Predigten


AT Lesung Genesis 3,1-24; NT Lesung Mt 4,1–11)

Leitgedanke: Die Fastenzeit ist nicht nur Verzicht, sondern Training: Gott stärkt unseren Charakter durch seinen Gegenwind. Jesus zeigt uns, wie Versuchung überwunden wird – nicht durch „starkes Gefühl“, sondern durch klare Bindung an Gottes Wort.

Im Paradies war alles gut – und doch gab es dort ein klares Stoppschild. Die Versuchung begann nicht mit einer drohenden Faust Satans, sondern mit seiner verlockenden Stimme: „Sollte Gott gesagt haben…?“ Dieser Angriff ging durch die Sinne Evas und Adams (denn die verbotene Frucht „war herrlich anzusehen“), dann durch die Begierde (die Frucht haben zu wollen), und schließlich durch vorgetäuschten geistlichen Hochmut: „Ihr werdet sein wie Gott.“

Dies Muster ist bis heute gleich: Satan versucht uns, Gottes guten Plan zu verdunkeln und sein gutes Gebot als Einschränkung zu verkaufen. Am Ende geht es hier nicht nur um einen „Fehler“, sondern um einen Bundes-Bruch und Wechsel in der Anbetung: Der Mensch setzt sich innerlich auf Gottes Stuhl und bestimmt ohne Gott.

Anwendung: Unsere modernen „Früchte“ sind oft digital glänzend: Ein Klick auf dem Smartphone, ein Bild, ein kurzer Kick. Vieles beginnt harmlos – aber die Frage ist dieselbe: Wer bestimmt dort Wahrheit und was ist gut für mich? Gottes Wort – oder mein Appetit, mein Gefühl, mein Ego?

Nach der Taufe, nach der himmlischen Bestätigung durch die Worte: „Du bist mein geliebter Sohn“, führt der Geist Jesus in die Wüste nicht zu einer Allerwelts-Prüfung. Nicht im Sinne, mal sehen, ob er durch die Führerschein-prüfung kommt. Sondern es geht um den Beweis Jesu Treue und um seine Kraft. Diese Versuchung Jesu ist nicht Sünde.

Anw. Viele Christen verlieren in der Versuchung, weil sie in ihrem Kampf falsch entscheiden, wem sie vertrauen sollen. Denn Versuchung ist der Moment, in dem Du entscheidest, wem Du glaubst. – Jesus war versucht „wie wir“, doch ohne Sünde (Hebr 4,15). Er vertraute Gott mit scharfsinniger Überlegung und begründete dazu Gottes geschriebenes Wort.

Selbstversorgung ohne Gehorsam: „Mach Brot aus Steinen.“ Nicht, das Brot ist böse – sondern: Hier geht es um Unabhängigkeit. „Sorge selbst für dich, nimm dein Recht in die Hand, nimm Abkürzungen.“ Jesus antwortet mit der Schrift (Dtn 8,3): „Gottes Wort trägt mehr als ein schnelles Brot“.
Anwendung: Der Druck zur Selbstrettung ist heute riesig: „Optimiere dich, rette dich selbst, erfinde dich neu, du schaffst das schon.“ Auch geistlich übertragen: „Mach dir dein eigenes Evangelium, das zu deinem Leben passt.“ Jesu Antwort bleibt: Ich lebe aus der Beziehung zu Vater, nicht aus meinem Impuls.

Show-Glaube und missbrauchte Bibel

Satan zitiert Psalm 91 – aber verdreht ihn. Er will Jesus „fromm“ dazu bringen, Gott zu testen: Spektakulär, populär, bekannt, messianisch zu sein, aber ohne Demut. Jesus kontert mit Dtn 6,16: Du sollst Gott nicht versuchen.
Anwendung: Das ist brandaktuell: Viele Bibelverse als Slogans täglich zu posten, vielleicht aus dem Zusammenhang gerissen – Themen um Angst, Macht, Heilung, Endzeit, für viele Likes, fürs Ego. Auch sogenannte „Prophetien“ und „Eindrücke“ übers Internet können sich zwar geistlich anhören und doch führen sie andere Menschen in Stolz, Druck oder Manipulation hinein. Falsche Geister lieben die religiöse Sprache. Darum: Die Schrift nicht als Dauer-Munition verschießen, sondern als Wahrheit in ihrem Zusammenhang benutzen.

Herrschaft ohne Kreuz

„Ich gebe dir die Reiche der Welt – ohne zu leiden.“ Satan bietet uns eine „bessere“ und einfachere Lösung an – zu Ruhm kommen, ohne Opfer zu bringen. Jesus befiehlt ihm: „Weg mit dir!“ und zitiert Dtn 6,13: Denn Anbetung gehört allein Gott allein!
Anwendung: Das ist heute die große moderne Versuchung: Christsein als Erfolgsprogramm – Konferenzen mit Hunderten oder Tausenden, aber ohne Buße, ohne Selbstverleugnung, ohne Kreuz. Oder anders: Spiritualität als Krafttechnik, spirituelle Übung und Kurse, ohne die Herrschaft Jesu. Aber das Reich Gottes kommt nicht durch Deals, Kurse oder Konferenzen, sondern allein durch Treue und Gebet.

Die Tore der Versuchung sind weiterhin: Körper – Seele – Geist. Doch die Waffen Gottes bleiben auch weiterhin: Wahrheit, Gehorsam, Anbetung – auf dem Grund der Heilige Schrift.

  •  Wenn uns die Versuchung „Brot“- körperliche Stärke verspricht: Frage dich, ob dies die Unabhängigkeit von Gott fördert.
  •  Wenn die Versuchung sogar die Bibel“ zitiert: prüfe den Kontext – den Gesamtzusammenhang der Schrift und ob es dem Wesen Gottes entspricht.
  •  Wenn die Versuchung dir „Erfolg“ anbietet: frage, ob dies ein Kreuz-loser Weg ist.

Praktisch:

  • Lies die Schrift so, dass sie dich liest. (Nicht nur einen Vers, sondern im Zusammenhang.)
  • Sprich bei Versuchung aus deinem Dunkel zu Gott: im Gebet, in Beichte, im Gespräch mit Christen.
  • Erkenne den Kern: Es geht selten nur um „eine Sache“ – es geht um Anbetung: Ideen, Götzen, Geld, Macht.
  • Überlege und antworte wie Jesus: „Es steht geschrieben“ – nicht als Formel, sondern als Unterordnung unter den Willen Gottes.

Ermutigung als Christ

Du kämpfst bei Versuchungen als Kind Gottes. In Verbindung mit Christus hast du Sieg. Und wenn du gefallen bist: Lauf nicht weg von Gott, geh wieder hin zu Gott. Der, der bereits in der Wüste neben dir stand, trägt dich auch durch deine gegenwärtige Wüste. Das ist Nachfolge.

Abschlussgebet
Herr Jesus Christus, du treuer Sieger über den Versucher, schenke uns in dieser Fastenzeit einen nüchternen Geist und ein brennendes Herz. Bewahre uns vor falschen Stimmen, vor verdrehter Schriftauslegung und vor dem Wunsch nach Abkürzungen ohne Kampf und Kreuz. Leite uns durch deinen Heiligen Geist in die Wahrheit deines Wortes, damit wir dir allein vertrauen, dich allein anbeten und dir gehorsam folgen. Amen.

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Lukas 18,31-43; 1.Kor. 13

der letzte Sonntag vor der Fastenzeit ist wie ein Torbogen: Wir stehen noch im Licht des Epiphanias, der Zeit der Erscheinung Jesu den Heiden – Ägypten und dem heidnischen Galiläa – und jetzt beginnt im Kirchenjahr schon sein Weg nach Jerusalem.

Gottes Liebe bleibt nicht allgemein, sie ist nicht nur „ein schönes Gefühl“, nicht nur ein Gedanke oben im Himmel. Die Liebe Gottes nimmt Gestalt an – in Jesus Christus – und geht bis zum Ende: hinauf nach Jerusalem, hin ans Kreuz, hier auf der Erde. Darum hören wir heute auch noch das Hohelied der Liebe aus 1. Kor. 13: Nicht als romantisches Gedicht oder eine tolle Hochzeitspredigt, sondern als geistliche Beschreibung, wie Gott selbst handelt – und wie Christus seine Jünger in diese sich opfernd Liebe hineinführt.

Doch genau hier liegt die Spannung des Evangeliums: Jesus kündigt seinen Leidensweg klar an – doch die Jünger verstehen ihn nicht. Direkt nach diesem Ereignis steht ein Blinder am Weg, der sehend wird. Die einen haben Augen und sehen nicht. Der andere ist blind und erkennt den Messias. Das ist nicht nur eine Geschichte von damals. Es ist ein Spiegel für uns heute, für Christen besonders, die meinen Ihn zu kennen, aber sind blind wie die damaligen Jünger.


Jesus nimmt seine Zwölf beiseite und sagt es nun zum dritten Mal: Er wird ausgeliefert, verspottet, misshandelt, getötet – und am dritten Tag auferstehen. Nichts davon geschieht zufällig. Es ist nicht das tragische Ende eines guten Menschen. Es ist der Heilsplan Gottes klar im Alten Testament.

