Fastenzeit


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(Mt 6,16–21)

Liebe Zuhörer, liebe Gemeinde,
Aschermittwoch heute ist ein ehrlicher Tag. Er sagt uns ohne Umwege: Du bist Staub – und du kehrst zum Staub zurück. – Staub sucht Leben und Ewigkeit. Gerade deshalb stellt Jesus uns heute das Wesentliche vor Augen: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit.“ Nicht zuerst nach Erfolg oder Anerkennung trachten. Sondern zuerst nach Gott selbst suchen.

1) Fasten im Alten Testament: Selten geboten, oft zur Umkehr berufen

Im Alten Testament ist Fasten kein Dauerprogramm und keine fromme Äußerung. Geboten wird es ausdrücklich besonders am Versöhnungstag (Jom Kippur) – als „Selbsterniedrigung“ vor Gott. Darüber hinaus begegnet Fasten meist freiwillig: wenn Schuld erkannt wird, wenn Not drängt, wenn Menschen Gottes Hilfe suchen. Esra und Nehemia verbindet Fasten mit Sündenbekenntnis des Volkes; Daniel fastet, während er um Erbarmen und Wiederherstellung Israels fleht; die Psalmen kennen Fasten als Ausdruck des gebeugten und zerschlagenen Herzens.
Und zugleich kommt die ernste Warnung der Propheten:

Fasten kann zur religiösen Kulisse werden. Man verzichtet äußerlich – und bleibt innerlich hart, ungerecht und lieblos.

Genau das prangert Jesaja an: Ein Fasten, das sein Volk nicht zu Demut, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit führt, verfehlt sein Ziel. So lernt uns das Alte Testament zweierlei:

Fasten ist nicht sich selbst bestmöglich darzustellen, sondern meine Seele in Ruhe vor Gott zu bringen. Wissend, Gott lässt sich nicht durch Verzicht beeindrucken – er sucht Wahrhaftigkeit in unserem Leben.

2) Fasten im Neuen Testament: Nicht befohlen, wird neu ausgerichtet

Im Neuen Testament finden wir tatsächlich keine Vorschriften über Häufigkeit oder Dauer. Aber wir finden etwas Tieferes: Jesus richtet das Fasten auf unser Herz. In Matthäus 6 sagt er nicht: „Wenn ihr fastet, dann sorgt dafür, dass es alle merken.“ Sondern: Wenn du fastest…“ – also: Es wird hin und wieder vorkommen. Und dann gilt dies: nicht für Menschen, sondern ist auf den Vater im Himmel gerichtet.

Darum diese erstaunlichen Worte: „Salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht.“ Das bedeutet: Geh gepflegt, freundlich, normal unter die Leute. Auch keine fromme Miene zeigen. Keine geistliche Leistung zeigen. Kein Halleluja rufen. Fasten ist eine „Kämmerlein-Frömmigkeit“: Sie ist verborgen, still, aber echt. Und unser Vater, der ins Verborgene sieht, in dein Herz, wird es belohnen – nicht unbedingt mit Applaus, nicht in einer großen christlichen Ansammlung, sondern mit dem größeren Geschenk: Nämlich mehr von ihm selbst zu erkennen.

3) „Dann werden sie fasten“: Die Sehnsucht nach dem Bräutigam wenn er entrückt ist.

Dazu kommt nun Jesu Wort vom Bräutigam: Solange der Bräutigam da ist, feiern die Hochzeitsgäste. „Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.“ (Mt 9,15)
Fasten ist im Neuen Bund daher besonders ein Zeichen der Sehnsucht: Christus ist auferstanden – und doch ist er nicht mehr sichtbar unter uns wie damals in Galiläa bei den Aposteln. Wir leben zwischen Himmelfahrt und der zweiten Wiederkunft Jesu. Fasten sagt mir: „Herr, ich will dich mehr als alles andere erkennen. Herr Jesus, komme bald und regiere.“

Darum fastete auch die frühe Kirche, etwa vor wichtigen Entscheidungen und Sendungen (vgl. Apg 13; 14). Und sehr früh entwickelte sich eine gemeinsame Vorbereitungszeit vor Ostern: Aus einem kürzeren „Passa-Fasten“ wurde vielerorts eine längere Ordnung, die sich am biblischen Vierzig-Tage-Fasten-Motiv Jesu orientierte. Bereits im 4. Jahrhundert ist diese „Quadragesima“ weithin bezeugt.

