Ich war Slave und heimatlos, nun bin ich Befreiter und mit Recht auf Boden und Heimat. Und diese Heimat, dieser Boden hat mir Früchte über Früchte, Ertrag über Ertrag gebracht.
Ist dies auch Dein Bekenntnis?
Ich bekenne, dass ich von Gott getrennt und ohne Gemeinschaft um seinen Tisch lebte, sondern saß am Tisch der Spötter, Lacher und Egoisten. Ich lebte in der Sklaverei von Satan, Sünde und Selbstlust, liebte allein nur mich, dachte allein an mich.
Doch dann, wie durch ein Wunder, wurde ich von den 3 S meines Lebens überführt und erkannte Jesus, meinen Heiland, meinen Retter, der mich aus der Selbstzerstörung, aus dem Strudel des Egoismus herausriss! Er hat sich für mich geopfert, hingegeben. Ihn hat es alles gekostet. Er, der von keiner einzigen Sünde, keinem einzigen Fehler in seinem Leben wusste, weder Gott und den Menschen gegenüber, ER wurde für mich zur Sünde und zum Sünder gemacht, durch meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld. Das ist das zentrale Opfer. Ich bin Ihm so dankbar, ich möchte das Prinzip des Opferns auch in meinem Leben entstehen lassen, mir zu Eigen machen. Auch ich bringe nun meinen Korb, gefüllt mit dem Ersten und Besten jeden Monats, immer dann, wenn ich einen Ertrag bekomme auch Dankbarkeit. Und das tue ich gern.
Dies ist mein aufrichtiges Bekenntnis, wenn ich zum Gottesdienst gehe, wenn ich im Gottesdienst stehe. Ich komme und stehe nicht mit leeren Händen vor meinem Gott, ich komme vorbereitet und habe mir überlegt, was ich für ein Opfer bringen will. Und zweitens, bringe ich dieses Opfer, weil ich ein persönliches Bekenntnis zu meiner Bekehrung habe. Ich war verblendeter Sklave im Reich Satan, gebunden und hoffnungslos, dann aber erkannte ich Jesus meinen Retter am Kreuz zu meiner Erlösung, und zur Erneuerung meines Lebens. Nun singe ich dankbar: Ich bin erlöst.
Nun komme ich, um Gott meine Opfer zu bringen, mich selbst und meine empfangenen Erträge des Lebens. Eigentlich gehört Gott alles. Aber er möchte nur den 10ten als Anteil meiner Erträge, die ihm gehören. Dieser wird den Priestern zum Dienst und durch sie den Witwen und Waisen, den Bedürftigen gegeben.
Das war zur Zeit Israels schon so, dies war zur Zeit der Apostel gültig. Die Apostel brachten diese wiederum den Diakonen zur Verteilung an die wirklich Bedürftigen.
Auch wir sind eingeladen, aus Dankbarkeit und Liebe zu unserem Herrn mehr Zeit, Geld und Kraft in das Haus Gottes, seine Gemeinde, zu bringen und dieses Opfer mit unserem persönlichen Bekenntnis zu unterstreichen.
„Denn einen fröhlichen Geber, jemand mit einem echten Bekenntnis – vom Versklavten zum Befreiten – diesen hat Gott besonders lieb. AMEN.
___________________________________________________________________________
1. Brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus.
2. Such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort, sing mit den Traurigen ein Lied.
3, Teil mit den Einsamen dein Haus, such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort.
4, Sing mit den Traurigen ein Lied, teil mit den Einsamen dein Haus, such mit den Fertigen ein Ziel, brich mit den Hungrigen dein Brot.
Z Der Herr sei mit euch!
G Und mit deinem Geist!
Z Lasst uns beten!
Fürbitten
Z Herr, rette Dein Volk und segne Dein Erbteil.
G Regiere und erhöhe es in Ewigkeit.
Z Dich preisen wir jeden Tag;
G und beten Deinen Namen an jetzt und immerdar.
Z Bewahre uns heute, Herr, vor aller Sünde.
G Erbarme Dich über uns, Herr, erbarme Dich.
Z Herr, lass Deine Barmherzigkeit über uns herrschen,
G Denn auf Dich, Herr, vertrauen wir.
Z Auf Dich allein setzen wir unsere Hoffnung.
G Bei Dir werden wir niemals enttäuscht. Amen.