Später erklärt Jesus selbst: „Es muss erfüllt werden, was über mich geschrieben steht.“ (vgl. Lk 22,37) Und nach Ostern wird es noch klarer: Er zeigt seinen Jüngern aus der Schrift, dass der Messias leiden und auferstehen musste (vgl. Lk 24,26–27.44). Damit sagt Jesus: Die Heilige Schrift ist nicht schöne Dekoration – sie ist Gottes ewiger Wegweiser. Und Jesus ist nicht nur ein Thema der Schrift – er ist ihre Mitte.

Das ist entscheidend für unseren Glauben: Christlicher Glaube ruht nicht auf Stimmung, nicht auf Tradition allein, nicht auf „meiner religiösen Erfahrung noch auf Erlebnisgeschichten oder spirituellen musikalischen Treffen“. Er ruht darauf, dass Gott durch seine Propheten gesprochen hat – und dass Jesus dieses Wort auslegt und durch sein eigenes Leben erfüllt. Darum ist wahre Frömmigkeit nicht zuerst: „Wie fühle ich mich?“ Sondern: „Was hat Gott gesagt, und wie führt Christus mich in dieses Wort hinein?“


Warum verstehen die Jünger Jesus nicht? Unsere Lesung sagt: Es blieb ihnen verborgen. Aber praktisch sieht man: Sie haben ein anderes Messias-Bild im Kopf. Ein starker König, ein Sieger, eine schnelle Lösung. Leiden passt nicht in ihre Erwartungen seiner Nachfolger.

Und hier wird es sehr aktuell. Auch wir möchten gern den Herrn, der alles ordnet, mich segnet, schnell heilt, mich trägt – und das tut er ja auch. Aber wir geraten in Gefahr, Jesus auf „Hilfe für mein Leben“ zu reduzieren. Dann wird das Kreuz ein Randthema. Dann wird Nachfolge bequem. Dann wird unser Glaube, wie bei seinen Jügern zu einem religiösen Zusatzprogramm.

Die geistliche Blindheit zeigt sich bei den Jüngern sogar darin, dass sie kurz danach über Größe streiten (vgl. Lk 22,24ff). Wer das Kreuz nicht versteht, wird unweigerlich nur um sich selbst kreisen: um Anerkennung, Einfluss, Rechtbehalten, Verletzungen. Denn ohne das Kreuz bleibt mein ICH im Mittelpunkt.

1. Korinther 13 hält uns dabei einen Spiegel vor: Liebe sucht nicht das Ihre, sie bläht sich nicht auf, sie rechnet das Böse nicht zu, sie erträgt, sie hofft, sie bleibt. Das ist nicht nur ein Ideal. Das ist die Handschrift Christi, sein Leben im Alltag. Und diese Liebe führt ihn – nicht von Schwierigkeiten weg – sondern mitten hinein, bis ans Kreuz.


Und dann: ein blinder Bettler am Weg. Er hört, dass Jesus vorbeikommt, und er schreit: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Das ist Glaube. Er kennt sein Elend. Er ruft um Hilfe. Er nennt Jesus mit dem messianischen Titel. Er klammert sich an Jesus als Retter, obwohl andere ihn zum Schweigen bringen wollen.

Jesus bleibt stehen und stellt eine Frage, die fast zärtlich wirkt: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Der Mann antwortet schlicht: „Herr, dass ich sehend werde.“ Und Jesus sagt: „Dein Glaube hat dich gerettet.“

Hier geschieht mehr als Augenheilkunde. Es geschieht ein Prinzip des Glaubens:

  • Er erkennt seine Not und beschönigt sie nicht.
  • Er sucht Hilfe nicht in sich selbst, sondern bei Christus.
  • Er lässt sich nicht ablenken oder einschüchtern.
  • Und als er sieht, folgt er Jesus nach.

Das ist genau die Erfahrung, die später in Lukas 24 vollendet wird: Als der Auferstandene ihnen die Schrift öffnet, da öffnen sich auch ihre Augen – und ihr Herz brennt. (vgl. Lk 24,45–48) Wahrer Glaube entsteht, wo Jesus selbst durch sein Wort gegenwärtig wird und uns die Augen öffnet.

Das ist auch heute noch die Norm und Methode:
Nicht wir „schaffen“ uns Glauben. Christus schenkt Einsicht. Er tut es vorrangig durch sein geschriebenes und gesprochenes Wort und seinen gegenwärtigen Geist.

Weiter im Hören, im Beten, im Gehorsam, in der Gemeinschaft seiner wahren Kirche, in Predigt und Sakrament. Und oft ganz persönlich: indem er uns wie die Emmaus-Jünger trifft, uns korrigiert, uns die Schrift öffnet und sie uns lebendig macht.


Lieber Mitchrist, Estomihi heißt: „Sei mir ein starker Fels“ – ein Ruf um Halt. Und Gott antwortet nicht zuerst mit Erleichterung, sondern mit Christus. Er gibt uns den, der die Liebe bis zum Ende geht.

Darum möchte ich dich heute einladen, deinen Glauben neu auf diese Grundlage zu stellen:


  1. Bitte Jesus ehrlich: „Herr, öffne mir die Augen – für dich, dein Kreuz, deinen deinen Liebes-Weg zu erkennen.“
  2. Bleibe ganz an der Schrift: Lese die Evangelien in den kommenden Wochen der Fastenzeit wie Menschen, die geführt werden wollen.
  3. Gehe bewusst in die Nachfolge: Nicht nur „an Jesus glauben“, sondern mit Jesus gehen – auch dann, wenn sein Weg durch Verzicht, Geduld, Wahrheit und Kreuz führt.

Und wenn du spürst: „Ich bin eher wie die Jünger – ich verstehe so vieles nicht“ – dann ist das kein Grund zur Resignation. Es ist ein Grund zum Gebet. Denn der Herr, der den Blinden sehend machte, ist derselbe, der nach Ostern den Jüngern das Verständnis öffnete. Er kann auch dir aus der geistlichen Blindheit ins Sehen führen.

So dürfen wir heute antworten wie der Blinde am Weg:


„Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
Und dann: mit geöffneten Augen ihm nachfolgen – Schritt für Schritt – bis dahin, wo das Kreuz nicht das Ende ist, sondern der Durchgang zur Herrlichkeit. Amen.

(Letzter Sonntag nach Epiphanias | Matthäus 24,23–31 | Jesaja 60,2)

Am Ende der Epiphaniaszeit stellt uns die Kirche Gottes noch einmal die Herrlichkeit Christi vor Augen – nicht nur seine Herrlichkeit in der Geburt, sondern auch seine Herrlichkeit bei seiner Wiederkunft. Gerade, bevor die Passionszeit beginnt, ist das ein geistlicher „Vorausblick“: Wir schauen schon jetzt über Kreuz und Leiden hinaus auf die kommende Vollendung.

Der Wochenspruch bündelt diese Spannung:
Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jes 60,2)
Die Welt ist dunkel – aber Gottes Herrlichkeit bricht ungehindert durch.

Und das Tagesgebet macht daraus eine Bitte mit dem Zweck: Christus ist erschienen, die dunklen Werke des Teufels zu zerstören und uns zu Kindern und Erben des ewigen Lebens zu machen. Darum bitten wir: „Verleihe, dass wir uns in dieser Hoffnung selbst reinigen, gleichwie er rein ist; damit, wenn er in Kraft und großer Herrlichkeit wiederkommen wird, wir … ihm ähnlich gemacht werden.“
Die Logik ist klar: Die kommende Herrlichkeit Christi → die Hoffnung seiner Gemeinde → die Reinigung unseres Lebens → die baldige Herrlichkeit mit Christus.

Aus Matthäus 24,23–31 treten drei Schwerpunkte hervor.

Jesus warnt zuerst: „Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: da!, so sollt ihr’s nicht glauben.“ (Mt 24,23) Es gibt Zeiten, in denen religiöse Sensationen, starke Persönlichkeiten oder „Retterfiguren“ auftreten. Jesus sagt nicht nur: „Passt auf“, sondern: Lasst euch nicht dadurch treiben.

Denn die Wiederkunft Christi braucht keine Werbung, auch nicht das Internet! Sie ist nicht verborgen, betrifft keine Elitetruppe, ist auch nicht nur für speziell „Eingeweihte“. Sie ist so eindeutig, dass man sie nicht verwechseln kann. Darum ist jede Botschaft, die sagt: „Christus ist hier – aber nur wir wissen es“, schon entlarvt.

Anwendung:

  •  Prüfen wir, wovon wir geistlich „gezogen“ werden: Von frommer Aufregung oder von Christus selbst?
  •  Reinheit beginnt oft mit Nüchternheit: nicht alles auf dem Smartphon anklicken, nicht jedem „Internet Propheten“ folgen, nicht auf jeder Angstwelle mitreiten.
  •  Wer Christus liebt, lernt zu sagen: Ich bleibe beim Gottes-Wort, beim Gebet, bei meiner Gemeinde, bei dem schlichten Gehorsam – statt beim christlichen Spektakel.

Das erst bewirkt Reinigung: Ein Herz, das nicht ständig „neueste Lichter“ sucht, sondern beim wahren Licht bleibt.

Jesus beschreibt sein Kommen: „Wie der Blitz ausfährt vom Osten und scheint bis zum Westen, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein.“ (Mt 24,27). Kein Geheimnis, kein Schatten, kein „vielleicht“.

