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Samariter

Der barmherzige Smariter  –

Eine  heilsgeschichtliche Deutung,

die zum Handeln führt.

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Das Leben des uns hier auf aufgezeichneten Menschen, des Wundgeschlagenen, ist sein persönlicher Heilsweg zu Gott.

Wie beim verlorenen jüngeren Sohn, so zeigt uns auch diese Erzählung die Geschichte der gesamten Menschheit von Adam bis heute (1. Kor 2,13). Sie ist damit auch meine persönliche Geschichte. Unsere Rallye beginnt:  Wir werden 16 Stationen anfahren und dann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.

1. Jerusalem     –    Paradies/ Stadt Gottes – Jerusalem droben

Adam unser Vorvater hatte die gesamte Menschheit in seinen Lenden. Er und du befanden sich zuerst im Paradies, vollkommen im Bunde Gottes, vollkommen im Ebenbilde Gottes, teilhaftig der göttlichen Natur. Du stammtest ursprünglich aus dem himmlischen Jerusalem aber. – Aber auch Christus, der neue Adam, kam vom Himmel her. Er hatte nach dem Sündenfall den Himmel verlassen und ist hinab nach Jericho, den untersten Orten der Erde gegangen.

  1. Jericho – Der Kosmos oder die gefallene, geschmückte Welt

Du aber machtest dich freiwillig auf den Weg, aus eigenem Entschluss auf die „27 km lange Reise nach Jericho“. Adam hat mit dir das Paradies verlassen. Der Weg ging oft steil und über Klüfte abwärts. Über 1000 Meter legtest du in die Tiefe zurück. Du ließest dich dabei immer von deinem eigenen Willen, deinen eigenen Wünschen, deinem eigenen Freiheitsstreben, deinen eigenen Vorstellungen, deinem eigenen Verstand leiten. Du wurdest nicht durch Gott, sondern durch Satan nach Jericho weggelockt. Du gingst ganz nach Jericho hinein, das 257 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Jericho ist die Welt, der Kosmos, geschmückt mit Palmen und geziert und geordnet, nicht aber nach dem Willen Gottes. In der „Weltstadt“ finden wir alle die Verführungen, die grausigen Videofilme, die heißen Sexbilder und Schundromane, die schillernde Welt der vollen Verkaufshäuser, die Freiheit der Handys und des Internets. Nun, Jericho ist heute eine Palästinenserstadt. Doch denken wir daran: Jericho wurde gleich zu Beginn von Josua zerstört. Hier in dieser Weltstadt wird die göttliche Natur, das Ebenbild Christ, der ursprüngliche heilige Charakter des Menschen solange angegriffen, bis er dort halbtot im Dreck liegen blieb. Jericho ist das Babel der Welt und Vorort zur Hölle.

 

  1. Die Räuber – Dämonen, die widerstrebenden Kräfte

Die Räuber der Welt, die uns überfallen haben, sind nicht nur Huren, die schlechte Filme, der Wohlstand, die zerstörerische Musik, sondern die bösen Geister oder Dämonen, die gegen uns streiten. Dämonen verbinden sich hauptsächlich mit Ideen und Gedanken, die uns dann beherrschen. Diese geben uns andere Werte und lassen uns Gott und die Welt anders deuten. Alle betrügen, du darfst dies auch! Abtreibung ist nicht Mord, nein! Das ist nur Zellgewebe und kein Mensch! Ich will mein Leben! Bleibe ledig, lebe dein Leben! Mach dir’s bequem, nutze die Freiheit! Denke an dich! Fit for fun! Glitz und Spaß! Viel Spaß! Spiel und Spaß! – Genau wie im untergehenden Rom. Spaß und Spiele im Kolosseum. Dies sind nicht modernen Werte oder Ideen, sondern Unheilsideen oder zerstörerische Werte. Du und ich nehmen sie in unserem Jericho, der globalen, antigöttlichen Stadt auf. Diese Räuber haben den Vielen das Unheil gebracht. Die Dämonen sind auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho über die gesamte Menschheit hergefallen, haben sie alle halbtot geschlagen und vor Jericho Stadt liegen gelassen.

  1. Wunden – Ungehorsam, Sünden und Egoismus des Menschen

Die Wunden, die uns geschlagen wurden, stammen von den uns verführten Räubern und Dämonen. Sie entstanden aber dadurch, weil wir uns nur um uns selbst drehten, im Grunde genommen Egoisten waren. Unser Egoismus fügt uns Wunden zu.

Jeder, der viel raucht, der schädigt seinen Körper selbst, aber freiwillig, weil er es selbst will. Wer Ehebruch begeht, schädigt sich selbst. Wer sich zurückzieht, schädigt seine Seele. Wer ganz in das Schneckenhaus des Egoismus’ sich zurückzieht, der zerstört sich selbst. Er beginnt zu bluten und zu verbluten. Unsere Wunden stammen von unserem selbstgewollten Egoismus und Ungehorsam her. Wir haben uns aus dem Schutz des guten Gesetzes Gottes begeben. Das Ergebnis: Der verkündigte Fluch hat uns getroffen. Aus eigener Schuld sind uns Wunden geschlagen wurden.

 

  1. Kleider ausziehen – Verlust der Christusähnlichkeit, Heiligkeit, Gerechtigkeit und Tugend

Die Kleider, die wir einst im Paradies anhatten, stehen für die Ebenbildlichkeit Gottes. Diese wurden uns auf dem Weg nach Jericho ausgezogen. Alles Schöne, der Schmuck und Charakter Christi, ist verloren gegangen. Eph 4, 24: Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Nun muss ich zugeben: Jetzt trage ich das Bild des gefallenen und totkranken Menschen.

  1. Halbtot liegen geblieben – die Seele ist unsterblich

Trotz allem, wir haben nicht aufgehört von Gott abzustammen, doch sind wir äußerst kranke Kinder, die sich nicht selber helfen können. Der Körper ist zerschunden, der Geist der Heiligkeit und Gerechtigkeit und Gnade ist entflohen. Doch die vergiftete Seele des Menschen lebt trotzdem noch, zwar verkehrt, doch auf ewig. Das ganze Haupt ist krank, der ganze Leib ist matt. Von der Fußsohle bis zum Scheitel: Es ist nichts Gesundes, nichts Heiles an uns.  Zwar ist sie schon halbtot. Doch gerade sie benötigte Hilfe, einen Seelsorger, einen Arzt. Wer aber ist dieser Arzt, der uns heilen kann? Einer der folgenden hier?

