September 2026


16. Sonntag nach Trinitatis – aus AGB – https://rekd.de/

Aktuelles Bild: Wildflower-covered cemetery with stone tomb and crosses at sunset

Wochenspruch: „Christus Jesus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.“ (2 Tim 1,10b)

Tagesgebet: O Herr. Wir bitten Dich: Reinige und beschütze Deine Kirche durch Dein fortwährendes Erbarmen. Und da sie ohne Deinen Beistand nicht unversehrt bestehen kann, erhalte sie stets durch Deine Hilfe und Güte. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

Von der Auferstehung überrascht. Lukas 7,11-17

Einleitung:

Von der Freude überraschte – Surprised by Joy – C.S. Lewis – Surprised by Joy“ von C. S. Lewis ist eine spirituelle Autobiografie, die seinen Weg vom Atheismus zum Christentum anhand des zentralen Konzepts der „Freude“ als transzendenter Sehnsucht beschreibt. – Hier: Von der Auferstehung überrascht!

Ein ehemaliger Landwirt aus unserem Nachbarort sagte: „Glauben Sie, dass noch etwas nach dem Tod kommt? Jemand anderes erwiderte: „Wir wissen doch alle: Leben und Tod gehören zusammen; und ohne den Tod gibt es kein Leben!“

Diese Aussage trifft genauso heute wie damals aufeinander. Auch zu Jesu Zeiten trafen sich Tod und Leben mitten im Alltag und in unserer Geschichte genau am Stadttor, vergleichbar heute mit unserem Rathaus. Und zwar dort, wo alle wichtigen Dinge des Lebens erledigt wurden: Hochzeiten, der Kauf von Grundstücken und Äckern, Eintragung in Steuerlisten, der Abschluss von Verträgen u. v. m. Und gerade dort am öffentlichen Leben, mitten durch die Tagespolitik zog ein Leichenzug hindurch. Er zog aus der Stadt Nain durch dies Tor in Richtung Friedhof. Und genau an der Stadtgrenze außerhalb der Stadtmauer trafen zwei Gruppen aufeinander. Hier traf der Todesumzug aus Nain auf den Lebensumzug Jesu.  – So heißt es:

Jene Menschen damals gingen mit dem Tod noch anders um als wir heute. Damals wurde niemand schnell ins Krankenhaus gebracht, um dort zu sterben, sondern er starb zuhause, mitten im Kreis seiner Lieben. Und obwohl die Beerdigung schnell geschehen musste, wegen des sehr warmen Klimas, wurde doch niemand im Krematorium eingeäschert: Verbrennen, das geschah nur bei den Vielgöttern verehrenden heidnischen Römern und kriegerischen Germanen, doch nicht aber bei gläubigen Juden und Christen. In unserer Geschichte wollte man die Leiche des Jünglings wahrscheinlich zu den Gebeinen seines bereits verstorbenen Vaters legen, in die Gruft oder Begräbnisstätte.

Wenn aber ein Leichenzug vorbeizog, dann blieb damals aller Betrieb für eine Zeit stehen, und alle folgten der Prozession des Todes. Doch dieser Trauermarsch auf den Friedhof war jedoch in unserem Fall ein tragischer.

Hier führte nicht der Priester oder Pfarrer vorne den Zug an, sondern eine hoffnungslose Witwe ging vor dem Sarg her, vor ihr lag eine ungewisse Zukunft. Und bedenken wir: Diese Frau hatte bereits ihren geliebten Mann verloren, nun auch noch ihren einzigen Sohn.

Meist jedoch geschieht dies im Leben umgekehrt. Aber auch wir kennen Fälle, dass Kinder schon vor ihren Eltern starben. Ist dies nicht herzzerreißend und entsetzlich? Und doch lässt es Gott zu. Damals bedeutete dies aber, dass eine Witwe keinen Ernährer mehr hatte. Eine Mutter zu ehren, bedeutete damals konkret, ihr Unterkunft und Ernährung zu geben. Ob sie noch andere Verwandte hatte, die dann in Zukunft diese Verpflichtung übernahmen? Oder musste sie nun betteln gehen oder um Gelder von der Synagoge oder dem Tempel nachsuchen? So bedeutete dieser Todesfall für sie auch ein sehr ungewisses Rentenalter.

Weil aber in unserer Geschichte die Frau vorn alleine herging und ebenso Jesus zuerst an der Spitze seiner Jünger-Truppe, traf der Meister direkt auf diese Witwe, quasi auf Augenhöhe. Das Leben trifft hier auf den Tod und die Hoffnung auf die Verzweiflung. Was würden wir ihr aber sagen? Herzliches Beileid! Oder einen Bibelvers? Oder würden wir wie einige damalige Philosophen: Trauere nicht Frau, denn es wird dir nicht guttun! sagen? Sollte denn die Frau hoffnungslose und ni n Trauer einfach über ihre Gefühle hinweg gehen?