Das Kommen des Messias wird von weltumfassenden Zeichen begleitet –  an Himmelskörpern, so dass alle Menschen es sehen. „Dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel … und sie werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ (Mt 24,30) Wahrscheinlich aber ist Christus selbst „das Zeichen“ – der letzte, entscheidende Hinweis. Und diese kommende Herrlichkeit ist nicht neutral: Sie ist Gericht über die Finsternis der Welt. Darum „werden wehklagen alle Geschlechter der Erde“ – besonders aber die, die ihn ablehnen.

Anwendung:

  • Epiphanias zeigt: Christus ist das Licht. Matthäus 24 zeigt: Dieses Licht wird alles offenlegen.
  • Reinigung ist darum heilsame Vorbereitung: Herr, bring ans Licht, was nicht in dein Reich passt.
  • Wer aber in dunkler Sünde „wohnen“ will, fürchtet den hellen Blitz. Wer Christus vertraut, lernt: Der Blitz ist nicht nur Schrecken – er ist auch Rettung. Endlich kommt der König. Endlich wird die Lüge beendet. Endlich kommt Licht in die Dunkelheit. So wird aus dem Wochenspruch ein Trost:Finsternis bedeckt die Erde – aber über dir geht der Herr auf.

„Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden.“ (Mt 24,31). Die Posaune ist ein alttestamentliches Bild –Ein königlicher Herold verkündet Gottes furchtbares Erscheinen, er sammelt die Treuen, und das Heer Gottes bricht auf. Es ist Gott, der ruft, und niemand kann ihn mehr überhören.

Und entscheidend ist: Nicht alle werden dann trauern. Die einzigen, die nicht wehklagen, sind seine Erwählten. Nicht, weil sie besser wären – sondern weil sie zu Christus gehören. Und genau darum betet die Kirche: „Verleihe, dass wir uns in dieser Hoffnung selbst reinigen … damit wir ihm ähnlich gemacht werden.“

Anwendung:

  • Reinigung heißt: Ich lebe heute schon so, wie ich bei seinem herrlichen Kommen gefunden werden möchte.
  • Reinigung heißt: Ich verberge und rechtfertige nichts mehr vor Gott.
  • Reinigung heißt auch: Ich stelle mich ins Licht: Beichte, Vergebung, Versöhnung, klare Schritte weg von dem, was mein Gewissen verdunkelt.

Wenn Christus uns sammelt, dann nicht, um uns zu beschämen, sondern um uns heimzuholen – und uns wirklich herrlich zu machen, ihm ähnlich, mit ihm herrlich.

Ermutigung

Die bevorstehende Passionszeit führt uns zum Kreuz und zum Mitleiden. Aber dieser heutige Sonntag sagt: Schau nicht nur auf das Dunkel – sieh doch den schon kommenden Glanz. Der Herr, der in Niedrigkeit und Krippe geboren wurde, kommt am Ende in Macht und Herrlichkeit. Der Herr, der sich am Kreuz hingab, kommt bald als König über sein Reich.

Darum: Reinige dich schon heute „in dieser Hoffnung“. Nicht aus Angst, sondern weil du zu Jesus gehörst, nicht weil du aktiv selbst an dir arbeitest, sondern als Antwort auf seine Gnade.

Und wenn du dich auch schwach fühlst: Genau dafür beten wir gemeinsam in der Kirche – dass Gott selbst die Reinigung wirkt. Bitte ihn einfach:
Herr Jesus Christus, du Licht der Welt: heile, was finster ist in mir. Reinige mich so, wie du rein bist.

Und lass dein Licht so über und in mir aufgehen, dass ich jetzt schon als Kind des Lichts lebe – bis du kommst in großer Herrlichkeit. Amen.

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Kaum eine Frage bewegt Christen so sehr wie diese: Wie erkenne ich den Willen Gottes für mein Leben? Besonders fragen wir uns dies zu Beginn eines neuen Jahres.

Doch wer seinen Glauben ernst nimmt, möchte Gott gefallen und gehorsam für ihn leben. Jedoch suchen wir oft an der falschen Stelle. Denn es ist gerade die Bibel, die uns hilft, den Willen Gottes richtig zu verstehen – und sie unterscheidet dabei drei wichtige Bereiche.

Nicht alles, was Gott weiß und plant, hat er uns offenbart. Ein großer Teil seines Handelns bleibt für uns verborgen. Egal wie lange du auch fastest oder betest. Wir kennen weder alle Zusammenhänge unseres Lebens noch unsere Zukunft. Das gilt für unser persönliches Leben ebenso wie für Gottes Plan mit dieser weiten Welt.

Darum warnt die Bibel uns davor, die Zukunft erforschen zu wollen – durch Horoskope, Kartenlegen oder Wahrsagerei oder auch Träume und Visionen. Sondern: Wer mein Wort hat, predige das Wort. Ist mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt? Diese Wege versprechen kurze Sicherheit, führen aber alle weg von Gott. Denn der verborgene Wille Gottes ist nicht dazu da, entschlüsselt zu werden. Er gehört Gott allein. Gott sprach, er wolle im Dunkel wohnen.

Das ist keine Einschränkung, sondern eine Entlastung, keine Beruhigung. Doch wir müssen und sollen nicht alles Göttliche wissen. Wir dürfen aber Gott vertrauen, dass er unsere Wege richtig lenkt – auch dann, wenn wir nicht oder nicht alles verstehen, warum so manches geschieht. Meist erkennen wir Gottes verborgenen Willen erst im Rückblick. Heute und besonders im Jahr 2026 ruft Gott uns nicht zum Grübeln oder zur Ängstlichkeit auf, sondern zum entspannenden Vertrauen.

Gott ist souverän, unabhängig von allem und allen. Was er beschlossen hat, wird geschehen. Nichts kann seinen Plan aufhalten. Die Schöpfung Gottes, seine gesamte Geschichte mit Israels, das Datum der Geburt Jesu, das Jahr und die Uhrzeiten seiner Verurteilung und seinen vorherbestimmten Tod am Kreuz, sowie den Tag der Auferstehung Jesu. Dieses und mehr zeigt: Gott führt seine Geschichte geplant und zuverlässig zu seinem Ende.

Dieser Wille Gottes kann nicht verfehlt werden. Niemand lebt außerhalb davon. In ihm leben, bewegen wir uns, haben unser Sein oder unser Leben. Auch unsere Fehler und Umwege heben Gottes Plan nicht auf. Er schreibt auf noch so krummen und sündigen Wegen der Menschen seinen geraden Weg zu seinem Ziel hin. Das bewahrt uns vor Zweifel und Angst: Wir müssen nicht befürchten, durch eine falsche Entscheidung „aus Gottes Plan zu fallen“.

Gerade deshalb richtet die Bibel unseren Blick auf einen anderen Bereich – den, der uns tatsächlich anvertraut ist.

Der offenbarte Wille Gottes ist der wichtigste für unser tägliches Leben. Er ist klar, zugänglich und verbindlich. Gott hat ihn in seinem Wort offenbart, damit wir seinen Willen kennen, tun und weitergeben.

Dabei geht es nicht in erster Linie um Zukunftskenntnis, sondern um Gehorsam im Heute und Jetzt – in unserem Alltag. Die Bibel sagt:
Das ist der Wille Gottes: eure Heiligung.“ (1. Thessalonicher 4,3) – Damit ihr nach dem vollkommenen Vorbild Jesu Christi verändert werdet und Ihm gemäß handelt.

Gottes Wort zeigt uns, was ihm gefällt, wie wir leben sollen und worauf sein Segen ruht. Es ist „eine Leuchte für unseren Fuß und ein Licht auf unserem Weg“ (Psalm 119,105).

Unsere Anwendung im Alltag

Berufswahl
Wenn wir vor einer beruflichen Entscheidung stehen, fragt Gottes Wort nicht zuerst: Wo verdiene ich am meisten? sondern: Welche Gaben hat Gott mir gegeben? und Wo kann ich verantwortungs-voll dienen?
Eine nüchterne Prüfung der eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen ist ein geistlicher Akt nach Gottes Willen. Passt eine Stelle nicht zu meinen Gaben oder zwingt sie mich dauerhaft zu Kompromissen, dann ist es sicher Gottes Wille, weiterzusuchen. Gottes Wille wird erkannt, indem wir sein Wort auf unsere konkreten Situationen anwenden.

Partnerwahl
Auch bei der Frage nach Ehe und Partnerschaft gibt die Bibel klare Orientierung für beide: Glaube an Gott, Verlässlichkeit zueinander, Liebe und Verantwortung. Oft gibt es mehr als eine gläubige Person, die diesen Maßstäben entspricht. Dann gilt: Du bist frei darin zu entscheiden. Gott zwingt uns nicht in eine einzige Option. Wer innerhalb seines offenbarten Willens handelt, darf mit Frieden entscheiden.

Familienplanung
Die Fragen nach Kindern, Zeitpunkt und Verantwortung sind sensibel und persönlich. Die Bibel gibt keine festen Zahlen oder Zeitpläne vor, wohl aber klare Prinzipien bei diesen: Verantwortung, Liebe, Schutz des Lebens, gegenseitige Rücksichtnahme und Vertrauen auf Gottes Versorgung. Familienplanung geschieht nicht durch Angst oder gesellschaftlichen Druck, sondern im Gebet, im Gespräch und im Hören auf Gottes Wort.