 

  1. Der Priester –                           aufs Gesetz gedeutet

Ist es der Priester, der Vertreter des Gottesdienstes, besser des Gesetzes? Denn er sollte ja das Gesetz lehren? Nein, auch er konnte mir nicht helfen. Sehen wir, er geht an der gegenüber liegenden Straßenseite vorbei, natürlich auch nach Jericho, der damaligen Priesterstadt. Er selber besitzt kein erneuertes Herz. Der herzlose Priester konnte mir nicht helfen. Solche Priester sind nicht wiedergeboren, auch sie sind auf dem Weg in die Höllenstadt. Auf welchem Weg befindest du dich? Besitzt du ein erneuertes Herz? Damit erkennen wir, dass das gesamte priesterliche System, obwohl gut und von Gott gut gewollt, doch versagte, nämlich der verwundeten, geschlagenen und halbtoten Seele des Menschen zu helfen.

 

  1. Der Levit / Assistent – auf praktische Hilfe  gedeutet

Auch der Levit, der Priester-Assistent, der praktisch dem Priester zur Seite stand und helfen sollte, war nicht im Herzen erneuert. Ebenfalls ging er auf der gegenüberliegenden Seite vorbei. Keiner der beiden wollte sich verunreinigen. Auch der Levit merkte nicht, dass er ein gefühlloses Herz besaß. Dieser Helfer konnte weder mit dem Gesetz noch mit praktischem Einsatz Hilfe leisten, obwohl dies sein Job war.

So ging die gesamte jüdische Religion wegen ihres unerneuerten Herzens an Gottes Plan vorbei, konnte niemandem helfen. Alle gingen auf ihrem Weg immer bergab nach Jericho, aber verloren. Auf diesem Weg konnte die äußere Religion weder helfen noch heilen.

 

  1. Der Samariter – Christus

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn. Gal 4,4. Jetzt aber kam Christus daher. Er ist derjenige, der oft von den Juden so bezeichnet wurde: Joh 8,48 Sagen wir nicht mit recht, dass du ein Samariter bist und einen bösen Geist hast? Christus kam nicht aus der priesterlichen aronitischen Tradition. Darum heißt es auch Jo 1,11:  Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Christus wurde als „abgelehnter Samariter“ mit bösem Geist bezeichnet.

 

10.  Das Reittier                     –               Der irdische Leib Christi

In Jes 53 heißt es: Er trug alle unsere Krankheiten und Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der von Gott gemartert und geschlagen wurde. Durch seinen Leib, den Vorhang, ging der Riss von oben bis unten. Er trug unsere Sünden in seinem Leibe auf das Holz, damit wir der Sünde abgestorben Ihm leben sollten. Christus musste seinen Brüdern in allem gleich werden, damit er ein treuer Hoher Priester werden konnte. An dem, was er litt, hat er Gehorsam gelernt. Das Reittier steht hier symbolisch für eine höhere Wahrheit (anagogä): Es ist Christus, der meine Lasten trug, in seinem Leib.

 

  1. Das Öl –              Die Anwendung der Erlösung

Das Öl spricht vom Heiligen Geist, seiner Wirksamkeit und seiner Hilfe. Es spricht von der Mitteilung der Gnade Gottes, der Gabe des Geistes für ein erneuertes Leben. Der Heilige Geist wendet die Erlösung und Vergebung der Sünden auf unser Leben an. Dies ist seine Hauptaufgabe, uns die Sündenvergebung das neue Leben mitzuteilen. Sie ist dann die Voraussetzung zur Heilung und zu einem Leben in der Erneuerung.

 

  1. Der Wein /Sakrament –              Blut zur Versöhnung

Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns frei von aller Sünde. Wein desinfiziert und ist die Voraussetzung für die Heilung aller Wunden, die  durch Welt, Satan und seine Dämonen uns zugefügt wurden, aber auch durch unsern Eigenwillen. Ohne den neuen Wein Christi, sein Blut für unsere Wunden, das alle unsere Schuld heilen will, gibt es weder eine Hilfe für mich und für dich. Theologisch ist es Wein und nicht Saft. Wenn Christus sagt feiert das Gedächtnismahl so, wie ich es eingesetzt habe, dann kann keine Gemeinde gegen seinen Willen Saft in den Kelch tun. Denn der „Neue Wein“ steht für das Blut Christi. Und: Das Blut des Lammes reinigt uns und machet alles neu.

Der Wein beim Abendmahl spricht von Reinigung, Vergebung und Anteilhabe an Christus. Zwei Dinge sind für unsere Wegzehrung und Genesung als Christen wichtig. Erstens der Wein (+Brot), Sakrament der Erlösung. Von der zweiten Wichtigkeit dann am mehr am Ende.

 

  1. Das Gasthaus – Die Kirche Christi

„Außerhalb des Gasthauses gibt es kein Heil und Genesung“. Dies haben die frühen Kirchenväter bezeugt, und auch Christus sprach. Ich will bauen meine Gemeinde. Die Apostel warnen uns, die Gemeinde und die Versammlungen nicht wieder zu verlassen, wie es so viele (Konferenzchristen, Goetheverehrer und Vereinsanhänger) tun. „Es war eine wunderbare Konferenz, hier und dort, und ich finde Gott in der Natur, und Sport ist im Verein am Schönsten, besonders am Sonntag Morgen.“ Doch wer für sich selbst lebt und nicht weiter „Fleisch und Blut Christi isst“, die wahre [geistliche] Speise, auch nicht an Christi wirksamen Zeichen teilnimmt, der wird auf der Straße nach Jericho sich das Todesvirus der Welt holen und elendig im Staub der Straße sterben. Das Gasthaus zum Heil ist aber die Kirche, die rechte Herberge , die Gemeinde Christi. Nur dort werde ich bis zu Christi Wiederkunft gesund gepflegt und wieder aufgerichtet, nicht aber durch unpersönliche christliche Radio- und Fernsehprediger oder Konferenzen. Und diese Heilung geschieht nicht nur durch einmaliges Handaufhebung eines begeisterten Moments. Dies allein heilt nicht. Denn jeder bedarf der Pflege des Gastwirts, des Herbergsvaters. Und wer sind diese?