Tagesgebet
Gebet um äußeren Frieden
Gott,Du bist der Friedensstifter und liebst die Eintracht. Dir zu dienen heißt mit Dir zu herrschen. Dich zu kennen ist das Leben. Verteidige uns, Deine Diener, in den Angriffen unserer Feinde, damit wir – im festen Vertrauen auf Deinen Schutz – uns vor ihrer Gewalt nicht fürchten brauchen. Durch die Macht Jesu Christi, unseres Herrn.
G Amen.
Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. G Amen
Allmächtiger Gott! Du hast uns jetzt Gnade verliehen, Dir unsere gemeinsamen Gebete einmütig darzubringen und uns verheißen, wenn zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind, sie zu erhören. Erfülle nun, o Herr, die Wünsche und Bitten Deiner Diener, wie es uns am heilsamsten ist; und schenke uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit und in der zukünftigen das ewige Leben.
G Amen.
Z Lasst uns den Herrn preisen.
G Dank sei Gott, dem Herrn.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!
G Amen.
Chorus: Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn, Sorgen, Freuden, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn. Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.
1. Keiner, der nur immer redet; keiner, der nur immer hört. Jedes Schweigen, jedes Hören, jedes Wort hat seinen Wert. Keiner widerspricht nur immer; keiner passt sich immer an. Und wir lernen, wie man streiten und sich dennoch lieben kann.
2. Keiner, der nur immer jubelt; keiner, der nur immer weint. Oft schon hat uns Gott in unsrer Freude, unsrem Schmerz vereint. Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last. Jedem wurde schon geholfen; jeder hat schon angefasst.
3. Keiner ist nur immer schwach, und keiner hat für alles Kraft. Jeder kann mit Gottes Gaben das tun, was kein andrer schafft. Keiner, der noch alles braucht, und keiner, der schon alles hat. Jeder lebt von allen andern; jeder macht die andern satt.
Am Ausgang Sammlung für

Missionar Pubudo – Sri Lanka

September 6, 2020
Ewigkeit im Herzen mit Barmherzigkeit in den Händen!
Die rechte Theologie im Kopf, ein unempfindsames Herz, zwei linke Hände für den Nächsten. Ist solch ein Mensch für die Ewigkeit gerettet?
Predigt auf YouTube:
13. Sonntag nach Trinitatis – Lukas 10,25-37
Der Barmherzige Samariter
Der Schriftgelehrte, der gelernte Theologe und Rabbiner wollte Genaueres von Jesus Christus über diese Ewigkeitsfrage wissen. Denn das Gewissen sagt allen, dass es einen Gott gibt. Und die genauere Frage um die Ewigkeit und den Einsatz für die Ewigkeit steht doch jedem Menschen im Herzen geschrieben, besonders wenn er wie der Pharisäer hier fragt: Was muss ich tun, um das ewige Leben zu ererben?
Ist das auch Deine Frage? Gibt deine Kirche und Gemeinde heute darauf noch regelmäßige Antworten? Oder beschäftigen sich die Kirchen heute eher mit folgenden Themen: Wie können wir noch die Welt retten? Nämliche die Wale, die Eisberge oder die Gletscher retten, aber nicht die ca. 500.000 jährlich abgetriebenen Kinder.
Doch Jesus erkennt in unserer Erzählung, dass der Pharisäer, der sich in allen theologischen Fragen auskennt, ein anderes Problem mit sich herumträgt. Jesus erkennt die tiefere Frage in seinem Herzen, die Ungewissheit, die mit der persönlichen Ewigkeit zusammenhängt. Die zweite Frage, die damit verbunden ist, Gott zu lieben, ist die Alltagsliebe, nämlich: Wer ist denn mein Nächster? Weil Jesus den Mangel der Herzensliebe bei ihm entdeckt, deshalb erzählt er dem Pharisäer sofort die belehrende Geschichte vom Barmherzigen Samariter.
Denn solange dieser noch nach: Wer ist denn mein Nächster? fragt, schließt er einen Personenkreis, eine Volkschicht von sich aus. Denn damit sind für ihn nur solche Nächste, die er sich selbst aussucht.