Altersruhestand – Wohnen und Leben
Auch der wohl verdiente Ruhestand ist kein geistlich neutraler Raum. Wo und wie wir leben, uns auch fest einer biblischen Gemeinde anschließen, wie wir Zeit, unsere Alters- Ressourcen und gute Erfahrungen einsetzen, steht unter Gottes Willen. Die Bibel ermutigt uns in diesem Ruhestand zu Weisheit, Genügsamkeit und weiterhin fruchtbarem Leben. Ruhestand heißt nicht Stillstand, sondern ein neuer Abschnitt verantwortlichen Lebens vor Gott.

Christlicher Dienst in Kirche und Umfeld
Gott ruft jeden Christen zum Dienst – nicht nur einige wenige. Die Frage ist nicht:

Was ist spektakulär? sondern: Wo hat Gott mich hingestellt?
In meine Gemeinde, die Nachbarschaft, Familie und Beruf gibt es unzählige Möglichkeiten, meinen Glauben sichtbar zu leben. Wer Gottes Willen, seine Gebote liebt und anwendet, wird Frucht bringen – zur rechten Zeit.

Ermutigung für morgen:

Viele fragen: Was will Gott morgen?
Die Bibel fragt: Lebst du heute nach meinem Wort?

Der verborgene Wille Gottes bleibt bei Gott.
Der absolute Wille Gottes erfüllt sich sicher.
Der offenbarte Wille Gottes

liegt offen vor uns – in der Heiligen Schrift.

Darum: Warte nicht auf besondere Zeichen. Öffne Gottes Wort. Setze das Erkannte um. Vertraue Gott die Zukunft an – und lebe seinen Willen hier und jetzt.

Liebe Gemeinde,

unser Predigttext (Matthäus 2,19–23) erzählt uns kein romantisches Weihnachtsidyll, sondern eine gefährliche Kindheits-geschichte.

Jesus wird als der verheißene König bekannt: Aus der Linie Abrahams und Davids kommend; angekündigt durch Engel; verehrt von Weisen; von einigen erkannt als der Gesalbte Gottes. Und doch: Dieser König beginnt sein Leben nicht im Palast, sondern unter großer Bedrohung.

Nach Herodes’ Tod könnte man meinen: „Jetzt wird alles gut.“ Aber so einfach ist es nicht. Herodes’ Reich wurde unter drei seiner Söhne aufgeteilt. Besonders Archelaus, der über Judäa, Samaria und Idumäa herrschte, er war berüchtigt für Brutalität und Tyrannei. Viele Menschen litten darunter – Aber Gott nimmt diese politische Wirklichkeit sehr ernst. Auch Joseph spürt Gefahr, als sie nach zwei Jahren Aufenthalt aus Ägypten zurückkamen, und Gott bestätigt diese durch eine Warnung im Traum: „Geh nicht nach Judäa.“ Joseph gehorcht. Seine Familie kehrt nicht in die Nähe Bethlehems oder Jerusalems zurück, sondern zieht weiter nach Norden, nach Galiläa, nach Nazareth.

Das ist auch für uns wichtig: Gottes Führung bedeutet nicht, dass es keine Gefahren mehr gibt. Aber sie bedeutet: Gott ist nicht überrascht. Er darum und führt uns Schritt für Schritt. – Jesus liegt hier nicht zufällig in dieser Geschichte, sondern gsnz bewusst „in Gottes Hand“: Bewahrt in Ägypten, bewahrt auf dem Weg zurück, bewahrt vor dem falschen Herrscher, bewahrt ab jetzt in einem unscheinbaren Ort.

Und noch etwas: Gottes Hand führt Jesus nicht nur weg von Gefahr eines unberechbaren Herrschers, sondern auch hinein in einen neuen Weg der Demut. Nazareth war nicht „erste Adresse“. Es hatte einen zweifelhaften Ruf: „Was kann aus Nazareth Gutes kommen?“ (Joh 1,46). Für viele war „Nazarener“ damals schon ein Spottwort. Matthäus sagt sogar: So sollte es sein – der Messias wird verachtet werden, wie es die Propheten beschreiben (z.B. Jes 53). Schon in der Kindheit zeigt sich: Der Retter kommt nicht im Glanz, sondern in Niedrigkeit. Und dennoch: Er ist sicher in Gottes Hand.


Wenn Jesus als Kind und Heranwachsender in Gottes Hand behütet wurde, dann ist das nicht nur ein Stück beruhigende Geschichte. Es ist auch ein Trost für uns persönlich. Denn wir erleben ja auch verschiedene Lebensabschnitte: Kindheit, Jugend, Familienjahre, Beruf, Krankheit, Alter, Umbrüche. Und in jedem Abschnitt fragt sich unser Herz: „Bin ich gehalten? Oder muss ich alles allein tragen?“ Liege ich in Gottes Hand?

Joseph ist in unserem Text ein stiller Zeuge des Glaubens. Er bekommt nicht den ganzen Plan erklärt. Er bekommt jeweils den nächsten Schritt gesagt: „Steh auf … nimm das Kind und seine Mutter … geh …“ Und er geht. So sieht Vertrauen oft aus:

Wir müssen nicht alles wissen, aber wir sollen gehorchen. Wir müssen nicht alles kontrollieren, aber wir sollen uns führen lassen.

„In Gottes Hand“ heißt nicht: Wir werden nie Angst spüren.

Joseph hatte Angst. „In Gottes Hand“ heißt doch: Ich bringe meine Angst zu Gott und handle im Gehorsam. „In Gottes Hand“ heißt auch nicht: Es wird immer bequem.

Nazareth war nicht der Ort der Ehre. Aber es war der Ort, an dem Gott Jesus aufwachsen ließ.

Vielleicht beginnt das neue Jahr 2026 für manche von uns mit großer Unsicherheit: gesundheitlich, familiär, finanziell, gemeindlich, gesellschaftlich. Dann ist diese Botschaft schlicht und wirksam für dich: Du musst nicht zuerst stark werden, um in Gottes Hand zu sein. Du darfst zuerst hingehen – und dich in Seiner Hand halten lassen.

Darum ist christlicher Glaube nicht nur ein Satz im Kopf, sondern eine Haltung des Herzens: „Herr, hier bin ich. Ich vertraue dir meinen Weg an. Leite du meine Schritte.“ Manchmal ist das Gebet nicht lang. Es ist einfach: Nur einfach diese Worte:

„Vater, halte mich. Halte mich fest in deiner Hand.

Nazareth war ein Ort, über den man die Nase rümpfte. Ein Randgebiet. Ein Ort, der nicht „fromm“ wirkte. Und gerade dort wächst Jesus heran. Dort lernt er das Leben einfacher Menschen kennen. Dort sieht er Kranke, Schwache, Sünder – und lernt Mitgefühl. Lukas sagt von dort: „Das Kind wuchs und wurde stark… und die Gnade Gottes war auf ihm“ (Lk 2,40). Seine spätere Nähe zu Ausgestoßenen (Mt 9,10–13) fällt nicht vom Himmel wie ein plötzlicher Einfall. Gott prägt ihn in einem Umfeld, das menschlich gesehen „nicht ideal“ war. – Und das tut er mit jedem, in Seiner Hand. Nicht das Umfeld wird dich prägen, sondern Gottes Hand.

Hier hilft eine kleine Klarstellung: Matthäus schreibt: „Er wird Nazarener genannt werden.“ Das ist nicht dasselbe wie ein „Nazoräer“-Gelübde (Num 6), bei dem jemand sich für eine Zeit besonders Gott weiht. „Nazarener“ meint zuerst: „aus Nazareth“. Und genau dieses Wort wurde später zum Spott. In Apostelgeschichte 24,5 nennt man die ersten Christen verächtlich die „Sekte der Nazarener“. Gott nimmt das Schimpfwort – und macht daraus ein Ehrenzeichen: Der verachtete Jesus ist der Retter. Und die verachteten Christen gehören zu ihm.

Das ist unsere Hoffnung: Auch unsere „Nazareth-Orte“ können Orte des Wachstums werden. Vielleicht ist dein Ort schwierig: Eine komplizierte Familie, ein belastender Arbeitsplatz, deine Einsamkeit, ein Dorf mit viel Gerede, eine alte Vergangenheit, die dich beschämt. Dann flüstert die Versuchung in dir: „Aus mir wird nichts Gutes.“ Aber Gott sagt: „In meiner Hand kann Gutes wachsen – gerade dort.“ Nicht weil der Ort gut ist, sondern weil Gott gut ist.

Ermutigung zum Beginn des neuen Jahres

Liebe Geschwister, am Anfang dieses Jahres wollen wir nicht groß reden, sondern schlicht glauben: Der gleiche Gott, der Jesus in der Gefahr bewahrt hat, hält auch uns. Er führt oft still, Schritt für Schritt. Er gebraucht auch unscheinbare Orte um im Glauben zu wachsen. Und er verwandelt sogar vergangene Verachtung in ein anziehendes Zeugnis.

Darum:

Legen wir unser Leben neu in Gottes Hand – unsere Kinder, unsere Jugend, unsere Familien, unsere Entscheidungen, unsere Sorgen.

Und wenn wir heute an einem „Nazareth-Ort“ stehen und fragen: „Was kann da schon Gutes herkommen?“ – dann antwortet das Evangelium:

Aus Nazareth kam Jesus.

