
Text: Lukas 15,1–10
Thema: Party im Himmel – wenn sich Christen wie Jesus um Nichtkirchliche kümmern.
1. Die Freude, wenn ein Mensch gefunden wird.
Liebe Wanderfreunde, liebe Kinder, liebe Gemeinde, habt ihr euch schon einmal verlaufen? Beim Wandern den falschen Weg eingeschlagen? Oder auf einem Stadtfest den Anschluss an eure Gruppe verloren – und plötzlich ist keiner mehr da, den ihr kennt? O Schreck. Hilfe!
Kinder, stellt euch vor: Ihr seid mit eurer Gruppe unterwegs, ihr singt fröhlich einige eurer Musical-Lieder, ihr lacht und redet – aber plötzlich merkt ihr: „Ich habe gequatscht mit meinem Freund oder Freunde, und jetzt sind wir zwei ganz alleine. Keiner unserer Gruppe ist mehr da.“
Da wird einem schon mal mulmig. Und man ruft vielleicht: „Hallo! Wo seid ihr denn?“
Auch uns Erwachsenen geht das so – nicht nur im Wald, sondern auch im wirklichen Leben. Manchmal ist so viel Trubel, trotzdem fühlt man sich innerlich einsam du verloren:
- Zwischen Anforderungen, Sorgen,
- Entscheidungen,
- im Trubel der hektischen politischen Welt,
- oder in der Stille, wenn keiner mich anruft oder sich meldet.
In der Bibel hören wir heute: Jesus suchte genau solche Menschen auf.
Nicht die Frommen und Hochangesehenen zuerst, sondern Menschen, die ausgestoßen waren, voller Fragen, manchmal und oft voller Schuld, weil sie sich nur um sich selbst kümmerten und nie nach Gott fragten. Die Frommen damals sagten: „Was soll das? Warum trifft Jesus sich mit solchen Leuten und isst auch noch mit ihnen?“
Aber Jesus wusste: Diese Menschen erkennen, dass sie Hilfe und Rettung brauchen. Sie waren und fühlten sich verloren
2. Verloren ja, aber das heißt nicht wertlos
Jesus erzählt deshalb zwei kurze, aber sehr eindrucksvolle Geschichten:
Ein Hirte hat 100 Schafe – eines ist plötzlich weg. Aber, was tut er?
Er lässt die 99 zurück und sucht nur das eine, bis er es endlich gefunden hat. Er trägt es auf den Schultern nach Hause – und dann gibt es ein großes Fest. Er schmeißt eine Party, weil das Verlorene gefunden wurde.
Oder die zweite Geschichte: Eine Frau verliert eine Silbermünze – ein ganzer Tagelohn. Und sie räumt alles um, fegt den Holzboden, schaut in jeden Ritz, sucht in jeder Ecke – bis sie die Münzel endlich findet. Und auch sie ruft ihre Nachbarinnen zusammen: „Freut euch mit mir!“
Genauso reagiert Gottes inneres Herz: Jeder zählt, jeder und jede Einzelne zählt. Gott liebt und freut sich über jeden Gefundenen.
Du bist nicht nur „einer oder eine von vielen“ – du bist einzig geliebt, besonders gesucht, und sollst gerettet werde. Lässt du dich aber finden und retten? Und wenn du dann zurückgebracht wirst – zu Gott, gibt es – so sagt uns Jesus –dort eine große Freuden-Party im Himmel!
3. Auch heute wieder Party? Warum das Himmelreich Grund zur Freude hat.
Liebe Fest-Gemeinde,
wir feiern heute mit Wanderstöcken, Jausenschmaus und Trompetenschall. Wir wandern, wir singen und genießen die sommerlich Natur – und wir hören heute: Im Himmel wird gefeiert, wenn ein Mensch umkehrt und sich finden lässt. Ja, finden lassen. Das verirrte Schaft tut nichts. Es lässt sich in die Arme nehmen.
Das ist kein genötigter Zwang, sondern eine echte herzlich Einladung:
- zuzugeben, dass ich oft falsch im Leben abgebogen bin
- dass ich nicht alles richtig im Griff
- dass ich Hilfe brauche –
- und diese Hilfe heißt: Jesus.
Jesus feiert nicht mit stolzen Selbstgerechten Menschen, sondern mit solchen, die sagen: „Herr Jesus, ich brauche dich.“
Und dann ist er da. Jesus trägt mich heim. Er feiert dann mit uns. Mit viel Musik, mit großer Freude – und mit einem besonderen Platz am Tisch für mich – direkt bei Gott.
4. Was heißt das für uns heute?
Gerade bei einem Wandertag ist das Bild so klar:
Wir sind unterwegs. Auf Wegen. In Gruppen.
- Manche laufen voraus.
- Manche bleiben zurück.
- Manche verirren sich.
Als Christen – evangelisch, katholisch, anglikanisch – wir alle sind auch eingeladen, nicht nur gefunden zu werden, sondern besonders so wie Jesus zu handeln:
- Nämlich den Blick zu haben für den, der nicht mehr mitkommt, der sich verirrt hat,
- für das Kind, das nicht mehr gesehen wird,
- für den Erwachsenen, der sich hinter
- seinem Lächeln oder Witzen versteckt.
Wenn wir als Christen – so wie Jesus – solche Menschen suchen, sie wertschätzen, und einladen, dann ist das Evangelium doch mitten unter uns. Dann wird Gottes Himmel ein Stück auf der Erde sichtbar, weil wir wie Jesus handeln, auch wir werden Suchende für Gottes Fest und Freude.
5. Für die Kinder und ihr Großen: Ihr seid nicht zu klein für diese Botschaft
Liebe Kinder,
Jesus sucht nicht nur Große, sondern auch euch. Er sagt, lasst die Kinder zu mir kommen, (die vertrauen noch und brauchen nicht wie Erwachsene bedrängt zu werden.) Er freut sich, wenn ihr vertrauensvoll singt, lacht, glaubt, auch Fragen stellt – und manchmal auch kritisch zweifelt.
Wenn ihr Kinder euer Herz für Jesus öffnet, dann sagt er:
„Ich freue mich über dich – mehr als über viele, die meinen, alles richtig zu machen.“
Und ihr dürft heute wissen: Du bist nicht verloren – du bist gefunden. Du bist geliebt, wenn du Jesus vertraust.
Schluss:
Jesus ist der gute Hirte.
Er sucht dich.
Er sieht dich.
Er trägt dich.
Und wenn du heute sagst: „Herr Jesus, ich will gefunden werden“, dann sagt und singt der ganze Himmel mit allen Engeln:
„Jubel über Jubel! Party ohne Ende! Einer oder Eine ist heimgekommen!“
– Zu Gott.