 

  1. Die Wirte – die Apostel, Bischöfe (oder Gemeindehirten)

Zuerst hat Christus 12 Apostel zu „Wirten“ der Gemeinde eingesetzt, die Kranken zu versorgen. Die 12 Apostel waren die ersten Herbergs-väter. Die Gemeinde oder eine Bruderschaft ist aber das Hospital oder die Herberge. Es gibt zwar keine vollkommene Gemeinde. Doch die örtliche Gemeinde Christi ist immer eine Krankenverwahranstalt. Die sichtbare Gemeinde Christ vor Ort ist immer Pflege- und Gesundungsstation für alle von der Straße. Wenn du Christ wirst oder geworden bist, ist auch deine Verantwortung, dich dort regelmäßig betreuen und pflegen zu lassen. Nur stolze Menschen werden dies ablehnen. Sie wollen sich nicht pflegen und verbinden lassen. Nein danke, nicht von diesem komischen Herbergsvater, diesem oder jenem Wirt! Danke, ich versorge mich selbst, suche mir selbst meine Medizin. Diese Selbstversorgung ist aber ein großes Unheil in der ganzen Christenheit. Viele werden von ihren eigenen religiösen Traktätchen, Hobbyauslegungen, die sie auf dieser Straße nach Jericho entdecken, vorgeprägt. Aber, ob diese Lehre zur Gesundung oder zum Unheil führt, weiß der aus der „Herberge“ weggelaufene jedenfalls nicht. Die Folgen werden sie vielleicht zu spät erkennen: Keine Genesung! Doch, lass dich vom örtlichen „Gemeinde-Wirt“ regelmäßig pflegen und bleibe im Gasthaus der Gemeinde.

Die Apostel setzten nun Timotheus, Titus und andere ein, die auch als Wirte im Gasthaus, seiner Kirche dienen sollten. Es waren immer geistliche und nach der Bibel rechtlich berufene Männer, die Gastwirte sein sollten. Niemand kann sich selbst als Pastor berufen und ein eigenes „Gasthaus“ aufmachen. Solche, die geistlich und öffentlich nach der Schrift Berufenen, sind jedoch bis heute die „Gastwirte“, und die Kirche Christi ist Christi Heilsanstalt: Die örtlichen Gemeinden sind nun Pflegestätten und Zweighospitäler im Gesamtverband des „Klinikums Christi“. Gehörst du bereits fest zu einem Zweighospital und lässt dich dort mit der rechten Arznei, dem Wort und dem Nachtmahl Christi pflegen?

 

  1. Zwei Denare als Wegzehrung und Heilmittel:

Es ist  die „Heilige Schrift, die 2 Testamente

Gesetz und Evangelium zeigen die Liebe zu Gott und dem Nächsten.

Die Schrift ist Wegzehrung und Mittel der Gnade: Das bereits vorher erwähnte Sakrament oder Gnadenmittel war das Abendmahl (Wein), das Christus eingesetzt hat. Das zweite Ding ist nun das Wort der Schrift aus beiden Testamenten. Hörst du, liest du, nimmst du dies regelmäßig auf?  Nun soll uns neben diesem Geschmeckten: Brot und Wein, das Gehörte: das Wort Gottes aus der Bibel zur Zehrung auf unserem Christenweg dienen. Die Bibel und die Sakramente sind nur ein Angelt, ein Vorschuss der Verheißung auf unseren zukünftigen Besitz. Sie sind Wegzehrung für den Glaubenden. Diese zwei Silberstücke, AT und NT Schrift können daher nicht durch Wunder und Visionen ersetzt werden.

So sollen die Schriftund die Sakramente uns in die Erlösung Christi einführen, uns umgestalten, heiligen und gesund machen. Diese Wegzehrung durch regelmäßiges Abendmahl und reichhaltigem Wort Gottes ist zur irdischen Gesundmachung gedacht bis Er wiederkommt.

 

  1. „Wenn ich wiederkomme“ – Die  2. Wiederkunft Christi

Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme. V35

Dann will ich dir’s bezahlen. Schon in diesem Gleichnis werden wir auf die volle Erlösung Christi hingewiesen. Allein Christus hat alles bezahlt und wird alles noch Übrige begleichen. Er hat bereits alles für unsere Erlösung bezahlt und lässt es sich nichts nehmen, selbst noch Ausstehendes zu bezahlen. Kein Pfarrer, Priester oder Prediger wird je aus eigener Tasche etwas für die Heilung der Verwundeten und Zerschlagenen geben können. Alles wird aus dem Schatz Christi, aus dem Erbe Christi bezahlt. Wann geschieht dies?  Wenn ich wiederkomme!

Wenn Er wiederkommt, dann ist die Aufgabe der Kirche, der Heilanstalt Gottes, zu Ende gebracht worden. Dann werden alle Hospitäler, die Christus-Kliniken, geschlossen. Dann werden alle, die geistlich gesund gepflegt wurden, von ihm als wirklich gesund empfangen werden. Er wird dann von den Gastwirten empfangen und alle Gesundgepflegten in einem herrlichen Triumphzug auf dem Weg zurück nach Jerusalem, dem himmlischen Jerusalem führen, wo keine Krankheiten und Tränen mehr zu finden sein werden.

Hier endet nun unser Gesamtblick über die Heilsgeschichte, unser Rallye, nicht in Jericho, sondern heil zurück an unserem Ausgangspunkt, Jerusalem.

Ich hoffe, du hast dich auf diesem Weg selbst erkannt, dich mit Öl und Wein, dem Sakrament Christi; verarzten zu lassen und die Erlösung Christi angenommen. Bleibe doch jetzt in der Pflege der Wirte in Christi Herberge und seiner Klinik: Lasse dich dort durch Wort und Sakrament  gesund pflegen. Gesund kümmere dich um deinen Nächsten.

 bischof.meyer@rekd.de   Fon& Fax 05686-9309

 

 

 

Gemeinschaft nach dem Gottesdienst in der Christuskapelle

Nach dem sonntäglichen Gottesdienst bereitet die Gemeinde ein Essen in der Jausenstation vor. Dazu sind alle Gäste und Gemeindeglieder eingeladen.

 DOWNLOAD: –>   2018 Juli August Gemeindebrief:

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Gemeindebrief  Juli – August  2018

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Monatsspruch.  Ihr seid jetzt also nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Epheser 2,19.

 Herzlich willkommen!

 Sonntags:   10 Uhr Gottesdienst

Mahlfeier 3x monatlich – Morgenlob / Wortgottesdienst 1x Ende des Monats

34639 Schwarzenborn, Richbergstr. 11, Christuskapelle

 

Bibel- & Gebetskreise – Andachten:

(Ausnahmen  – Pause im Sommer siehe letzte Seite

 Dienstag-Samstagmorgen: 8:00 bis 8:30 Uhr  Morgenlob / Familienlob

 Montag 14tägig Männerabend 19:00 Uhr Knüllcamp, Rhönblick

(INFO Klaus Buder: 0171-8972951) Termine: http://www.knuellcamp.de

 Dienstag – 18.00 Kapelle –Abendlob mit Katechismuserklärung – Christ-Sein – Fortlaufende Fragen.

 Mittwoch Farsi Bibelstunde:18:30 Uhr –  Pause im Sommer

Neustart am 15. August 2018  – Neukirchen, Untergasse 7 – bei Hadi Amini

Donnerstag 14tägig Frauentreff 19:00 Uhr Knüllcamp, Kaminzimmer,

(INFO Gabriele Buder: 0157-73550851) – http://www.knuellcamp.de

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 DOWNLOAD: –>   2018 Juli August Gemeindebrief:

 

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Predigt – Download:  Mt 20,1-16 Neid oder Freude über Belohnungen

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Belohnung anderer: Beneiden oder sich ihrer freuen?