Und an jedem Ort in Gottes Hand kommt Segen. Amen.


Einleitung

Lola – (geändert) wurde als Säugling adoptiert. Ihre Adoptiveltern machten daraus nie ein Geheimnis. Schon als Kind hörte sie nicht: „Du bist zufällig bei uns“, sondern: „Du bist gewollt.“ Diese einfache, klare Botschaft gab ihr festen Boden unter den Füßen. Adoption war kein Makel, sondern ein Geschenk – und zugleich Verantwortung.

Viele Jahre hatte Lola keinen inneren Druck, nach ihrer Herkunft zu suchen. Sie hatte eine Familie, die sie liebte und prägte. Erst als sie selbst Mutter wurde, kamen neue Fragen: Woher komme ich? Wie sieht meine Geschichte ganz aus? Mit Hilfe einer Beratungsstelle fand sie ihre leibliche Mutter. Das Treffen war nicht von Anklage bestimmt, sondern von Würde: Die leibliche Mutter hatte in schwerer Lage einen Schritt getan, der Lola ein gutes Zuhause eröffnete.


So wird Adoption zu einem Bild des Evangeliums:

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen“ (Joh 1,14a).


Dieses Wort ist keine Weihnachtsromantik. Es ist die große, tröstliche Tatsache: Gott hat nicht aus sicherer Distanz gerettet, sondern ist uns tatsächlich nahegekommen. Unser Tagesgebet fasst diese Wahrheit in drei starken Punkten zusammen:

  • Christus nimmt unsere Natur an,
  •  wir werden Gottes Kinder, und
  •  der Geist erneuert uns täglich.

Johannes sagt nicht: „Das Wort tat so, als wäre es Mensch geworden.“ Er sagt: Es wurde Fleisch. Gott wählte nicht nur einen Propheten, nicht nur ein Symbol, nicht nur eine Idee. Der ewige Sohn nahm unsere wirkliche Menschlichkeit an – mit allem, was menschlich ist, nur ohne Sünde.

Damit wird Joh 1,14 zum Trost für alle, die sagen: „Mein Leben ist zu schwer, zu zerbrechlich, zu verworren.“

Christus ist nicht in eine heile Welt gekommen, sondern in eine Welt, die ihn nicht kannte, ja, die ihn ablehnte. Und gerade dort „wohnte“ er unter uns – wörtlich: er „zeltete“ unter uns. Der heilige Gott schlägt sein Zelt, wie das AT Bundeszelt, in unserer Nachbarschaft auf.

Hier passt der Gedanke sehr gut: Gottes Heil geschieht nach seinem Plan und zu seiner Zeit. Prophetie ist dabei nicht nur ein Beweisstück, sondern ein Trost: Gott handelt nicht hektisch, nicht zufällig, nicht improvisiert, sondern lange geplant. Die Geburt Jesu ist also keine religiöse Legende, noch eine schöne Geschichte, sondern Gottes festes Handeln in Raum und Zeit. Darum dürfen wir sagen: Wenn Gott sein Wort in Christus erfüllt hat, dann wird er auch seine Verheißungen an uns persönlich erfüllen.

Und das Ziel der Menschwerdung Jesu ist sehr klar: „Du sollst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Christus kommt jedoch nicht zuerst, um unsere Umstände zu verschönern, damit es uns gut geht, sondern um unsere Schuld zu tragen und die Krankheit der Trennung mit Gott zu heilen. Seine Krippe weist schon auf sein Kreuz: Er wurde Fleisch, ganzer Mensch, für uns, damit er für Fleisch und Blut, für uns Menschen, sterben konnte.

Das Tagesgebet geht weiter: „Verleihe, dass wir, die von neuem geboren und als Deine Kinder adoptiert wurden…“ Hier liegt ein Evangelium im Evangelium. Weihnachten ist nicht nur Gottes Nähe, sondern Gottes Annahme. ICH DARF KIND GOTTES SEIN!

Adoption ist mehr als ein schönes Bild. Es bedeutet: Gott sagt nicht nur „Ich dulde dich“, sondern „Du gehörst zu mir“. Wer an Christus glaubt, wird nicht bloß verbessert, sondern neu geboren. Wir werden nicht durch Leistung Kinder Gottes, sondern durch gnädige Annahme. So werden rechtlich Kinder Gottes.

Hier kann uns Joseph als stiller Zeuge helfen. Was macht Joseph so wertvoll für diesen Sonntag? Er zeigt, wie Gott in unsere zerbrechlichen Geschichten hineinwirkt: Da ist Unverständnis, Angst, Fragen. Joseph lernt, Gottes Wort mehr zu glauben als Gerüchten, mehr als eigener Schlussfolgerung, mehr als öffentlicher Meinung. Er nimmt zuerst Maria an – und übernimmt Verantwortung.

Hier finden wir ein Echo der großen Wahrheit. Und weiter, wie Joseph den nicht eigenen Sohn, Jesus, annimmt und ihn rechtlich als seinen Sohn adoptiert, so nimmt Gott uns in Christus an.  Gott adoptiert uns durch Glauben an Jesu Versöhnungstat und äußerlich durch das Zeichen der Taufe.

Und wer sich so angenommen weiß, kann anfangen, selbst anders zu handeln: Als Gotteskind, aus Zugehörigkeit zu ihm, weil ich von Gott geliebt bin.

Der dritte Schwerpunkt ist der vielleicht praktischste und schwierigste: „…dass wir … täglich durch Deinen Heiligen Geist auch erneuert werden.“ Beachten wir dieses Wort: täglich. Das Christfest ist kein einmaliger Höhepunkt, der dann wieder in den Alltag abfällt. Es ist der Beginn einer täglichen Erneuerung. Christsein beginnt bei Dir in der Krippe, mit der Ernährung durch regelmäßige und reine Milch des Wortes Gottes und zunehmen, wachsen, dadurch.

Was erneuert der Geist Gottes? Nicht nur schöne Gefühle, sondern meinen ganzen Menschen: Besonders mein Denken, mein Wollen, mein Reden und dann mein tägliches Leben und Handeln. Und diese Erneuerung ist nicht Selbstoptimierung, ich gebe immer mein Bestes, sondern Christus nimmt so Gestalt und Handeln in meinem Leben an: Der Geist Gottes formt uns nach dem, dessen Herrlichkeit wir in der Krippe gesehen und nach dem Leben und Handeln Jesu erkannt haben.

Das heißt sehr konkret:

  • Wenn Christus „unter uns wohnt“, dann darf er auch in unseren Beziehungen wohnen: in Ehe und Familie, in Gemeinde, am Arbeitsplatz, Verwandtschaft und unter Freunden. Der Geist schenkt Geduld, wo wir ansonsten ausflippen oder schnell hart werden. Er schenkt Wahrheit, wo wir ausweichen. Er schenkt Versöhnung, wo wir uns festgefahren haben, uns nicht verändern wollen.
  • Wenn wir adoptierte Kinder sind, dann müssen wir nicht mehr um jeden Preis Recht behalten oder gut dastehen. Kinder Gottes dürfen Fehler machen, Fehler bekennen, umkehren und wieder neu anfangen.
  • Wenn der Geist uns täglich erneuert, dann gibt es Hoffnung für Gewohnheiten, die uns binden. Nicht durch Druck werden wir verändert, sondern durch neue Liebe, durch Christi Liebe in uns.

Ermutigung

Liebe Geschwister: Weihnachten sagt nicht nur „Gott war einmal da“. Es sagt: Gott ist immer noch da – und er bleibt für immer. Das Wort ist Fleisch geworden. Der Sohn nahm unsere Natur, unser Wesen an. Gott hat uns zu Kindern gemacht, uns in seine Familie adoptiert. Und er erneuert uns in dieser Beziehung täglich durch seinen Heiligen Geist.

Darum gehen wir in diese neue Woche nicht mit einer Last: „Ich muss besser werden“, sondern mit dem Trost: „Christus wohnt jetzt bei mir.“

Wir bitten ihn nun:

„Herr, erneuere heute so mein Herz, dass es die Krippe für Jesus ist. Lass deine Gegenwart meine Gedanken, meine Worte und mein Haus prägen.“.

Denn wer die Herrlichkeit des Sohnes Gottes gesehen hat, der wird für immer Kind Gottes bleiben.    Amen.

Das Tagesgebet des 3. Advent erinnert uns daran: Gott kommt nicht zufällig in die Welt – er kommt mit Absicht, mit Verheißung und mit Vorbereitung. „Bei deiner ersten Ankunft hast du deinen Boten gesandt, deinen Weg zu bereiten.“ Advent heißt: Wir schauen zurück auf die erste Ankunft Christi – und zugleich nach vorn auf sein zukünftiges Kommen.

Darum stellt die Schrift uns Johannes den Täufer so deutlich vor Augen. Er ist nicht nur eine interessante Gestalt am Rand der Weihnachtsgeschichte, sondern Gottes Weckruf vor Gottes Kommen. Die Verheißung Maleachis klingt mit: „Siehe, ich sende meinen Boten … der deinen Weg bereiten soll.“ Johannes ist nicht „ein Rohr, das der Wind bewegt“. Er ist kein religiöser Entertainer, kein politischer Taktierer, kein „Fähnchen im Wind“. Sein Auftrag kommt „vom Himmel und nicht durch Menschen“.