Jesus ist ganz anders. Diese Situation lässt ihn nicht kalt. Er geht nicht an ihr mit einem leichten Psalm-Spruch vorbei. Nein, er hat Mitleid mit ihr. Es jammerte ihn, genauso wie es am Grab des Lazarus geschah, als Jesus die Tränen kamen! Doch Jesu Mitleid ließ ihn nicht einen Trauergesang anstimmen. Jesus stoppt sicherlich auch die Klageweiber, weiter zu klagen, die hinter dem Sarg hergingen. Denn er spricht zu der Trostlosen: Frau, weine nicht! Warum denn? Denn Jesus hatte etwas anderes im Sinn, wie er ihre Trauer stoppen wolle. Er will ihr so konkret helfen, damit er die Ursache der Trauer bei der Witwe beseitigen wird.

Jesus wusste aber, dass er sich an diesem toten Jüngling unrein machen würde. Denn es hieß: Lev. 19, 11 Wer irgendeinen toten Menschen anrührt, der wird sieben Tage unrein sein.

Ob Jesus nun den Sarg berührte oder den toten jungen Mann selbst, das machte keinen Unterschied. Jener Sarg war einfach eine Art Tragbare auf dem der gesalbte Leichnam lag. Würde sich der Gottessohn nun verunreinigen? Mit dem Tode verunreinigen? Nein, Jesus würde nicht mit dem Tod in Berührung kommen, sondern diesmal würde es genau umgekehrt sein! Der Tote würde sich durch die Berührung bei Jesus, mit dem Leben an sich infizieren; das Leben Jesu würde den Tod verschlingen in einen Sieg, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Frau würde in Hoffnung verwandelt werden.

So wie geschrieben steht: 1 Kor 15,53 heißt: Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

In dieser Situation verschlingt die Unsterblichkeit, die von Jesus ausgeht, den Tod und der Sieg gehört Jesus allein. Er, der Sohn Gottes, ist der Hoffnungsträger des neuen Lebens.

Dieses Zeichen, dass Tode auferstehen, sollte auch das Vor-Zeichen des neuen messianischen Zeitalters sein.

 V 22 Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt;

Erstaunlicherweise hat Jesus nur drei Menschen vom Tod auferweckt hatte. Das Töchterlein des Jairus, hier den Jüngling zu Nain und später seinen guten Freund Lazarus.

Jesu Sieg über den Tod sieht nun folgendermaßen aus:

Welch eine Antwort. Welch eine Hilfe. Welch ein überreicher Trost. Und nicht nur ein Trost für die Zukunft, sondern ein anfassbarer für die Mutter. Er gibt der Witwe den Sohn lebend zurück, ihren irdischen Versorger und Beschützer. Welch ein Gott der Barmherzigkeit und des Trostes?

Gibt es noch weitere Toten-Auferstehungen in der Bibel? Im Alten Testament finden wir zwei Toten-Auferweckungen bei jungen Männern, und zwar durch die Propheten Elia und Elisa.

1Kön 17,20 und Elia rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, tust du sogar der Witwe, bei der ich ein Gast bin, so Böses an, dass du ihren Sohn tötest?  21 Und er legte sich auf das Kind dreimal und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, lass sein Leben in dies Kind zurückkehren!

22 Und der HERR erhörte die Stimme Elias, und das Leben kehrte in das Kind zurück, und es wurde wieder lebendig.23 Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vom Obergemach ins Haus und gab es seiner Mutter und sprach: Sieh da, dein Sohn lebt!

2 Kön 4,36 Und Elisa rief Gehasi und sprach: Ruf die Schunemiterin! Und als er sie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da, nimm hin deinen Sohn!

In unserer Auferstehungsgeschichte heißt es:

Als die Leute Gott priesen, erinnerten sich sicherlich viele an die beiden AT-Begebenheiten, denn die Worte: und gab ihn seiner Mutter finden wir bereits wörtlich bei Elia vor. Als diese Menschenmenge Jesus so pries, wussten sie zweifellos, dass dieser Jesus der neue Elia war.

Außerdem liegt der Ort Nain ganz in der Nähe des historischen Sunem, wo die Sunemiterin z.Z. des Elisa lebte. Auch diese Frau erhielt ihren Sohn wieder durch Auferweckung vom Tode.