(Predigt Mt. 19,30-20,16)1. 

  1. Umkehrungen im Reich Gottes

Unser Text beginnt eigentlich schon in Kap. 19,30 mit der Aussage: Aber viele, die die Ersten sind werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.

Danach gibt es eine klare Struktur, wie der gütige Gutsherr über den Tag hinweg immer wieder Menschen für eine Arbeit im Weinberg sucht und sie zu unterschiedlicher Tageszeit noch einstellt. Am Ende, nach Ablauf der ganzen Geschichte und der noch kommenden Anwendung aber wird das Sprichwort von Jesus umgekehrt dargestellt, anders als im Abschnitt zuvor, wo es um den Lohn der Nachfolge ging. Nun heißt es in Kap 20,16 So werden die Letzten die Erste und die Ersten die Letzten sein. Damit will er uns prüfen, wie wir mit den Letzten, die im Reich berufen umgehen, wie wir zu ihnen und Jesu Berufung stehen.

  1. Zur Einstellungsweise

Der gütige Grundbesitzer in den Morgenstunden Arbeiter von Beginn bis zum Ende des Tages eingestellt (20,1-7). Damals war ein zwölfstündiger Arbeitstag (mit kurzen Pausen) das Normale.  Er beginnt schon morgens um 6 Uhr in der Dämmerung. Dann in Vers 3-7 werden weiter Tagesabschnitte der Berufung beschrieben, ungefähr 9:00 Uhr, 12:00 Uhr, 15:00 Uhr und 17:00 Uhr. Doch am Ende des Arbeitstages, am Abend werden die Arbeiter nach ihrer Rückkehr vom Kassenführer vom letzt Berufenen um 17 Uhr bis zum ersten, der um 6 Uhr morgens eingestellt wurde, zuerst ausbezahlt V 8-15.  Dann kommt der Umkehrvers, dass die Letztberufenen bevorzugt behandelt und großzügig Lohn erhielten. Jesus erklärte hier nicht, warum der Gutsbesitzer immer wieder über den Tag zurückkehrte.  Aber doch wissen wir, dass Gott immer wieder seine Propheten und die berufenen Männer in die Ernte des Reiches Gottes schickte. Auch Jesus sprach, bevor er seine Jünger und Apostel auswählte und aussandte:  Seht die Ernte, sie ist groß, und wenige sind der Arbeiter. Die Ernteeinbringung war dringend. Jesus kommt immer wieder während der Kirchengeschichte, aber auch während eines Menschenlebens und klopft zu bestimmten Zeiten an – Zeiten, wenn Menschen willig sind, – als Ernte- und Missionsarbeiter in seiner Ernte eingesetzt zu werden.

In ähnlicher Weise waren die gegen Ende des Tages angeheuerten Landarbeiter wahrscheinlich genauso gute Arbeiter wie die zuvor in der Frühe eingestellten (V. 6). Nur jene Spätberufenen hatten bisher keine Arbeit gefunden. Doch jetzt war die Zeit aus der Sicht des göttlichen Gutsbesitzers dringend, vor Ende des Tages oder übertragen, vor Ende der Weltzeit, die Traubenernte noch einzubringen.

  1. Leistung, Lohnvergleich und Reaktion der Mitarbeiter

V 8-16. Kurzzeitarbeiter wurden damals normalerweise immer am Ende eines jeden Tages am Abend bezahlt (Lv. 19,13; Dt. 24,15). Das sagte auch das jüdische Gesetz, dass man ihnen das notwendige für den Tag gleich auszahlen sollte. Für einen Tagesverdienst erhielt zurzeit Jesu ein Silberstück oder einen Denar. Nur, was ging in dem vor, der den ganzen Tag gearbeitet hatte, nur einen Denar erhielt, während die später eingestellten, die nur die Hälfte eine Drittel oder nur eine Stunde gearbeitet hatten, nun aber auch das gleiche Geld erhielten? Ist das nicht ungerecht. Diese grummelten und murrten über den Gutsbesitzer (V. 11). Das ist unfair. Die wollten dann vielleicht gleich eine Sitzung der Weinbergsgewerkschaft einberufen.   Denn nach ihrer Ansicht und ihrem Vergleich mit den anderen, sollten sie doch mehr zu erhalten, als jene, die später erst dazu kamen und die gleiche Bezahlung erhielten. Ok, die Bezahlung war wie vereinbart, angemessen und auch bezahlt worden (20: 2).

  1. Bedeutung des Gleichnisses für uns?

Es geht nicht in erster Linie um Spätbekehrungen von Menschen auf Sterbebetten, um die späteren Jünger in der Kirchengeschichte bis heute, die sich nach der Zeit der ersten zwölf Apostel Jesus anschlossen hatten, nicht um die Heiden, die Nichtjüdischen anderen Völker, die nachfolgend in das gesamte Volk Gottes aufgenommen wurden, auch nicht um die Notwendigkeit, Belohnungen im Königreich Gottes als ein legales Recht anzusehen. All diese Dinge sind nicht an erster Stelle hier aus den Aussagen Jesu deutlich ersichtlich.

Doch es ist klar, dass Jesus seine Freiheit hier ausübt, um den Segen des Königreichs, seine Gnade allen zu geben, für die er sich souverän entscheidet. Das kann aber bei unseren den theologischen Vorstellungen über die Souveränität Gottes einen Schock verleihen, besonders dann, wenn Er unsere menschlichen Erwartungen umkehrt.

Gott tut niemandem Unrecht, indem er einigen Menschen außergewöhnliche Gnade schenkt. Sehen wir uns hier bei den Unzufriedenen das Wesen ihres Neides an. Es ist ein böser Blick, der das Wohl und das geschenkte Gute, dem anderen gegenüber nicht gönnt. Doch, wenn wir unserem Nächsten nichts großzügig gönnen, dann fehlt bei uns selbst die Güte Gottes, etwas Grundlegendes, das Wesen seiner Gnade. Es unser Sorgen bei uns selbst, das Gott missfällt, aber uns und unseren Nächsten schadet. Es ist die Sünde der Unzufriedenheit und Missgunst, die weder Freude im Leben, noch uns Erquickung schafft, auch nicht ehrenhaft ist. Wollen wir doch auf jeden stolzen Anspruch: Geld, Positionen und Ansehen verzichten.