Und gerade das ist für den Advent wichtig: Wenn Gott kommt, dann ruft er uns aus der Bequemlichkeit heraus. Johannes’ Leben passt zur Botschaft: Wüste, Bußgewand, Einfachheit – nicht weil äußere Strenge uns rettet, sondern weil sein ganzes Dasein sagt: „Es geht nicht um mich. Es geht um den Herrn.“ So wirkt Gott: Er stellt uns einen Zeugen hin, der von sich wegzeigt – damit wir auf Christus sehen.

Das ist auch ein Trost: Wir müssen den Weg zu Gott nicht „erfinden“. Gott bereitet ihn selbst. Er sendet den Boten. Er spricht. Er ruft. Und er ruft nicht, um uns klein zu machen, sondern um uns bereit zu machen für das größte Geschenk: den kommenden König.

2. Den Weg für Ihn zu bereiten bedeutet: unsere Herzen auf IHN hinzuwenden – unser Leben zu reinigen.

Das Tagesgebet bittet: Die Diener Gottes sollen Christi Weg bereiten, „indem sie die Herzen der Ungehorsamen zur Weisheit der Gerechten hinwenden“. Das ist Advent in einem Satz: Herzenswende. Nicht Kosmetik, sondern Umkehr. Nicht ein bisschen religiöser Glanz, sondern ein neuer Kurs.

Johannes predigt Buße – und Buße ist nicht Stimmung, sondern Neuaus-richtung. Umkehr von bösen Wegen, Taten, Worten, Gedanken. Johannes ruft alle Schichten: Fromme und Fernstehende, Zolleinnehmer und Soldaten. Er sagt nicht: „Bleibt, wie ihr seid, Gott wird’s schon richten.“ Er sagt: „Bereitet dem Herrn den Weg!“ – das heißt: räumt weg, was bei euch den Weg versperrt.

Hier trifft Johannes besonders unsere religiöse Selbstsicherheit. Damals sagte man: „Wir haben Abraham zum Vater.“ Heute sagen wir leicht: „Ich bin getauft. Ich gehöre zur Kirche. Ich bin christlich sozialisiert.“ Das ist alles wertvoll – aber das Tagesgebet und Johannes drücken uns auf den Punkt: Gott will nicht nur äußere Zugehörigkeit, sondern ein hingewendetes Herz. „Die Beschneidung des Herzens“ – so nennt es Paulus. Der Herr sucht kein äußeres Etikett, sondern Wahrheit im Inneren.

Darum ist der Advent auch eine Bußzeit – nicht freudlose Dunkelheit, sondern heilsame Klarheit. Wenn wir ehrlich werden, merken wir: Wie schnell tragen wir „schmutzige Kleider“ – Neid, Ärger, harte Worte, Unbarmherzigkeit, üble Gedanken, heimliches Richten über andere. Und dann klingt das Wort aus 1. Johannes 3 wie ein Lichtstrahl: Wer diese Hoffnung hat, reinigt sich, wie Christus rein ist. Nicht um sich selbst zu erlösen – sondern weil wir dem König begegnen wollen.

Das ist sehr praktisch: Willst du in dieser Adventszeit einen Schritt tun? Nicht nur „Kirche“ darstellen, sondern mehr Christus sein? Ein Gespräch klären. Ein bitteres Urteil lassen. Gott um Vergebung bitten. Einen Menschen segnen, statt schlecht über ihn zu reden. Das sind keine Nebensachen. Das ist Wegbereitung.

Das Tagesgebet endet mit dem Ziel: „dass wir bei deiner zweiten Ankunft … als ein annehmbares Volk gefunden werden.“ Johannes predigt also nicht Moral, sondern Erwartung. Der Advent schaut nach vorn: Christus kommt wieder, um die Welt zu richten – und gerade darum ist heute der Tag der Gnade.

Wie werden wir „annehmbar“? Nicht durch religiöse Leistung, sondern dadurch, dass wir den Kommenden selbst empfangen. Johannes zeigt nicht auf sich, sondern sagt: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“ Der Kern ist: Christus trägt Schuld. Christus schenkt Vergebung. Christus rettet aus der Macht der Sünde und des Bösen. Wer ihn empfängt, wird wirklich Kind Abrahams – nicht äußerlich, sondern im Glauben wie Abraham.

Und Johannes sagt noch mehr: „Ich taufe mit Wasser – er aber wird mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ Das heißt: Christus will nicht nur vergeben, er will erneuern. Er will Herzen entzünden, Gewohnheiten verwandeln, Glauben stärken, Liebe wachsen lassen. Advent ist deshalb nicht nur Rückblick und nicht nur Warnruf, sondern Hoffnung auf echte Veränderung – jetzt schon, bevor wir ihn einst „sehen, wie er ist“.

Für die Gemeinde heißt das: Lasst uns Christus nicht nur „denken“, sondern aufnehmen. Gib ihm dein Herz als Krippe. Lass ihn wohnen, regieren, heilen. Und lass deine Stimme – wie Johannes’ Stimme – andere nicht an dich binden, sondern zu Christus hinführen.

Ermutigender Abschluss:
Liebe Christen, der 3. Advent ist kein drohender Zeigefinger, sondern eine offene Tür. Gott bereitet uns den Weg. Gott ruft zur Umkehr. Gott schenkt uns den Retter. Darum: Verliere nicht den Mut über das, was in dir noch unvollendet ist. Die Hoffnung ist nicht, dass du dich selbst perfektionierst – die Hoffnung ist, dass Christus kommt und dich reinigt. Geh heute einen Schritt ins Licht: bekenne, was dich bindet; nimm Vergebung an; bitte um den Heiligen Geist; und richte deinen Blick auf den Kommenden.

Römer 15,4–13 – Predigt zum 2. Advent

Gepriesener Herr. Du hast die gesamte Heilige Schrift uns zur Belehrung schreiben lassen. Schenke, dass wir sie so hören, überdenken und in unseren Herzen bewegen, dass wir durch die Geduld und den Trost Deines Wortes die selige Hoffnung des ewigen Lebens ergreifen und auch immer festhalten, die Du uns in Jesus Christus, unserem Erlöser, verliehen hast.  Amen.
Die 3fache Schriftwirkung:

Am zweiten Advent – oft im Anglikanischen auch „Bibelsonntag“ genannt – erinnert uns Römer 15,4 daran, warum die Heilige Schrift uns gegeben ist:

„Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre oder Belehrung geschrieben, dass wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben.“

Unser 2. Adventsgebet schließt sogar damit, dass wir das ewige Leben in Christus für immer festhalten.

Paulus spricht hier zunächst vom Alten Testament, dass es uns belehrt auf Hoffnung. Doch genauso gilt dies für die Schriften des Neuen Testaments: Die Bibel ist für unser Lernen geschrieben. Es geht allerdings nicht darum, Verse wie Gedichte mechanisch auswendig aufzusagen. Die Schrift hat ein größeres Ziel:

Wir sollen Gott erkennen – sein Wesen, seine Liebe, seine Gnade, seine Heiligkeit. Regelmäßiges Lesen der Bibel lehrt uns, wie barmherzig Gott mit seinem Volk umgeht und wie er Menschen trotz ihrer Schuld annimmt.

Die Schrift zeigt uns auch unseren eigenen Zustand: den kranken, sündigen Menschen, der getrennt von Gott lebt. Sie zeigt uns den Weg der Heilung – allein durch Jesus Christus. Und sie lehrt uns, wie wir als erneuerte Menschen mit Gott und dem Nächsten leben sollen.

Wer die Bibel aufmerksam liest, bemerkt: Der Mensch hat sich in Jahrtausenden kaum verändert. Die gleichen Sünden und Probleme, die Paulus beschreibt, sind heute gegenwärtig – oft in verschärfter Form. Moderne Menschen halten sich gerne für „aufgeklärter“, aber die Bibel hält uns einen ehrlichen Spiegel vor.

Doch das Ziel des Bibellesens ist nicht bloße Information, sondern Transformation. Gott will unser Denken, unser Herz oder auch Willen und so unser ganzes Leben verändern. Hoffnung in unserem Leben entsteht dann, wenn die Botschaft der Bibel unser Herz erreicht und deutlich verändert.

Ein Beispiel dafür: Ein amerikanischer Millionär, Eugene Lang, versprach in New York einer verarmten Schulklasse jedem Schüler ein bezahltes Studium – wenn sie die Schule durchhalten. Zum ersten Mal hatten diese Kinder ein Zukunftsziel eine wirkliche Hoffnung für Ihre Zukunft. Die Folge war: Fast alle bestanden ihren High School Abschluss. Wir erkennen: Echte Hoffnung bewegt zur Veränderung im Leben. Dies zeigt in kleinem Maß, was Gott in großem Maß durch sein Wort in deinem Leben tut kann.

Die Heilige Schrift schenkt echte Hoffnung – und diese Hoffnung gründet sich auf Christus, auf die Frohe Botschaft:
Sein Kommen in die Welt – Advent
• Sein Sterben und Auferstehen – Ostern
• Seine Himmelfahrt
• Seine Wiederkunft in Herrlichkeit

Besonders im Advent richten wir  unseren Blick nun auf seine zweite Wiederkunft: Jesus wird seine Gemeinde, die Gemeinschaft der Heiligen sammeln und alle vollenden und das ewige Leben schenken. Hoffnung bedeutet für uns: Wir wissen jetzt, wohin wir gehen. Und darum können wir geduldig warten.