Der Pharisäer ahnt bereits hier, dass er nicht das Liebesgebot zum Nächsten ganz erfüllt und deshalb zu kurz kommt. Jesus beantwortet nun nicht seine Frage damit, dass er ihm eine bestimmte Gruppe von Leuten vorstellt, die er zusätzlich lieben soll. Nein, er zeigt uns mit diesem Gleichnis, welches die unterschiedliche Beachtung eines hilfsbedürftigen Menschen herausstellt, dass die rechte Frage nicht lauten soll: Wer ist mein Nächster, sondern Wie werde ich – durch mein inneres Bewegt-Sein – einem Bedürftigen zum Nächsten.
Diese Frage wollen wir uns auch stellen. Wir lernen, dass die Samariter Menschen waren, die von den Juden verachtet und gehasst wurden. Sie wurden wie Ausländer oder Migranten behandelt, waren ein Mischvolk, Menschen zweiter Klasse. Wir könnten auch sagen, viele Pharisäer waren damals schon Rassisten. Doch dieser verachtete Samariter kümmert sich nicht um Fremdenhass, um Verachtung, er denkt auch nicht daran, dass er vielleicht Zeit, Geld und seine Kraft vergeudet. Nein, dem Samariter geht es darum, die jetzige Not, die er vor seinen Augen sieht, die ihn innerlich trifft, sofort selbst zu lindern. Sein innerstes Mitgefühl drängt ihn dazu. Er kann nicht anders. Er selbst muss dem Bedürftigen zum Nächsten werden.
Kennen wir solch ein Mitgefühl, angezündet durch die Ewigkeit, durch unsere Liebe, die von Gott kommt?
Als ich in Marburg noch Theologie studierte, traf ich Jutta Herzog, 67 Jahre alt. Sie war Diabetikerin. Ich hatte sie mit Unterzucker und beinahe Bewusstlosigkeit ins Krankenhaus gefahren. Dann stieg der Zucker wieder auf 400. So befand sie sich in Wehrda. Ihr war selbst nicht wohl zumute. Doch in der zweiten Woche sah sie eine 85jährige ausgelaugte Müllersfrau, die in ihrer Blütezeit Zentnersäcke getragen hatte, im Flur sitzen. Das Herz jener Frau war sehr erweitert. Sie konnte nur noch mit Mühe gehen. Niemand kümmerte sich um sie. Doch Jutta näherte sich ihr, nahm sie in den Arm und spazierte trotz ihrer Krankheit täglich eine Zeit mit ihr im Krankenhaus durch die langen Flure. Jutta wurde dieser 85-jährigen Müllerin zum Nächsten. Sie konnte nicht anders, sie musste ihr zur Nächsten werden. Sie war für die alte Müllerin ihre barmherzige Samariterin.
So gibt es noch viele Beispiele in der alten und neuen Kirchengeschichte, wie auch die Samariterin Mutter Theresa, die vor 20 Jahren starb.

Gerade heute in der unsicheren und uns einengenden Coronazeit, finden wir Menschen, die verzweifelt, unsicher, bedrückt und hilflos sind, privat in engen Sozialwohnungen, Altenheimen, Krankenhäusern oder auch öffentlich im Alltag und am Arbeitsplatz.
Sollten wir nicht besonders dort unsere Ewigkeit im Herzen in unsere feinfühligen Hände fahren lassen? Auch wir sind aufgerufen, wieder barmherzige Samariter zu werden.
Wollen wir uns fragen, wie wir unserem Nachbarn und jenen, denen wir täglich begegnen, zum Nächsten werden können. Erkennen wir denn deren Not? Lassen wir es nicht so weit kommen, wie es kürzlich geschah, dass eine verzweifelte Mutter ihrem und ihrer Kinder Leben ein Ende setzte.
Wie werde ich dem Anderen zum Nächsten?
Doch wenn ich innerlich frei von mir selbst bin und einen Blick und ein Herz für meinen Nächsten habe. Ich kann ihm meine Zeit und mein Ohr schenken, ihm trotz Maske, einen freundlichen Blick, ein hörendes Ohr und ein freundliches Wort schenken, auch im Abstand ihm nahe sein und mit ihm spazieren gehen.
Wie wichtig ist es, dass freundliche Samariter durch Gottes Liebe das Leid und den Schmerz des Anderen erkennen. Wollen wir vermehrt darauf achten: Wo ist denn dieser Nachbar in Not?