Darauf geht Jesus gleich in den nächsten Versen ein. –  Aber, wir wollen uns nach Gottes Erlösung als ein freies Geschenk an uns ausstrecken. Lasst uns niemals über unsere irdischen und geistlichen Gaben beneiden, dass es einem anderen gut oder besser als uns geht. Wir wollen anderen auch ihr schon nicht einfaches Leben noch schwerer machen. Wir wollen auch nicht mit den Unzufriedenen oft christlichen Nörglern in ein negatives Wolfsgeheul einstimmen, was doch nichts anderes als Unglaube ist. Wir machen uns dann schuldig vor Gott, wenn wir mit den Unzufriedenen in den Sklavengesang der Aufrührerischen gegen unseren gütigen Haushalter und Herrn einstimmen.

Dagegen sollen wir uns freuen und Gott für seine Barmherzigkeit gegenüber anderen preisen, uns mitfreuen über diejenigen, denen Gott großzügig seine Barmherzigkeit und Gnade hat zukommen lassen. Freut euch mit denen, die sich freuen, jauchzt mit den Jauchzenden, lacht mit den Lachenden.

Denn wir haben einen gütigen „Gutsherrn“, der aus dem Schatz Christi reichlich das ewige Leben und auch noch Belohnung austeilt.

Bischof.Meyer@rekd.de

 

Herzstein

 

Letzter Sonntag nach Trinitatis 

Gottesdienst zum letzten Sonntag im Kirchenjahr. (Predigt Bischof Meyer)

Mit welchen Erwartungen gehen wir in das Kirchenjahr, mit welchen in das politische weltliche Jahr? Wird es noch vor Weihnachten eine neue handlungsfähige Regierung in Berlin geben.  Hat diese dann die Kraft, den Willen unseres Volkes umzusetzen?

Wie sieht es jedoch mit dem Willen des gläubigen Christenvolkes in Deutschland aus?

Die katholischen Gläubigen feiern den letzten Sonntag im Jahr als Christkönigssonntag, die evangelischen Christen meist als Ewigkeitssonntag. Beide Bezeichnungen haben einen Bezug zueinander jedoch mit etwas anderer Betonung.

Als Anglikaner,  (die in der Mitte  – als Brückenkirche) benutzen wir zwar die gleichen alten evangelischen Lesungen, nennen diesen Sonntag aber: „ Erweckungs-Sonntag! Oder Wach-auf-Sonntag! Genauer: „Entzünde –unsern Willen-Sonntag“ .

Dies hat mit unserer besonderen Kollekte – oder Tagesgebet für diesen letzten Sonntag im Kirchenjahr zu tun.

Wir bitten dich, o Herr, erwecke den Willen Deines gläubigen Volkes, dass es – reichlich Früchte guter Werke bringend – von Dir reichlich dafür belohnt werde. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Dieses Gebet stammt ursprünglich aus dem Sakramentar von Papst Gregor einer Sammlung von Gebeten für gottesdienstliche Feiern aus dem 6.-7. Jahrhundert.

Es ist ein Gebet, das hier eine Verbindung zu den kommenden vier Adventssonntagen und deren Gebeten herstellt.  Der im Englischen bekannte Name heißt auch „Stirr up Sonntag“, und erinnert an die Tradition, den englischen Weihnachtspudding nun zu beginnen und ihn in den nächsten Tagen durch die Familienan-gehörige vorbereiten lassen, indem sie sich in den kommenden Tagen im Rühren des Puddings dabei abwechseln.

Sollte nicht unser Leben solch ein Pudding sein, in dem besonders Gott (und auch andere beauftragte Gläubige) abwechselnd unser Leben umrühren sollten, damit der rechte Lebenspudding entsteht?  Wie aber soll dies geschehen? Lässt Du Dich von deinem Hirten, Pastor oder auch Bischof bewegen, dass ein guter Lebenskuchen bei dir entsteht?

Unser Gebet besteht aus drei Punkten:

Gott soll:

  1. Den Willen des gläubigen Volkes erwecken – oder entzünden.
  1. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.
  2. Wir sollen reichlich belohnt werden.

 

Nun sagen wir: „Des „Menschen Wille ist sein Himmelreich“. Gewöhnlich alles, was der Mensch vornimmt, das erreicht er auch. Aber, was er nicht will – keinen Bock draufhat – das bleibt liegen. So war es auch mit dem alten Gottesvolk. Die meisten blieben ungläubig und erreichten nicht das gelobte Land, damals und auch später waren sie immer rebellisch und taten ihren eigenen Willen, obwohl sie Gott anrührte, erwecken wollte. So heißt es auch, wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Und weiter: Aber, sie haben nicht gewollt. Doch dann hören wir von den 10 Aussätzigen, dass nur ein Samariter erweckt wurde , zurückkam und Jesus dankte, dass nur Zachäus sich vom stolzen Baum herabrufen ließ, dass allein Paulus vom hohen Ross fiel und seinen Willen Gottes Willen unterordnete.

Die heutige Evangeliumslesung spricht von den fünf gläubigen und willigen Jungfrauen. Ihr Wille war bereit, dieser hatte vorgeplant, und sie ließen sich erwecken. Dieser Erweckungs-Sonntag“ ist ein Weckruf an deinen Willen. Wozu? Dies und keine andere ist eine echte Erweckung. Auch von Christus hören wir es vorbildhaft was beständige Erweckung ist: Vater, deinen Willen tue ich gern, dein Wort habe ich in meinem Herzen. – Weiter: Gott schafft das Wollen und Vollbringen. Er kann dich gerade in dieser Jahres- oder Lebenszeit erwecken, anzünden und dein Leben endlich total umrühren. Er sagt: Gib mir mein Sohn, meine Tochter dein Herz. Das ist der Sitz deines Willens. Gott will deinen Willen erwecken. Du kannst zwar sagen: Ok. Wie beim Wecker Ich habe ihn gehört! Aber, ich drehe mich nochmals um im Lebensbett. Oder drücke noch mal die Taste, drücke Ihn einfach ab. Damit bleibst du unerweckt. Doch Gott will uns erwecken und entzünden, nicht kurzfristig unsere Emotionen, sondern zuerst unseren Willen. Bist du bereit geistlich aufzustehen?

Wozu auch?

Zu 2. Als Ergebnis soll reichlich Frucht entstehen.

Das Christenleben ist kein bloßes Gedankenspiel, sondern etwas Handfestes. Die Frucht entsteht bei den Gläubigen nicht so sehr in ihren Gedanken, in ihren Gefühlen, Eindrücken, noch in ihrer Begeisterung und Worten, sondern als Frucht werden ihre guten Werke bezeichnet. Also es soll etwas Sichtbares und Anfassbares entstehen. Zuhause, bei Verwandtschaft, Schule und Arbeitsplatz.