Durch diese Begebenheit soll hier folgendes ganz deutlich werden. Jesus ist dieser Prophet, auf den das Volk Israel und alle Welt wartete. Es ist der Menschensohn, von dem der Prophet Daniel einst sprach, der göttlicher Herrscher über alle Welt. Denn solch ein Wunder der Totenauferweckung kann nur er vollbringen und kein anderer. Er ist der, der nicht nur drei Menschen, sondern alle vom Tode auferwecken wird, die einen zum ewigen Leben und die anderen zur ewigen Strafe. –

Welche Kunde war dies? Es war die Entdeckung, dass der Gott, der schon einmal in dieser Gegend vor ca. 1000 Jahren zwei Tote auferweckt hatte, diese Totenauferweckung als neues Zeichen der Endzeit gab. Ein Zeichen der Hoffnung. Die Bedeutung liegt darin, dass nicht nur irgendein Prophet, sondern der verheißene Prophet, der Messias, unter ihnen aufgetreten war. Gott hatte nun bestätigt, dass er durch seinen Sohn sein Volk besuchte.

Wozu?

1) Einmal, um uns alle zu trösten, uns sein Mitleid und Erbarmen zu zeigen.

2) Dann aber auch, uns klarzumachen, dass alle, die er wie den Jüngling von Nain berühren wird, die an ihn als Erlöser glauben, zum ewigen Leben auferstehen werden.

Christus ist die Auferstehung und das Leben. Er ist der Erste, der vom Tode auferweckt wurde und jetzt ewig lebt.

Aktuelles Bild: Geheilter Samariter dankbar vor Jesus

Kaum ist die Logik des Evangeliums so kurz und bündig beschrieben worden, wie in diesem Kollektengebet, diesem Sammelgebet, aus: „Das Allgemeine Gebetbuch“ dass sich auf unsere drei biblischen Lesungen an diesem Sonntag bezieht.

Im 1.Teil der Bitte wird für die Vermehrung der geistlichen Wesenszüge in uns gebetet. Nämlich für Glaube, Liebe Hoffnung. Dies bezieht sich zuerst auf 1. Kor. 13.

Im 2. Teil der Bitte wird dann zentral für den wichtigsten Wesenszug der Bibel gebetet. Die Liebe: Wirke in uns die Liebe zu dem, was Du gebietest.

Diesen besonderen Wesenszug besitzen wir nicht von Natur aus. Wirkliche Liebe fehlt allen und jedem Menschen, Männern, Frauen und Kindern, auch den heiligsten und frömmsten unter ihnen. Hier geht es aber nicht um die Liebe zu unserm Nächsten, sondern um die Liebe zu alle dem, was Gott geboten hat: Wie wir uns selbst im Alltag verhalten und was wir tun sollen.

In beiden Teilen der Fürbitte ist zu erkennen, dass etwas vermehrt werden soll, was schwach ist und was jedem fehlt: Das was unser geistliches Leben betrifft: „Glaube, Liebe und Hoffnung!“ Dann aber, was bei uns prinzipiell fehlt und erst bewirkt oder neu in Gang gesetzt werden soll: Die Liebe zu Gottes Geboten, und auch die Liebe, die freiwillig und gerne den besonderen Willen Gottes tut.

Bei dem Evangelium haben wir folgende Lektion. Der vom Aussatz geheilte Samariter kehrt um, preist Gott mit lauter Stimme und fällt dann Jesus zu Füßen und dankt ihm.

Die Grundvoraussetzung ist aber zuerst die Heilung von Sünde und Aussatz durch Jesus Christus. Dieses Heil hat Gott in Bewegung gesetzt. Wenn wir dies erkennen, dann bewirkt er in uns auch die Freude darüber und die Dankbarkeit, die über unsere Lippen kommen soll. Denn wir können keinen Dank selbst produzieren. Aber Gott kann ihn bewirken und kann ihn vermehren. Dafür wollen wir beten.

Bei der AT-Lesung aus 1 Chr. 29 lernen wir folgendes:

Gott hat David als Hirtenjunge von der Schafhürde weggenommen und König werden lassen. Als König bereitet David alles im Detail vor, damit sein Sohn Salomo den Tempel baut.

Genau das ist auch die Aufgabe des Königs, sich um den Tempel, das Haus Gottes zu kümmern. Dazu benutzt er einmal alle die Beute, die er in Kriegen gewonnen hatte.

Aber dies genügt ihm nicht, nur die Beute anderer weiterzugeben. Sein eigenes Anliegen ist es, darüber hinaus von seinem persönlichen Gut und Besitz Gott zu spenden. Er gibt aus Dankbarkeit. Und er spendet sehr, sehr viel. Er ist vorbildhaft für die Stammesführer und Oberhäupter.

Dann aber schließen sich die Vorsteher an, als sie Davids Gebefreudigkeit sehen und geben für Gottes Haus großzügige Geschenke, im Übermaß.

Nun aber sieht dies auch das ganze Volk, und auch sie werden motiviert und geben und spenden für das Gotteshaus und freuen sich.