4) Fastenzeit als Weg mit den Taufbewerbern

Ein besonders schöner Ursprung ist die Verbindung zur Katechese: In der alten Kirche bereiteten sich Taufbewerber auf die Taufe in der Osternacht durch Gebet, Fasten und Unterweisung vor – und die Gemeinde ging diesen Weg solidarisch mit ihnen bis zur Taufe.

So ist die Fastenzeit nicht nur „Verzicht“, sondern unser Weg auf Ostern zu: Hin zu Christus, hin zur Taufe (oder zur Erneuerung meines Taufbundes), hin zur Freude der Auferstehung.

Aschermittwoch ermutigt darum:

Zieh dich bewusst aus vielen weltlichen Ablenkungen zurück – nicht um dich zu zeigen, sondern um in der persönlichen Stille Gott zu suchen.

Und wenn du dann wieder unter vielen Menschen bist und weißt, dass dein Schatz im Verborgenen und im Himmel ist, und von dort der Bräutigam wiederkommen wird, dann lebe deinen Alltag mit einem fröhlichen Gesicht. Lass die Menschen erkennen, Du kommst von Gott her. Amen.

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Lukas 18,31-43; 1.Kor. 13

der letzte Sonntag vor der Fastenzeit ist wie ein Torbogen: Wir stehen noch im Licht des Epiphanias, der Zeit der Erscheinung Jesu den Heiden – Ägypten und dem heidnischen Galiläa – und jetzt beginnt im Kirchenjahr schon sein Weg nach Jerusalem.

Gottes Liebe bleibt nicht allgemein, sie ist nicht nur „ein schönes Gefühl“, nicht nur ein Gedanke oben im Himmel. Die Liebe Gottes nimmt Gestalt an – in Jesus Christus – und geht bis zum Ende: hinauf nach Jerusalem, hin ans Kreuz, hier auf der Erde. Darum hören wir heute auch noch das Hohelied der Liebe aus 1. Kor. 13: Nicht als romantisches Gedicht oder eine tolle Hochzeitspredigt, sondern als geistliche Beschreibung, wie Gott selbst handelt – und wie Christus seine Jünger in diese sich opfernd Liebe hineinführt.

Doch genau hier liegt die Spannung des Evangeliums: Jesus kündigt seinen Leidensweg klar an – doch die Jünger verstehen ihn nicht. Direkt nach diesem Ereignis steht ein Blinder am Weg, der sehend wird. Die einen haben Augen und sehen nicht. Der andere ist blind und erkennt den Messias. Das ist nicht nur eine Geschichte von damals. Es ist ein Spiegel für uns heute, für Christen besonders, die meinen Ihn zu kennen, aber sind blind wie die damaligen Jünger.


Jesus nimmt seine Zwölf beiseite und sagt es nun zum dritten Mal: Er wird ausgeliefert, verspottet, misshandelt, getötet – und am dritten Tag auferstehen. Nichts davon geschieht zufällig. Es ist nicht das tragische Ende eines guten Menschen. Es ist der Heilsplan Gottes klar im Alten Testament.

Später erklärt Jesus selbst: „Es muss erfüllt werden, was über mich geschrieben steht.“ (vgl. Lk 22,37) Und nach Ostern wird es noch klarer: Er zeigt seinen Jüngern aus der Schrift, dass der Messias leiden und auferstehen musste (vgl. Lk 24,26–27.44). Damit sagt Jesus: Die Heilige Schrift ist nicht schöne Dekoration – sie ist Gottes ewiger Wegweiser. Und Jesus ist nicht nur ein Thema der Schrift – er ist ihre Mitte.