Die Hoffnung, die die Schrift schenkt, wirkt sich praktisch unter uns aus: Sie verändert den Umgang und die Beziehung unter uns Christen.

Paulus fordert deshalb zur Einheit auf (V. 5–6). Einheit bedeutet nicht, dass alle Christen dieselbe Meinung über zweitrangige Dinge haben müssen. Im Kapitel 14 zeigt Paulus, dass Gläubige unterschiedliche Gewissensfragen verschieden beantworten können – über Fleisch essen oder Alkohol trinken, solange es nicht um klare Sünde geht.

Doch trotz aller Unterschiede in der Lebensgestaltung sollen wir uns gegenseitig würdigen und annehmen:

Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat zur Herrlichkeit Gottes.“ (V. 7)

Christus hat Juden und Heiden, Gläubige aus allen Volksgruppen zusammengeführt – zu Pfingsten, als die Kirche gegründet wurde, und in der weltweiten Mission danach. Deshalb gibt es in seiner Christus-Gemeinde keinen Platz für Überheblichkeit, kulturelle Abwertung oder  soziale Ausgrenzung. Das Ziel der Einheit ist klar:

„…dass ihr eines Sinnes mit einem Mund Gott verherrlicht…“ (V. 6)

Gemeinsame Anbetung – trotz Verschiedenheit der Herkunft und Bildung. Das ist ein kraftvolles Zeugnis. Liturgie, die gemeinsame Energie der gemeinsamen Gebete und gemeinsamen Bekenntnisse im Gottesdienst erinnern uns daran: Wir sprechen und beten zu Gott mit einer Stimme, wir gehören zu demselben Herrn. Was uns selbst persönlich trennt, das verbindet Christus.

Wenn wir uns einander annehmen, wie Christus uns und alle Menschen angenommen hat, jeder der so ganz anders ist, wird die Gemeinde Gottes zu einem Ort der Hoffnung – für uns selbst und für die ganze Welt.

Paulus schließt mit einem Segenswunsch, der das Ziel des Glaubens klar vor Augen stellt: „Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr vollkommene Hoffnung habt durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ (V. 13)

„Hoffnung“ ist im biblischen Sinn keine zweideutige Wunschvorstellung, sondern eine feste Gewissheit: Gott hält sein Wort.
Die Grundlage dieser Gewissheit ist:

• Gottes Liebe gilt zu uns
• Christi Opfer ist für uns
• der Heilige Geist, wirkt und wohnt in uns.

Hoffnung, Freude und Frieden – das sind Früchte des Geistes (Galater 5,22). Gott selbst wirkt sie in uns durch seinen Geist. Deshalb ist diese Hoffnung stärker als unsere persönlichen Umstände. Sie trägt uns durch Leid, Zweifel und Wartezeiten. Sie verändert unser ganzes Leben – von innen heraus.

Die Bibel hält uns die Zukunft vor Augen:
Wir erwarten Christus. Wir leben hin auf Gottes Herrlichkeit. Wir wissen, wem wir gehören. Und weil wir wissen, wohin wir gehen, können wir heute mutig, liebevoll und treu leben.

Schlussgedanken

Die Adventszeit lädt uns ein, die Bibel neu aufzuschlagen und ihr zu vertrauen – denn:

  • Die Heilige Schrift schenkt Hoffnung
    Gottes Wort lehrt uns und richtet unseren Blick auf Jesus, der unsere Zukunft sichert.
  • Die Heilige Schrift erneuert Gemeinschaft
    Wer Christus kennt, lernt, andere anzunehmen – so entsteht geistliche Einheit.
  • Die Heilige Schrift verfestigt das ewige Leben in Christus
    Durch den Heiligen Geist wächst in uns Freude, Frieden und eine feste Hoffnung.

So wird der Advent zu einer Zeit der Bibel – einer Zeit, in der Gott unser Herz stärkt, unsere Gemeinschaft erneuert und unsere Hoffnung in Christus für das ewige Leben verfestigt.
Der Gott der Hoffnung sei mit uns – heute und bis zu seiner Wiederkunft.

Amen.

TAGESGEBET:
O Gott, dein gepriesener Sohn ist erschienen, die Werke des Teufels zu zerstören und uns zu Kindern und Erben des ewigen Lebens zu machen. Verleihe, dass wir uns in dieser Hoffnung selbst reinigen, gleichwie er rein ist; damit, wenn er in Kraft und großer Herrlichkeit wiederkommen wird, wir in seinem ewigen und herrlichen Reich ihm ähnlich gemacht werden. Amen.

Die letzten Sonntage des Kirchenjahres richten unseren Blick nach vorn – auf die Wiederkunft Christi. Viele Menschen verbinden damit Angst: Gericht, Ende, Katastrophen. Doch das Tagesgebet und der Text aus dem 1. Thessalonicher lenken uns auf einen ganz anderen Schwerpunkt: Hoffnung.
Paulus schreibt an eine junge Gemeinde, die in Sorge war. Einige ihrer christliche Geschwister waren gestorben, und man fragte sich: Werden sie den großen Tag des Herrn verpassen? Würden sie beim Kommen Christi benachteiligt sein?

Paulus antwortet mit einer einfachen, aber alles verändernden Wahrheit:

„Wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist.“ (V.14)

Das ist das wichtigeste Fundament christlicher Hoffnung. Wer an den auferstandenen Christus glaubt, braucht sich nicht zu fürchten – weder vor dem Tod noch vor dem, was kommt. Unser Herr hat den Tod besiegt. Seine Auferstehung ist der erste Sieg, unsere eigene Auferstehung ist die Folge.

Deshalb beginnt christliche Hoffnung nicht erst am Ende der Zeit, sondern heute. Wir leben in der Gewissheit: Was immer geschieht – Christus kommt wieder, um zu vollenden, was er begonnen hat. Diese Hoffnung reinigt uns von Angst und Verzweiflung und lässt uns nüchtern, mutig und getröstet leben.

Paulus führt seine Gemeinde weiter hinein in das Geheimnis dieses kommenden Ereignisses. Er beschreibt, wie der Herr selbst vom Himmel herabkommen wird – mit Macht und Herrlichkeit, mit dem Ruf des Erzengels und der Posaune Gottes. Kein dunkles, stilles Ende, sondern ein triumphaler Beginn der Ewigkeit.

Die Toten in Christus werden zuerst auferstehen, danach werden wir, die wir leben, zusammen mit ihnen entrückt werden.“ (V.16–17)

Das ist nicht Spekulation, sondern Trost. Christus lässt keinen seiner Erlösten zurück. Alle gehören zu ihm – die Lebenden und die Entschlafenen. Nichts kann uns trennen von seiner Liebe, nicht einmal der Tod.

Und das Ziel: „Wir werden allezeit beim Herrn sein.“ (V.17)
Das Tagesgebet fasst diesen Gedanken wunderbar zusammen: „…damit wir in seinem ewigen und herrlichen Reich ihm ähnlich gemacht werden.“

Das ist die höchste Hoffnung des Christen: nicht einfach mit letzter Puste in den Himmel zu kommen, sondern Christus gleich zu werden. In Reinheit, in Herrlichkeit, in vollkommener Liebe. Die Wiederkunft Christi ist nicht nur ein himmlisches Ereignis – sie ist die Vollendung unserer Verwandlung.

Doch Paulus und das Gebet erinnern uns: Diese Hoffnung ist nicht passiv. „Verleihe, dass wir uns in dieser Hoffnung selbst reinigen, gleichwie er rein ist.“

Das bedeutet: Wer auf Christus wartet, soll heute schon beginnen, so zu leben, wie er ist. Hoffnung und Heiligung gehören zusammen.
Paulus sagt nicht: „Lasst uns auf das Ende warten und abwarten.“ Er sagt vielmehr: „Lebt heute in einer Weise, die dem Herrn gefällt.“ (vgl. 4,1)

Die Zukunft formt die Gegenwart.
Wer weiß, dass Christus kommt, achtet darauf, wie er heute lebt.
Wer hofft, ihm ähnlich zu werden, beginnt schon jetzt, in seinem Charakter verändert zu werden.

Wie geschieht das?

  • Durch tägliche Gemeinschaft mit Christus – im Gebet + in seinem Wort.
  • Durch den Heiligen Geist, der in uns wirkt und die Gesinnung Christi in uns formt.
  • Durch unsere praktische Liebe im Alltag, die das Wesen Christi widerspiegelt.

Die Hoffnung auf die Wiederkunft ist also kein theologisches Wissen, sondern eine Kraft zur Reinigung unseres Wesens. Sie verändert, wie wir über Geld, Zeit, Beziehungen und das eigene Herz denken. Sie macht uns wachsam, dankbar und bereit.

Viele Christen denken, die Verwandlung zur Christusähnlichkeit geschehe erst im Himmel. Doch die Schrift zeigt: Sie beginnt schon hier auf Erden.
Paulus schreibt an anderer Stelle:

„Wir alle spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“ (2. Kor 3,18)

Das heißt: Jeder Schritt des Glaubens, jedes Überwinden von Sünde, jedes Wachsen in Liebe ist bereits ein Vorgeschmack des Himmels. Wenn wir vergeben, wo andere verbittern, wenn wir dienen, wo andere herrschen wollen, wenn wir hoffen, wo andere verzweifeln –
dann zeigt sich schon jetzt etwas von der zukünftigen Herrlichkeit Christi in uns.

