Aktuelles Bild: Congregation kneeling and praying in a stone church with stained glass windows and an open Bible

5. Sonntag nach Ostern –

Wochenspruch:Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“ (Psalm 66,20)

Liebe Gemeinde und Geschwister in Christus nah und fern,

der Name dieses Sonntags ist kurz und klar: Rogate – Betet!

Damit erinnert uns der Apostel Paulus und die weltweite Kirche daran, dass das Gebet nicht nur eine fromme Übung, sondern der Lebensatem der Gemeinde Jesu Christi ist. Eine Kirche ohne Gebet ist wie ein Körper ohne Atem. Paulus zeigt uns, dass die Gemeinde ihre Mission nicht mit menschlichen Strategien beginnt, sondern auf den gebeugten Knien. Gott will, dass Menschen gerettet werden. Darum ruft er seine Kirche zuerst zum Gebet.

Paulus schreibt: „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle Obrigkeit.“ V 1–2

Das Erste, was Paulus der Gemeinde aufträgt, ist nicht Organisation, sondern Fürbitte. Die Gemeinde soll beten: für alle Menschen,

  • für Regierende,
  • für Verantwortliche,
  • für die Verlorenen,
  • für Mission und Evangelisation.

Vier Formen des Gebets Paulus verwendet hier vier Begriffe:

  • Bitten – konkretes Flehen.
  • Gebete – ehrfürchtige Anbetung.
  • Fürbitten – vertrauensvolles Eintreten für andere Menschen.
  • Danksagungen – Lob für Gottes Güte in unserem Leben.

Damit macht Paulus deutlich: Das Gebet soll ganz umfassend sein.

Warum für die Obrigkeit beten? Selbst unter Kaiser Nero fordert Paulus zum Gebet auf. Auch eine unvollkommene Regierung kann von Gott gebraucht werden, um Frieden und Ordnung zu bewahren, besonders damit das Evangelium frei verkündigt werden kann. „Das Herz des Königs ist in der Hand des HERRN.“ (Sprüche 21,1)

Beten wir regelmäßig?

  • für Deutschland, andere Länder
  • für Bürgermeister, für unseren Kreis- & Landtag
  • und für die Bundesregierung,
  • für Religionsfreiheit, unsere Mission
  • für Frieden, in der BRD und aller Welt
  • für offene Türen für das Evangelium.

Eine betende Gemeinde sieht weiter als nur bis zu ihren eigenen persönlichen Anliegen.

Paulus schreibt: 2,4 „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

Welch ein weiter Blick Gottes! Gott freut sich nicht am Verderben des Sünders. Sein Herz schlägt für die Rettung von Menschen aus allen Nationen, Kulturen und Sprachen. Darum ist Mission kein menschliches Hobby, sondern Ausdruck des Herzens Gottes.

Gebet und Mission gehören zusammen

Bevor wir sprechen, beten wir. Bevor wir senden, beten wir. Bevor Menschen glauben, wirkt Gott an ihren Herzen.

Unsere Aufgabe besteht darin: zu beten, – zu bezeugen, – zu vertrauen.

Das Tagesgebet leitet uns: „Von Dir stammt alles Gute.“

Auch die Bekehrung eines Menschen ist Gottes gutes Werk. Er schenkt gute Gedanken. Gottes gute Gedanken öffnet die Herzen der Menschen zu seiner Wahrheit.

Anwendung im Leben: Beten wir konkret für Menschen in unserem Umfeld: Schreibe eine Liste mit Namen:

  • Für Kinder und Enkel, Verwandte
  • Meine Nachbarn,
  • Meine Arbeits-Vereinskollegen, etc.
  • Freunde – und bete regelmäßig für sie.

Niemand ist außerhalb der Reichweite von Gottes Gnade.

Paulus fährt fort: V 5–6 „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat.“

Das ist das Herzstück unseres christlichen Glaubens.

Ein Gott

Es gibt viele Wege zu falschen Göttern, die aber Nichtse sind – Ideals. Doch es gibt aber nur den einen lebendigen und wahren Gott, Schöpfer Himmels und der Erde.

Ein Mittler

Zwischen dem heiligen Gott und sündigen Menschen steht einer:

Nur Jesus Christus.

Nicht die Kirche – sie verkündet und sammelt.
Nicht Priester / Pfarrer – sind aber NAHEBRINGER – mit dem Evangelium
Nicht Heilige – Sie sind Vorbilder
Nicht unsere guten Werke – Nur das Werk Jesu: Allein Christus ist einziger Mittler.

Ein Lösegeld

Jesus gab sein schuldloses Leben am Kreuz. Er bezahlte den Preis für unsere Schuld. Er allein überbrückte die Kluft zwischen Gott und Mensch.

Die Exklusivität des Evangeliums

In einer Zeit, in der viele behaupten, jede Religion führe zu Gott, bleibt die Bibel klar: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14,6). Das ist Gottes liebevolle Wahrheit.

Anwendung für uns

Unser Gebet muss immer mit diesem Bekenntnis verbunden sein: Nur Jesus rettet. Darum verkündigen wir ihn mit Klarheit und Liebe.

Paulus bezeichnet sich als Prediger und Apostel. Er wusste: Er war nicht der Ursprung der Botschaft. – Er war ihr Bote. Er war Diener seines Königs.

Dasselbe gilt für uns. Wir sind seine Boten. Gott sucht auch heute Menschen, die:

beten, glauben, gehorchen und Zeugnis geben.

Die betende und bekennende Kirche ist Gottes Werkzeug in dieser Welt. Bist Du in diese eingebunden? Apg. 4,42 ?

Beten wir deshalb heute mit Zuversicht !

Liebe Gemeinde, Rogate erinnert uns: Die Zukunft der Kirche hängt nicht zuerst von Programmen, Finanzen oder Methoden dieser vergänglichen Welt ab. Die Zukunft der Kirche hängt an dem Gott, der Gebete hört.

Wir sind mit eingebunden in diese betende Kirche – SIE

  1. trägt diese Welt vor Gottes Thron,
  2. vertraut dabei auf Gottes Heilswillen für alle Menschen,
  3. bekennt Christus als ihren einzigen Mittler,
  4. und stellt sich Gott als Werkzeug ihm zur Verfügung.

Vielleicht betest du schon lange für einen Menschen. Vielleicht siehst du wenig Frucht? Dann höre den Wochenspruch: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“

Kein aufrichtiges Gebet ist vergeblich. Gott hört. – Gott handelt. Gott rettet.

Darum, liebe Christus-Gemeinde: Betet! –Amen.