Das ist entscheidend für unseren Glauben: Christlicher Glaube ruht nicht auf Stimmung, nicht auf Tradition allein, nicht auf „meiner religiösen Erfahrung noch auf Erlebnisgeschichten oder spirituellen musikalischen Treffen“. Er ruht darauf, dass Gott durch seine Propheten gesprochen hat – und dass Jesus dieses Wort auslegt und durch sein eigenes Leben erfüllt. Darum ist wahre Frömmigkeit nicht zuerst: „Wie fühle ich mich?“ Sondern: „Was hat Gott gesagt, und wie führt Christus mich in dieses Wort hinein?“


Warum verstehen die Jünger Jesus nicht? Unsere Lesung sagt: Es blieb ihnen verborgen. Aber praktisch sieht man: Sie haben ein anderes Messias-Bild im Kopf. Ein starker König, ein Sieger, eine schnelle Lösung. Leiden passt nicht in ihre Erwartungen seiner Nachfolger.

Und hier wird es sehr aktuell. Auch wir möchten gern den Herrn, der alles ordnet, mich segnet, schnell heilt, mich trägt – und das tut er ja auch. Aber wir geraten in Gefahr, Jesus auf „Hilfe für mein Leben“ zu reduzieren. Dann wird das Kreuz ein Randthema. Dann wird Nachfolge bequem. Dann wird unser Glaube, wie bei seinen Jügern zu einem religiösen Zusatzprogramm.

Die geistliche Blindheit zeigt sich bei den Jüngern sogar darin, dass sie kurz danach über Größe streiten (vgl. Lk 22,24ff). Wer das Kreuz nicht versteht, wird unweigerlich nur um sich selbst kreisen: um Anerkennung, Einfluss, Rechtbehalten, Verletzungen. Denn ohne das Kreuz bleibt mein ICH im Mittelpunkt.

1. Korinther 13 hält uns dabei einen Spiegel vor: Liebe sucht nicht das Ihre, sie bläht sich nicht auf, sie rechnet das Böse nicht zu, sie erträgt, sie hofft, sie bleibt. Das ist nicht nur ein Ideal. Das ist die Handschrift Christi, sein Leben im Alltag. Und diese Liebe führt ihn – nicht von Schwierigkeiten weg – sondern mitten hinein, bis ans Kreuz.


Und dann: ein blinder Bettler am Weg. Er hört, dass Jesus vorbeikommt, und er schreit: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Das ist Glaube. Er kennt sein Elend. Er ruft um Hilfe. Er nennt Jesus mit dem messianischen Titel. Er klammert sich an Jesus als Retter, obwohl andere ihn zum Schweigen bringen wollen.

Jesus bleibt stehen und stellt eine Frage, die fast zärtlich wirkt: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Der Mann antwortet schlicht: „Herr, dass ich sehend werde.“ Und Jesus sagt: „Dein Glaube hat dich gerettet.“

Hier geschieht mehr als Augenheilkunde. Es geschieht ein Prinzip des Glaubens:

  • Er erkennt seine Not und beschönigt sie nicht.
  • Er sucht Hilfe nicht in sich selbst, sondern bei Christus.
  • Er lässt sich nicht ablenken oder einschüchtern.
  • Und als er sieht, folgt er Jesus nach.

Das ist genau die Erfahrung, die später in Lukas 24 vollendet wird: Als der Auferstandene ihnen die Schrift öffnet, da öffnen sich auch ihre Augen – und ihr Herz brennt. (vgl. Lk 24,45–48) Wahrer Glaube entsteht, wo Jesus selbst durch sein Wort gegenwärtig wird und uns die Augen öffnet.

Das ist auch heute noch die Norm und Methode:
Nicht wir „schaffen“ uns Glauben. Christus schenkt Einsicht. Er tut es vorrangig durch sein geschriebenes und gesprochenes Wort und seinen gegenwärtigen Geist.