Bei uns selbst, für die Christus sein bestes Werk am Kreuz vollbracht hat. –  Schmerzlich und anfassbar – hier sollen aus Glauben und Dankbarkeit Frucht entstehen. Einmal ist das die Frucht des Geistes, der Charakter Christi in uns (Gal 5,22), und dann die guten Werke als Ergebnis. Das sind Liebestaten, weil Er uns zuerst geliebt hat. Darauf schaut doch unser Herr!

Die bösen Werke aus dem Fleisch, die sind erfassbar wie Streit, Unzucht, Feindschaft, Götzendienst, Unsittlichkeit, Trink- und Fressgelage. Dies ist das Gegenteil. Wollen wir uns jedoch entzünden lassen zu den göttlichen Liebeswerken, gerade in einer Zeit, wo es dunkler wird, wo unsere Weltregierungen Tausende Milliarden Schulden anhäufen, wo Krisen, Stürme, Hoffnungslosigkeit und Unsicherheit sich breitmacht. Da lasst uns einander und anderen Hilfsbedürftigen helfen, je nach unserem Vermögen. Also praktisch:  Alte, Kranke, Gefangene und Asylsuchente besuchen, helfen, die eigene Ortsgemeinde regelmäßig und in ihrer Evangelisation unterstützen, besonders aber die Liebeswerke Zuhause und bei unseren Nächsten tun, helfen, ohne aufs Geld oder die eigene Zeit zu sehen.

Zu welcher neuen Einstellung, Hilfe und welchem Einsatz, welchem Gutes tun, lässt du deinen Willen entzünden? Dann aber folgt:

Zu 3. Wir sollen reichlich belohnt werden.

Ist es denn unchristlich auf Lohn oder Ehrung zu hoffen? Nein. Es ist gerade notwendig, dass wir wissen, unser Handeln aus Liebe ist nicht sinnlos, sondern es hat einen Ewigkeitswert. Es ist gerade biblisch und von Gott gewollt das wir auch auf die Belohnung von Gott schauen.

Abraham wartete auf die Stadt mit ewigen Grundmauern im Himmel, Sarah auf die Verheißung ihres Sohnes, Nachkommen, wie Sterne am Himmel zu besitzen.

Mose hielt die Schmach des Messias für einen größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er dachte an den zukünftigen Lohn.

Denken wir an alle die Gleichnisse Jesu, die von Belohnung sprechen, auch an die Worte des Paulus, dass unser Lohn im Himmel ist, dass wir Kronen empfangen werden, und wie Daniel bemerkte, dass einige Lehrer glänzen werden wie des Himmels Glanz.

Wollen wir auf die Verheißung Gottes schauen, dass wir reich belohnt werden sollen. Dass dies uns dann auch motiviert, reich zu werden an Liebeswerken, das ist doch klar.

Doch vorrangig gilt für uns, dass Gott unseren guten Willen entzündet, besonders am letzten Sonntag im Kirchenjahr, damit wir im kommenden christlichen Jahr, dem Kirchenjahr viele sichtbare Früchte bringen, weil unser Wille durch den Heiligen Geist echt erweckt wurde. Das ist echte Erweckung.

Wollen wir den “Erweckungs-Sonntag“,

den „Entzünde- unseren Willen-Sonntag“ fest im Herzen behalten.

Auferstehung Ikone Moskau

Gemeinsam dienen, um geistlich Gelähmte zu Jesus zu bringen

Unsere Geschichte finden wir bei Matthäus, Markus und Lukas 5,17-26 beschrieben.

Gelähmte Menschen und kleine Kinder haben viele Gemeinsamkeiten: Wenn sie ihre Begrenztheit und Hinfälligkeit erkannt haben, wissen sie, dass sie auf die Hilfe der anderen angewiesen sind. Beide erkennen ihre Schwäche und Hinfälligkeit. Sie sollen aber auch erkennen, dass sie nicht aus eigener Kraft zu Christus gelangen können. Deshalb sagt Jesus:

Lu 18,14+15 Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter.

Kinder müssen aber zu Jesus gebracht werden. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe. Gerade bei Kindern und Gelähmten erkennen wir am deutlichsten das Prinzip der Gnade. Sie können sich selbst nicht das Heil aneignen, sie können durch keine eigene Anstrengung des Willens oder ihrer Entscheidungskraft zu Christus kommen. Sie sind hilflos und müssen gebracht. In unserem Falle wird der Gelähmte sogar von vier Freunden gebracht. Ziel ist körperliche und geistliche Heilung. Von diesem Gemeinschaftseinsatz können wir alle lernen. Nach der körperlichen Heilung geht es aber allein um die freie Gnade Gottes, die allen von Natur aus – für den Glauben Gelähmten – zugesprochen werden soll. Diese Teamarbeit für diese beiden körperlichen und geistlichen Gebiete wird von uns allen gefordert.

So sind wir dann in den verschiedenen christlichen Kirchen, auch als AKD Gemeinde, ja jeder Christ gefordert: Denn, wenn die für Gott gelähmten Menschen nicht alleine zu Christus kommen können, dann müssen zwei oder drei Personen für diese aktiv werden und wo notwendig, wie dies Viererteam, den geistlich Gelähmten finden und ihn zu Christus unter Sein Wort bringen. Lasst uns für solche kleine Tragbarenteams beten, solche Teams zusammenstellen, die sich um Menschen, Gelähmte bemühen, dass sie zu Christus gebracht werden. Die einen sollen zu Kinder-, den Jugendlichen- oder in Erwachsenenkreise gebracht werden, dann aber, wenn erlöst, auch am gemeinsamen Gottesdienst teilnehmen. Glauben wir wirklich, dass solche fernstehenden, nichtkirchlichen Gelähmten gebracht werden müssen? In Berlin und Hamburg gibt es schon mehr als 60% solcher, die nichts mehr mit der Kirche, dem christlichen Glauben zu tun haben. Wie viele aber von den übrigen sind aber noch nie von Christus berührt wurden?

Unser gemeinsames Dienen, für das wir heute beten wollen, wird sich in unseren Glauben und dann in der Praxis zeigen! Ob bei Evangelisationen oder Asylantenarbeit, bei Kinder- oder Campingmission, in Schule und Freizeitarbeit, beim Männertreff oder Frauenfrühstück. Wir sind aufgefordert durch unterschiedliche Methoden unsere heutige Missionsaufgaben wieder aufnehmen.