Die Wiederkunft ist also nicht nur das Ende, sondern das Ziel, auf das unser jetziges Leben hinwächst. Jeder Gottesdienst, jedes Gebet, jedes Opfer, jeder Akt der Liebe ist eine Vorbereitung auf den Tag, an dem wir JESUS sehen, wie er ist (1. Joh 3,2).

Paulus schließt mit einer Aufforderung:

„Darum ermutigt einander mit diesen Worten.“ (V.18)

Die Hoffnung auf Christi Wiederkunft ist nicht nur persönlicher Trost – sie ist gemeinschaftliche Ermutigung.
In Zeiten von Krankheit, Tod oder Unsicherheit dürfen wir uns gegenseitig daran erinnern:
Christus kommt.
Unsere Lieben in Christus sind nicht verloren. Die Geschichte endet nicht im Chaos, sondern in der Herrlichkeit seines Reiches. Diese Hoffnung lässt uns anders trauern, anders leben, anders lieben.
Sie reinigt uns – weil sie uns auf das Ziel hinführt: Christus gleich zu werden.
Und sie tröstet uns – weil sie uns zeigt: Kein Leid, keine Trennung, keine Dunkelheit hat das letzte Wort.

Am Ende dieses Kirchenjahres, wenn das Licht kürzer und die Tage dunkler werden, ruft uns das Wort Gottes zu einer hellen, festen Hoffnung:
Der Herr kommt.
Er kommt, um alles neu zu machen,
um das Werk des Teufels endgültig zu zerstören,
um uns zu Kindern der Herrlichkeit zu vollenden.

Bis dahin leben wir – gereinigt durch seine Gnade,
gestärkt durch seine Hoffnung,
verwandelt durch seinen Geist.

Darum:
Lasst uns in dieser Hoffnung selbst reinigen, wie er rein ist – damit wir, wenn er kommt, ihm ähnlich werden in Ewigkeit.

Amen.

Liebe Geschwister, wir leben in einer Zeit, in der die Sorgen der Gesellschaft und auch unsere persönlichen nicht kleiner, sondern immer größer und komplizierter zu werden scheinen. Nachrichten über Kriege – Ukraine, Israel und Hams -Terror, Drohnen, Naturkatastrophen, massive Überschwemm-ungen durch den Klimawandel, über Inflation, Energiepreise, nicht mehr bezahlbare Mieten und Altersarmut prägen unser Denken. Viele Familien fragen sich: „Reicht das Geld am Monatsende? Werden unsere Kinder eine Zukunft haben? Wer hält diese Welt überhaupt noch in seiner Hand?“ Trump oder Putin. Die EU oder die UN?

Manche suchen Antworten in politischen Programmen oder in technischen Lösungen, andere demonstrieren auf der Straße oder geben sich dem Pessimismus hin. Aber unser Wochenspruch ruft uns zu:
„Werft alle eure Sorgen auf ihn; denn er kümmert sich um euch.“ (1 Petr 5,7).

Doch ist das mehr als ein schöner Spruch? Kann man das wirklich glauben, mitten in den Nöten der Zeit? – Ja, und die Geschichte von Elia und der Witwe von Zarpat zeigt uns, warum.

Der Prophet Elia trat in einer dunklen Zeit in Israel auf. König Ahab und seine Frau Isebel hatten den Götzendienst der umliegenden Völker eingeführt. Baal, angeblich der Herr, ein Gott über Regen, Blitz und Fruchtbarkeit, sollte den Bundesgott Jahwe Israels verdrängen.

Doch der lebendige Gott lässt sich nicht verspotten. Er zeigt, dass ER – und nicht Baal – Herr über Regen und Dürre ist. Deshalb kündigt er durch Elia eine mehrjährige Trockenheit an. Das Land wird ausgedörrt, die Ernten bleiben aus, Menschen hungern und verzweifeln. – Damals gab es schon Erderwärmung und Wassermangel – oder war es das Resultat, dass man den lebendi5gen Gott verlassen und mit nichtigen Ideen ersetzt hat? – Ist das auch heute der wirkliche Grund für unseren Klimawandel? – 50% leben in Deutschland ohne Gott und von den restlich Karteichristen kennen und leben nur wenige in der Nachfolge Christ.

Der Prophet Gottes, Elia selbst musste deshalb fliehen, weil er das Gericht Gottes verkündet hatte. Gott führt ihn aber zuerst an den Bach Krit, wo er ihn durch Raben ernährt, die ihn täglich mit Speise versorgen. Doch als auch dort am Bach Krit das Wasser versiegt, schickt Gott ihn in das heidnische Gebiet nach Zarpat – mitten hinein in die Heimat, dem Kultland des sogenannten Gottes Baal.

Dort begegnet Elia einer Witwe. Sie hat nur noch eine Handvoll Mehl und ein wenig Öl in ihrem Haus und einen einzigen Sohn. Sie sammelt gerade Holz für die beiden, um eine letzte Mahlzeit vorzubereiten. Danach, so sagt sie, bleibt für beide nur noch der Tod.

An dieser Stelle geschieht das Entscheidende: Elia fordert sie auf, zuerst für ihn einen Brotfladen zu backen, den Rest für die beiden zum Essen zu benutzen.

  • Das klingt hart und unverständlich – wie kann man von einer hungernden Frau und ihrem Sohn so etwas verlangen?
  • Doch dahinter steckt eine Glaubensprüfung: Traut sie dem Wort des Propheten, dem Wort Gottes, mehr als der gegenwärtigen Angst und Not?

Und sie gehorcht. Sie teilt das Letzte, was sie hat, zuerst mit ihm – und erfährt darin das Wunder: Das Mehl im Topf geht nicht aus, das Öl im Krug versiegt nicht, Tag für Tag.

Diese Geschichte zeigt uns zweierlei:

  • Baal ist ohnmächtig, er ist gar kein Gott. Selbst in seiner Heimat kann er nicht helfen. Die Dürre trifft auch Phönizien. Der angebliche Fruchtbarkeitsgott ist ein Nichts.
  • Der HERR ist der wahre Gott. Er allein gibt Regen und Leben. Und er sorgt sich nicht nur um sein Volk Israel, sondern auch um eine namenlose Witwe sogar in einem heidnischen Gebiet.

Damit wird jetzt die Macht Gottes über alle Grenzen hinweg sichtbar. Er ist kein Stammes- oder Landesgott, sondern der Schöpfer der Welt, der „Waisen und Witwen erhält“ (Ps 146,9).

Dieses Handeln Gottes zieht sich durch die ganze Bibel:

  • Schon in der Wüste versorgte er Israel mit Manna und Wasser (2 Mose 16).
  • Der Psalm 37, den wir heute lesen, sagt: „Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich noch nie den Gerechten verlassen gesehen oder seine Kinder um Brot betteln.“ (V. 25).
  • Im Neuen Testament sagt Jesus in der Bergpredigt: „Seht die Vögel unter dem Himmel: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr wert?“ (Mt 6,26).

Diese Linie zeigt uns: Gott ist treu. Er lässt die Seinen nicht im Stich – auch Dich nicht in größter Not.

Liebe Geschwister, was heißt das für uns?

Wir sind zwar nicht in der gleichen Situation wie die Witwe, aber viele von uns kennen das Gefühl, „am Ende der Vorräte oder unserer eigenen Kräfte“ zu sein:

  • Der finanziellen Vorräte – die steigenden Kosten, eine unsichere Zukunft.
  • Manche seelisch verzagt – am Ende ihrer Kraft durch Krankheit oder Konflikte.
  • Manche geistlich am Ende – ausgelaugt, ohne Hoffnung.

Die Geschichte sagt uns: Gib zuerst Gott dein Vertrauen. Trachte zuerst nach seinem Reich – und er wird dir geben, was du brauchst (Mt 6,33).

Das bedeutet nicht, dass wir immer im Überfluss leben. Aber es heißt: Wir werden nicht vergessen, wir werden nicht allein gelassen. Gottes „Mehltopf“ ist nie leer, seine Gnade reicht für Dich für jeden Tag.

  • Sorgen ablegen: Wir dürfen unsere Ängste bewusst im Gebet vor Gott bringen.
  • Gehorsam üben: Wie die Witwe zuerst gab, so sind auch wir eingeladen, Gott an die erste Stelle zu setzen – mit unserer Zeit, im Vertrauen und mit unseren Gaben.
  • Gemeinschaftssinn leben: Gott sorgt sich besonders für die Schwachen. Auch wir sollen denen beistehen, die wenig besitzen – finanziell, seelisch oder auch geistlich.
  • Zeugnis geben: Die Witwe bekannte: „So wahr der HERR, dein Gott, lebt.“ Auch wir dürfen Menschen bezeugen, dass unser Gott lebt und handelt.

Die Geschichte von Elia und der Witwe ist kein Märchen oder eine Legende, sondern ein lebendiges Zeugnis: Gott ist Herr über alle Umstände, auch über unsere Dürre, Not und Krisen , damals und heute.

Darum gilt uns heute wie damals das Wort:
„Werft alle eure Sorgen auf ihn; denn er kümmert sich um euch.“

Download des Gebetbuchs und mehr: www.rekd.de

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