Weiter im Hören, im Beten, im Gehorsam, in der Gemeinschaft seiner wahren Kirche, in Predigt und Sakrament. Und oft ganz persönlich: indem er uns wie die Emmaus-Jünger trifft, uns korrigiert, uns die Schrift öffnet und sie uns lebendig macht.


Lieber Mitchrist, Estomihi heißt: „Sei mir ein starker Fels“ – ein Ruf um Halt. Und Gott antwortet nicht zuerst mit Erleichterung, sondern mit Christus. Er gibt uns den, der die Liebe bis zum Ende geht.

Darum möchte ich dich heute einladen, deinen Glauben neu auf diese Grundlage zu stellen:


  1. Bitte Jesus ehrlich: „Herr, öffne mir die Augen – für dich, dein Kreuz, deinen deinen Liebes-Weg zu erkennen.“
  2. Bleibe ganz an der Schrift: Lese die Evangelien in den kommenden Wochen der Fastenzeit wie Menschen, die geführt werden wollen.
  3. Gehe bewusst in die Nachfolge: Nicht nur „an Jesus glauben“, sondern mit Jesus gehen – auch dann, wenn sein Weg durch Verzicht, Geduld, Wahrheit und Kreuz führt.

Und wenn du spürst: „Ich bin eher wie die Jünger – ich verstehe so vieles nicht“ – dann ist das kein Grund zur Resignation. Es ist ein Grund zum Gebet. Denn der Herr, der den Blinden sehend machte, ist derselbe, der nach Ostern den Jüngern das Verständnis öffnete. Er kann auch dir aus der geistlichen Blindheit ins Sehen führen.

So dürfen wir heute antworten wie der Blinde am Weg:


„Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“
Und dann: mit geöffneten Augen ihm nachfolgen – Schritt für Schritt – bis dahin, wo das Kreuz nicht das Ende ist, sondern der Durchgang zur Herrlichkeit. Amen.

Übersetzt und ergänzt: Aus „The Book of the Mysteries“, Jonathan Cahn.

Detail aus dem Isenheimer Altar von M. Grünewald (1506-1551


Das Lamm und das Geheimnis

des 10. – und 14. Nisan – vom Palmsonntag bis Gründonnerstag

Der Lehrer brachte mich zurück zur Kammer der Schriftrollen, näherte sich der Bundeslade, nahm die Schriftrolle heraus, deckte den Tisch, entrollte sie bis zu der Stelle, nach der er suchte, und begann dann, sie laut zu übersetzen.

Exodus 12, 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. 4 Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr’s nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend. 7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen, 8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen“.

Am zehnten Tag dieses Monats soll sich jeder ein Lamm nehmen … ein Lamm für ein Haus, ein Lamm für jede Familie. Dies ist einer der wichtigsten biblischen Feiertage“, sagte er, „und doch haben die meisten Menschen noch nie davon gehört.“

„Welcher heiliger Tag?“

„Der 10. Tag des hebräischen Monats Nisan (April). Das Passah fiel auf den 15. Tag des Nisan. Aber der 10. Nisan war der Tag, an dem das Lamm ausgewählt und in das Haus einer Familie gebracht wurde, die es am Passah opfern und essen sollte.“

Er hob den Blick von der Schriftrolle und drehte sich zu mir um.

„Der 10 Nisan ist also der Tag des Lammes“, sagte er, „der Tag seiner Erwählung, um dann genommen und mit der Familie identifiziert zu werden, für das es dann 4 Tage später geopfert werden würde. Kennst du den Palmsonntag?“ fragt er? (Text klicken, um zu lesen: Matthäus 21,1-11)

„Natürlich. Es ist der Tag, an dem der Messias auf einem Esel durch die Straßen Jerusalems geführt und vom Volk mit Jubel und Palmzweigen begrüßt wurde.“

„Ja, aber es ist auch ein Tag voller Geheimnisse. –  Wenn der Messias dies Passahlamm ist, dann muss er auch mit dem 10. des Monats Nisan verbunden sein.“