Es geht darum, die geistlich Gelähmten vor unserer Haustür, in unserem Ort und Kreis, zu finden und sie zu Christus zu bringen. Gelähmte schaffen es nicht, von sich aus zu kommen. Sie sollen von uns im gemeinsamen und stellvertretendem Glauben zu Christus gebracht werden. Wollen wir dies gemeinsam tun? Die Welt wird weltlicher werden. Christen verschwinden mehr und mehr aus unserer Gesellschaft. Das freudige gemeinsame Zeugnis fehlt heute mehr denn je. Dagegen breitet der Islam in Deutschland aus. Warum? Unsere Bundeskanzlerin ermutigte vor einiger Zeit:

Man darf Muslimen nicht vorwerfen, dass sie mit leuchtenden Augen über ihren Glauben sprechen, wir aber nicht in der Lage sind, mit noch leuchtenderen Augen von unserm Glauben zur reden … Sprechen Sie mit fröhlichem Herzen vom „C“. – Damit meinte sie nicht ihre Partei, sondern Christus.

  1. Hinderungsgründe im gemeinsamen Dienen

Der erste Hinderungsgrund in Mrk2,2 war die im Wege stehende Menschenmenge. Es sind oftmals Menschen, auch christliche, fromme oder verwandtschaftliche Beziehungen, die zur Seite geschoben oder sogar freundlich umgangen werden müssen. Es gibt immer Gründe, einen gemeinsamen Einsatz wegen Verwandtschaftsbeziehungen aufzugeben. Gerade die ganz nahstehenden Menschen stehen oft zwischen Christus und einem gelähmten Sünder. Diese Probleme sollten wir erkennen und kreativ bewältigen. So kann es zweitens sein, dass ein Dach oder besser eine Decke im Wege steht. Es sind manchmal ganz praktische und materiellen Dinge, die im Wege stehen: Keine Fahrtgelegenheit, kein Auto, keine Zeit, usw. wegen Familie und Arbeit, Finanzen, etc. Wir hören oft alle möglichen Argumente, warum etwas dazwischengekommen ist und bestimmte Personen nicht oder nicht mehr kommen können. Oftmals müssen wir einfach sagen: Wir kommen, wenn Du keine Gelegenheit hast und holen dich mit dem Auto ab, und bringe dich wieder nach Hause oder bezahlen Dir auch das Busticket.

3. Die letzten Widerstände im gemeinsamen Dienen, die finden wir jedoch unmittelbar in der Gegenwart Jesu: Da gibt es auch noch die Schriftgelehrten, die Gesetzeslehrer, die bibeltreuen Bibelkenner. Auch sie können ein Hindernis werden. Bei ihnen muss alles genau vorher geplant, aufgeschrieben und durchdacht sein. Es muss die rechte Schriftstelle benutzt werden, und außerdem muss alles noch etwas biblischer bedacht werden. Doch hört, auch übergenaue Bibeltreue können ein Hinderungsgrund sein, solche, die sich zu viele Sorgen um 150% Genauigkeit machen, vielleicht sich sogar dahinter verstecken, dass dann keine Zeit für den Dienst oder keine Begeisterung mehr dafür entsteht, Gelähmte zu Christus zu bringen. Doch Christus will keine Schriftgelehrten empfangen, sondern er will uns gebrauchen als Gelähmtenträger. Er wartet doch nur darauf, dass wir die Gelähmten zu ihm durch die Decke hinablassen. Deshalb, ist es oft besser, naiv im Glauben, ohne letzte Vorbereitungen zu sein und gegen alle christliche Knicke jemanden gemeinsam zu Christus zu bringen, als überhaupt nicht in Bewegung zu kommen. Der vertrauensvolle Eifer und der aktive Glaube ist für die christliche Gemeinde oft wichtiger als die beengte kleingläubige Manier, ob denn auch alles richtig vorbereitet sei. Lasst uns also alle Hindernisse der Menschenmenge, der Dächer und der Gesetzeslehrer im Glauben überwinden und unsere Gelähmten unter das Wort des Christus bringen.Auferstehung Ikone Moskau

  1. Das Ziel unseres gemeinsamen Betens und Dienens

Wenn nun die geistlich Gelähmten endlich vor Christus stehen, dann sollen sie trotz ihrer persönlich oft schweren Situation zuallererst die wichtigste und mutmachende Botschaft hören, ihr eigentlichstes Problem:

Meine Sohn, meine Tochter, fasse; Mut. Dir sind deine Übertretungen, die du gegen den Willen Gottes getan hast, deine Fehler vor Gott und Menschen, deine Schuld ist dir vergeben! Dies zu hören und zu erfassen bedarf schon Mut.

Doch die Schuld vor Gott und Menschen ist die Grundursache allen Übels und auch aller Trennungen in Familie, Gesellschaft und Kirche. Welch eine Ermutigung, wenn wir Vergebung zugesprochen bekommen: Deine Schuld ist vergeben, du bist mit Gott versöhnt, du hast Friede mit Gott. Die Ursache für deine Gelähmtheit und Haltlosigkeit ist von dir genommen. Ist dies nicht der größte Trost?

Dafür lasst uns gemeinsam beten, dafür lasst uns gemeinsam dienen, Gelähmte zu Christus zu bringen.

Und wenn Christus Dir heute alle Deine Schuld vergibt, Du ihm nachfolgst, dann reihe dich sofort in das Missionsteam ein, Deine Nächsten zu Christus zu bringen. Amen.

Fliegerdenkmal.jpg

Absturz Helikopter – „Banane“ Knüllköpfchen

Download: Elisabeth Thüringen Denkmal Predigt A5Fliegerdenkmal 

Denkmalpredigt am Fliegerdenkmal Knüll

Elisabeth von Thüringen war eine jüngere Zeitgenossin des Franz von Assisi. Beide verzichteten, obwohl reich geboren, auf ihre vergänglichen weltlichen Güter und ziehen sich zurück in vollkommene Armut, verzehren sich selbst aus tiefer Liebe. Beide haben die zentralen Lebensprinzipien aus dem heiligen Evangelium unseres Herrn Jesus Christus entdeckt und auch umgesetzt.

Denn Christus, obwohl er unermesslich reich war, klammerte sich nicht eigennützig an den Reichtum seines himmlischen Königreiches. Er wurde arm um unseretwillen, damit wir Armen am Geist reich werden am Himmlischen. Christus entleerte sich seiner Herrlichkeit so sehr, dass er Knechtsgestalt annahm, wurde gleich wie ein Mensch, starb frühzeitig am Kreuz, damit wir durch seinen Stellvertreter-Tod das ewige Leben annehmen dürfen. Durch diese Erniedrigung aus Liebe wurde er von Gott erhöht, auferweckt und zum König erhoben.

Franziskus erkannte dieses Prinzip der Erniedrigung, der Armut und der Liebe. Er legte alle Rechte ab, übernahm nicht die Tuchfabrik seines Vaters und ging hinweg, unbekleidet. Arm ging er in den Dienst der Nächstenliebe.