Wollen wir uns durch den Heiligen Geist zeigen lassen, wie wir barmherzige Samariter in der Coronazeit werden können!
Gebe Dich als liebender Mitmensch zu erkennen. Und zeige dich doch als Nächster in deinem Handeln, nämlich dass Dich das ewige Leben, die Liebe zu Gott erfasst hat.
Lass dich an deinem Tun erkennen, dass du der Nächste für einen Menschen in Not bist. Amen
Mai 31, 2020
1. O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer
den Herrn bekennen kann.
2. O du, den unser größter
Regent uns zugesagt:
Komm zu uns, werter Tröster,
und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen
und glaubensarmen Zeit
die scharf geschliffnen Waffen
der ersten Christenheit.
3. Unglaub und Torheit brüsten
sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten
mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen,
Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien
von aller Menschenscheu.
4. Es gilt ein frei Geständnis
in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis
bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde Toben,
trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben
das Evangelium.
Lasst uns dem allmächtigen Gott demütig unsre Sünden bekennen!
Allgemeines Schuldbekenntnis
Barmherziger Vater! Wir bekennen, dass wir gegen Dich gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken, durch das, was wir getan und unterlassen haben. Wir haben Dich nicht von ganzem Herzen geliebt; wir haben unsre Nächsten nicht wie uns selbst geliebt. In Reue und Demut bekennen wir unsre Schuld. Um Deines Sohnes Jesu Christi willen, sei uns gnädig und vergib uns unsre Verfehlungen, dass wir Deinen Willen freudig erfüllen und auf Deinen Wegen wandeln. Zur Ehre Deines Namens. G Amen.
Der allmächtige Gott hat in seiner großen Barmherzigkeit Vergebung der Sünden allen verheißen, die sich in aufrichtiger Buße und wahrhaftigem Glauben zu ihm wenden. Der Herr erbarme sich über euch: Er vergebe euch und befreie euch von all’ euren Sünden; er bewahre und stärke euch in allem Guten und führe euch zum ewigen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
G Amen.
Wechselspruch
Z Der Herr sei mit euch!
G Und mit deinem Geist!
Z Lasst uns beten!
Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Z Herr, tue unsere Lippen auf,
G dass unser Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gloria patri
Z Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
G Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Z Lobt den Namen des Herrn!
G Der Name des Herrn sei gelobt!
24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
25 O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen!
26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN.
27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.
29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
L Wort des lebendigen Gottes.
G Dank sei Gott.
1. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,
des Gehorsams und der Zucht,
Schöpfer aller Gotteswerke,
Träger aller Himmelsfrucht,
Geist, der einst der heilgen Männer,
Kön’ge und Prophetenschar,
der Apostel und Bekenner
Trieb und Kraft und Zeugnis war:
2. Rüste du mit deinen Gaben
auch uns schwache Kinder aus,
Kraft und Glaubensmut zu haben,
Eifer für des Herren Haus;
eine Welt mit ihren Schätzen,
Menschengunst und gute Zeit,
Leib und Leben dranzusetzen
in dem großen, heilgen Streit.
.9. Geist des Glaubens, Geist der Stärke,
des Gehorsams und der Zucht,
Schöpfer aller Gotteswerke,
Träger aller Himmelsfrucht,
Geist, du Geist der heilgen Männer,
Kön’ge und Prophetenschar,
der Apostel und Bekenner:
auch bei uns werd offenbar!
2. Lesung – Apg. 2,1-13
L Wort des lebendigen Gottes.
G Dank sei Gott.
Apostolikum
Ich glaube an Gott, an Jesus Christus, an den Heiligen Geitst
… Amen.
EG S. 566
1. Der Geist des Herrn erfüllt das All
mit Sturm und Feuersgluten;
er krönt mit Jubel Berg und Tal,
er lässt die Wasser fluten.
Ganz überströmt von Glanz und Licht,
erhebt die Schöpfung ihr Gesicht,
frohlockend: Halleluja.
4. Der Geist des Herrn durchweht die Welt gewaltig und unbändig;
wohin sein Feueratem fällt,
wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit
in seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja.
Wechselspruch
Z Der Herr sei mit euch!
G Und mit deinem Geist!
Z Lasst uns beten!
Fürbitten
Z Herr, rette Dein Volk und segne Dein Erbteil.
G Regiere und erhöhe es in Ewigkeit.