„Das Geheimnis ist also …“ „Was wir heute Palmsonntag nennen, ist in Wirklichkeit der 10. Nisan, der Tag des Lammes. Damals, als die Menschen in Jerusalem die Pessach-Lämmer zu ihren Häusern und Familien führten, wurde der Messias vom Ölberg durch die Stadttore nach Jerusalem geführt. Das Hineinbringen des Messias in die Stadt mit Palmen und Hosianna war tatsächlich die Erfüllung dessen, was seit alters her geboten war, das Einbringen des Lammes. Genauso wie an dem Tag, an dem das Pessach-Lamm in das Haus gebracht wurde, brachte Gott Christus, das Lamm Gottes, in das Haus Gottes nach Jerusalem, dem Tempel, dem Ort seiner Wohnung. Und so wie die Lämmer des 10. Nisan dann am Pessach von denen geopfert werden musste, die dort in jedem Haus wohnten, so musste auch das Lamm Gottes damals am Passah von all denen geopfert werden, die in Jerusalem wohnten. Jesus, das Lamm Gottes, musste zum Haus Gottes kommen, damit die Segnungen der Erlösung kommen könnten.

Auf die gleiche Weise, wenn du Segen Gottes erfahren möchtest, musst du das Lamm zu dir nach Hause bringen. Du musst Ihn an den Ort bringen, wo du dein Leben lebst … in jedes Zimmer, jeden Schrank, jede Ecke und Spalt deines Lebens. Der Segen beginnt dann, wenn das Lamm (Gottes als Erlöser zu dir) nach Hause kommt.“

Die Botschaft: Bringe das Lamm Gottes zu dir nach Hause an den Ort, an dem du dein Leben wirklich lebst, und lasse Ihn in jeden Raum, jeden dunklen Raum, Schrank und jede Spalte deines Lebens kommen. – Gib mir dein Herz, um darin zu wohnen.

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KARNEVAL Herkunft und Bedeutung

                                          – auch für Christen !

Das Lehnwort KARNEVAL stammt vom italienischen Substantiv carnevale. Es wurde im 17. Jahrhundert übernommen und hat seine Wurzel im Lateinischen carnem (la) levare → la . „das Fleisch wegnehmen“, weil in der Fastenzeit früher ein Fleischverbot bestand.
Kirchlich bedeutet dies „weg vom sündigen Fleisch“.
Die Herkunft und Bedeutung ist deshalb nicht so dunkel, wie dies oft behauptet wird. Denn der Karneval ist eine Art kirchliches Theaterstück, in dem den Menschen eine Art Anti- oder Narrenwelt dargestellt werden soll, die Welt des „Gottlosen“ oder des „Narren“. Mit dieser Antiwelt wird aber nach aller Ausgelassenheit der Tage des „Fleisches“ von Aschermittwoch an entgültig gebrochen. Das Narrenkleid mit den „Sündenflecken“ wird abgelegt und verbrannt (Sinnesänderung). In der folgenden 40tägigen Fastenzeit bereitet man sich innerlich auf das neue Leben vor, das in der Osternacht durch Taufe und Anlegen des weißen Taufkleides (Christi Charakter und Gerechtigkeit) beginnt.  

Mehr zum Karneval Hintergrund und Bedeutung.

Hier Download: Karneval 2016 – A5!

Liturgie und Gesetz im Gottesdienst

Liturgie und Gesetz
im Gottesdienst

Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit: in der Christuskapelle.

Reinigung des Lebens – Mit Jesus nach Jerusalem zu gehen.

Aschermittwoch Liturgie

Gebetbuch bestellen:

http://www.rekd.de/index.php?id=54

Hinweise zur erweiterten Gesamtausgabe:

Auslieferung Ende März 2014 geplant. Da die Gesamtausgabe nun anstatt 680 Seiten jetzt fast 1000 Seiten hat, wird sich der Verkaufspreis nach Druck und Bindung für Hardcover -Ausgabe etwas erhöhen.