Elisabeth von Thüringen folgte diesem jugendlichen Vorbild beinahe seit ihrer Geburt. Mit 4 Jahren wurde sie ihrer Eltern beraubt und an einen 15-Jährigen verlobt, der frühzeitig starb. Doch sein Bruder heiratete sie. Trotz Ehe und dreier Kinder in ihrem noch Teenageralter geboren, verzichtet sie auf Pomp, Glitz und Glamour und verpflichtet sich der Armut und der Liebe zum Nächsten. Ihr Leben unter den schwierigsten Umständen der Aufopferung wurde jedoch gekennzeichnet durch die drei zentralen Charakterzüge die Paulus im 1. Korintherbrief Kapitel 13 so ausdrückt: Glaube, Hoffnung und Liebe!

Sie glaube an Christus zu ihrer Erlösung, hatte Hoffnung auf das ewige Leben und lebte ein Leben der Liebe in Armut.

Über den Glauben heißt es: Wenn ich Glauben hätte, der Berge versetzt, hätte aber keine Liebe. So wäre ich nichts.

Auch die Flugkameraden, die sich auf den Weg machten, um zu helfen flogen doch im Glauben, dass Berge versetzt würden, dass sie über das Knüllköpfchen hinüberfliegen würden, um zu helfen. Das taten sie im Glauben und in Verbindung mit der Liebe zu ihren Kameraden.

Weiter heißt es in der Schrift: Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

Elisabeth von Thüringen / Marburg gab alle ihre Habe, sogar ihren ganzen Witwenbesitz für den Bau des Hospitals in Marburg und für die Versorgung der Armen hin. Sie besaß nichts mehr an ihrem Leib als eine graue Nonnenkutte. Aber sie war glücklich, und ihr Herz brannte vor Liebe, Liebe zu ihrem Heiland Jesus Christus und für die sozial niedrigen Schichten, für die Armen.

Auch unsere Luftkameraden waren nur unterwegs in ihrer Fluguniform sowie mit medizinischer Versorgung und Gerät, um den verunglückten Kameraden zu helfen. Da geschah das Unglück.  Das Herz der Kameraden war unterwegs aus Liebe zu ihren Kameraden. Sie zerschellten hier und die meisten verbrannten. Sie ließen buchstäblich „Ihren Leib brennen!“ War das ohne Liebe? Nein!

So auch Elisabeth. Ihr geschwächtes Herz brannte bereits aus mit 24 Jahren in ihrem aufopfernden Dienst. Deshalb wollen auch wir heute all derer Soldaten gedenken und durch den HerzsteinHerzstein der Liebe sie eng in Verbindung mit Elisabeth von Marburg bringen. Und wir selber wollen uns von dieser Liebe, die von Christus her kommt entzünden lassen: Wollen langmütig und freundlich sein, uns nicht ereifern, nicht aufblähen, nicht Mutwillen mit anderen treiben, nicht egoistisch leben, anderen nichts Böses wünschen, sondern uns über jede Wahrheit freuen, wollen alles in Liebe ertragen, in Liebe erdulden, in Liebe erhoffen. Denn die Liebe Gottes, aus seinem Herzen hört niemals auf. Wollen wir durch diesen Herzstein entzündet werden, sodass unser Herz nicht kalt bleibt, sondern warm und beweglich für Gott und die Mitmenschen wird. Wollen wir uns wie Elisabeth von Marburg dem Reichtum der Armut zuwenden, der sich aus Liebe für den anderen verzehrt, auch wenn dabei unser Leib umkommen würde. Die Soldaten opferten sich, um Leben zu retten. Dies tat aber Christus aus Liebe zu uns. Liebe, um uns für die Ewigkeit zu retten. Amen.

http://www.bischof.meyer@rekd.de

Zeittafel Leben Elisabeth

http://www.ekkw.de/elisabethjahr/downloads/elisabeth_zeittafel.pdf

 

Herzstein

Gedenkstein hergestellt von Kamerad Herbert Bröde

https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/schwarzenborn-ort101492/gedenkstaette-hubschrauberabsturz-schwarzenborn-6028167.html

 

Segnung von Gedenksteinen

Antiphon: An der Stelle, wo Jesus gekreuzigt wurde, gab es einen Garten. Und im Garten war ein neues Grabmal, in dem noch nie ein Mensch gelegen hatte.

Zelebrant – danach wiederholen durch Teilnehmer:

Unsere Zuflucht ist bei dem Gott, der von alters her ist, …..

und unter seinen ewigen Armen.  ….                         Deu 33, 27

Lass uns beten.

O GOTT, dessen gesegneter Sohn in das Heilige Grab im Garten Gethsemane gelegt wurde: Wir segnen diesen „Herzstein der Liebe“ am Fliegerdenkmal Knüllköpfchen und bitten Dich, dass alle Soldaten, die hier ihr Leben beim Absturz im Glauben, in Hoffnung und Liebe + hingegeben haben, auch mit Christus im Paradies wohnen und zu Deinem himmlischen Reich kommen dürfen. Durch denselben Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

+ Besprengen des Steins dreifach mit Weihwasser

Download: Gedenksteinweihe

 

Picture remembering Presiding Bishop Grote’s last visit in Germany: August 16, 1946 – November 24, 2016 Our most gracious Lord called our Presiding Bishop, The Most Rev. Royal Grote, Jr., to his eternal home in the early morning hours of Thanksgiving Day. He peacefully departed this life in his sleep. Words of condolence from several […]

Download  click:    rek-germany-words-of-condolence-grote-v2

Fußwaschung3

Predigt am Gründonnerstag in der Christuskapelle

zur Einsetzung des Heiligen Abendmahls mit 
gleichzeitiger Fußwaschung einer Christin.

Die Fußwaschung, ein Beispiel für den Umgang mit unvollkommen und zurückgefallenen Mitchristen Joh 13,1-12

Download: joh13 Demutsdienst

Avatar von Bischof MeyerAnglikanische Kirche i. D.

Anglican Identity Der Autor des ersten Gebetbuchs von 1549 – Erzbischof Thomas Cramner – „Wir beten, was wir auch glauben!“ Ein Gottesdienst, der sich an der Bibel und der frühen Kirche orientiert. Der wahre Gottesdienst geschieht im Himmel, der irdische Gottesdienst soll ein Abbild des himmlischen sein.

Download hier klicken:

FM_Buergener_Rezension_AMGb1549

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 BESTELLUNGEN – ÜBER  BESTELLLFORMULAR:

http://www.rekd.de/index.php?id=146

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Predigt am Sonntag Exaudi: Bischof Meyer

Gemeinde Christi in den Zeugenstand berufen.

xtus Kapelle

Download hier klicken: Jo 15,26+27

Mitzeugen des Heiligen Geistes werden.  

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