Z Dich preisen wir jeden Tag;
G und beten Deinen Namen an jetzt und immerdar.
Z Bewahre uns heute, Herr, vor aller Sünde.
G Erbarme Dich über uns, Herr, erbarme Dich.
Z Herr, lass Deine Barmherzigkeit über uns herrschen,
G Denn auf Dich, Herr, vertrauen wir.
Z Auf Dich allein setzen wir unsere Hoffnung.
G Bei Dir werden wir niemals enttäuscht.
Tagesgebet
Gebet um äußeren Frieden
Gott,Du bist der Friedensstifter und liebst die Eintracht. Dir zu dienen heißt mit Dir zu herrschen. Dich zu kennen ist das Leben. Verteidige uns, Deine Diener, in den Angriffen unserer Feinde, damit wir – im festen Vertrauen auf Deinen Schutz – uns vor ihrer Gewalt nicht fürchten brauchen. Durch die Macht Jesu Christi, unseres Herrn.
G Amen.
Herr, unser Gott, allmächtiger und ewiger Vater. Du hast uns sicher den Anfang dieses Tages erleben lassen. Beschütze uns heute mit Deiner mächtigen Kraft und gib, dass wir in keine Sünde fallen, noch in irgendeine Gefahr geraten, sondern dass all unser Verhalten unter Deiner Leitung steht und Dir wohl gefällt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
G Amen
Allmächtiger Gott! Du hast uns jetzt Gnade verliehen, Dir unsere gemeinsamen Gebete einmütig darzubringen und uns verheißen, wenn zwei oder drei in Deinem Namen versammelt sind, sie zu erhören. Erfülle nun, o Herr, die Wünsche und Bitten Deiner Diener, wie es uns am heilsamsten ist; und schenke uns in dieser Welt die Erkenntnis Deiner Wahrheit und in der zukünftigen das ewige Leben.
G Amen.
Z Lasst uns den Herrn preisen.
G Dank sei Gott.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!
G Amen.
Bekanntmachungen & Kollekte
1. Schmückt das Fest mit Maien,
lasset Blumen streuen, zündet Opfer an;
denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn!
Nehmt ihn ein, so wird sein Schein
euch mit Licht und Heil erfüllen
und den Kummer stillen.
2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat,
starker Gottesfinger, Friedensüberbringer,
Licht auf unse rm Pfad: Gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns deine teuren Gaben zur Genüge laben.
3. Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor;
gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben.
April 10, 2020

Zweck des Kreuzweges
Kreuzwege werden errichtet, damit die Gläubigen den Leidensweg des Herrn betrachten und so besser mit IHM teilnehmen. Die Einweihung findet heute am Gedenktag des Todes Jesu statt.
Uns soll damit bewusst werden, dass unsere Nachfolge Christi das Kreuz einschließt gemäß dem Wort des Herrn:„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“(Mt 16,24).
Die Bilder stammen von Bronzeskulpturen einer anglikanischen Kirche in Orlando, Florida, USA. Texte: aus Gotteslob, Ev. Gesangbuch, Bibel
V Herr Jesus Christus, wir sind gekommen, um betend deinen Kreuzweg nachzugehen, den du vom Haus des Pilatus bis hinauf nach Golgatha gegangen bist. Dankbar betrachten wir das große Erbarmen, mit dem du unsern Ungehorsam gesühnt und unsere Sünden getilgt hast. In dieses Erbarmen empfehlen wir unsere Lieben und alle Menschen und auch uns selber mit unseren Sünden und unserm Leid.
Heiliger Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, unsterblicher Gott!
A Erbarme dich unser.
EG Lied 86,1+2
Vor Pilatus

V Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A Denn durch deinen Kreuzestod hast du die Welt erlöst.
L Der Richter der Welt steht vor dem Gericht der Menschen. Hasserfüllt verlangt die verhetzte Menge seinen Tod. Aus Menschenfurcht fällt Pilatus das ungerechte Urteil. Jesus aber steht gebunden da und schweigt. —
V Er lästerte nicht, da er gelästert wurde, und drohte nicht, da er litt.
A Er überließ sich dem, der ihn ungerecht verurteilte.
V Er ist geopfert worden, weil er selbst es gewollt hat.
A Seinen Mund hat er nicht aufgetan.
Stille