Daraufhin betet David. Wir erkennen die Verbindung zwischen Geben und Gebet. Geben und Dankgebet sollen immer gemeinsam einhergehen. Der Dank und das Geben für die Kirche und das Reich Gottes gehören zusammen. David betet und sagt, was recht ist: Alles kommt o Herr von Dir, und was wir dir geben, stammt aus Deiner Hand. Und diesen Vers sprechen oder singen wir auch während unseres Gottesdienstes.

Auch hier sehen wir, dass aller Besitz von Gott kommt. Unsere Kraft, unser Besitz, unser alles. Es ist Gott, der die wirkliche Dankbarkeit schenkt, wie auch in 2 Mose 35,4ff. Dort gab das Volk Israel so viel zum Bau der Stiftshütte ihres Besitzes, dass Mose das Geben stoppen musste. Weiterhin brachten sie ihre künstlerischen Gaben als Opfergabe zum Einsatz. Auch wir können dies nicht aus uns selbst heraus produzieren. Aber Gott kann auch bei uns Dank in Form von großzügigem Geben bewirken. Auch dafür wollen wir beten, dass dies geschieht. Wer aber von innen her geben und spenden kann, der ist frei von inneren Zwängen, frei von Habgier, frei von der Ichsucht. Wo beginnen wir aus Dankbarkeit, das Gott zu geben, was ihm sowieso gehört? Zum Geben gehört ein freies Herz, einen geordneten, sparsamen Lebensstil und Augen, die den Mangel im Reich Gottes und die Bedürftigkeit des Nächsten sieht.

Wie viel Geld gibst Du monatlich neben dem Lebensnotwendigen für eigene Wünsche und Annehmlichkeiten aus?  Und vergleiche dann, wie viel gibst Du aus Dankbarkeit Gott – oder sollte dies nicht zuerst kommen?

In der Epistel sehen wir noch einmal deutlich, was aus dem Menschen normalerweise herauskommt, die Werke des Fleisches, die ungezügelte Lust, wie es auch das Evangelium sagt: Böse Gedanken, Neid, Bitterkeit, Hass, usw. Solche Menschen können nicht dankbar sein, weder durch Geben als Dank noch im dankbaren Gebet.

Aber der Mensch des Geistes, den Gottes Geist berührt hat, dessen Herz verändert worden ist, bei ihm bewirkt Gott die Liebe, die Hoffnung und den Glauben. Und noch viel mehr. Alle die christlichen Charakterzüge, genauso, wie sie in der Epistel Galater 5,22 als die Frucht des Geistes beschrieben werden. Aber vor allem geht es heute um unseren Dank, dass alles, was wir sind und haben, von Gottes Güte herkommt und von ihm in unserem Leben entsteht, besonders aber unsere Sündenvergebung und unser ewiges Heil, unsere Errettung, unseren ewigen Platz im Himmel. Haben wir dies erkannt, dass Gott dies alle wirkt, dann werden wir so lieben, wie er uns befiehlt.

Gott kann bewirken, dass wir ins solch einem geistlich geführten Leben alle die Untaten des Fleisches, die egoistischen und narzisstischen Worte, Gesten und Handlungen lassen und den Gehorsam, in Gottes Liebe unser Leben zu führen in uns vermehren.

Darum wollen wir Gott heute bitten, dass er in uns das vermehrt, was wir selbst nicht hervorbringen können: den Glauben, die Hoffnung und vor allem die Liebe.

1. Wo Christus uns heilt und vergibt, da darf Dankbarkeit wachsen wie bei dem geheilten Samariter.

2. Wo wir erkennen, dass alles, was wir besitzen, aus Gottes Hand kommt, da können wir wie David mit einem freien Herzen geben.

3. Und wo der Heilige Geist unser Leben bestimmt, da wächst seine Frucht und das alte, selbstbezogene Wesen verliert seine Macht. So wird aus empfangener Gnade ein dankbares Leben und aus der Liebe Gottes die Bereitschaft, seinen Willen gerne zu tun. Darum lasst uns nicht zuerst fragen, was wir für Gott leisten können, sondern ihn bitten, dass er selbst in uns wirkt, was ihm gefällt.

Lasset uns beten:

Allmächtiger und ewiger Gott, wir danken Dir für alles, was wir aus Deiner Hand empfangen haben, vor allem für die Vergebung unserer Sünden und das Heil in Jesus Christus. Vermehre in uns Glauben, Hoffnung und Liebe und schenke uns ein dankbares und freies Herz. Wirke durch Deinen Heiligen Geist in uns die Freude für Deinen Willen, damit unser Reden, Geben und Handeln Dich ehrt und unserem Nächsten dient. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.