14. Januar 2024 – Thema zum Sonntag Allianz Gebetswoche
Predigt zu Matthäus 20,18-20
Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
heute, da wir uns in der Gegenwart unseres Herrn versammeln, wollen wir uns mit den uns verwandelnden Worten des Missionsbefehls in Matthäus 28,18-20 beschäftigen. Dieser Abschnitt wird oft als der Herzschlag der christlichen Mission bezeichnet beschreibt die göttliche Autorität und die dauerhafte Verheißung, die uns Jesus Christus gegeben hat.
Der Schwerpunkt dieses Auftrags liegt in dem Wort „alle“. In Vers 18 erklärt Jesus mit Nachdruck: „Mir ist gegeben (1.) alle Gewalt im Himmel und auf Erden„. Diese kraftvolle Verkündigung unterstreicht die göttliche Wesensgleichheit unseres Herrn. Sie erinnert uns daran, dass unser Auftrag, damals wie heute, allein in der Autorität Jesu Christi verankert ist. Ohne seine Autorität wären unsere Bemühungen vergeblich.
Der erste Schritt zur Erfüllung des Missionsbefehls besteht also darin, die Herrschaft Christi in jedem Aspekt unseres Lebens anzuerkennen und sich ihr zu unterwerfen. Ist er dein Herr und Herr allein?
Im weiteren Verlauf stoßen wir auf den zentralen Befehl in den Versen 19-20: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern (2.) alle Völker“. Dieser Auftrag ist keine bloße Empfehlung, sondern ein Auftrag für jeden Gläubigen. Jesu Jünger wurden angewiesen, aktiv zu sein und über ihre Komfortzone hinauszugehen und viele Grenzen zu überschreiten, um Jünger zu machen.
Auch wir sind aufgerufen, in unserem täglichen Leben bewusst und aktiv auf die Verlorenen zuzugehen, um die lebensverändernde Botschaft des Evangeliums weiterzugeben.
Die Partizipien / Mittelworte im Urtext „taufen“ und „lehren“ geben einen weiteren Einblick in die Mittel, mit denen wir den Missionsbefehl erfüllen sollen.
Die Taufe symbolisiert die Einführung in ein neues Leben in Verbindung mit Christus und steht für die Identifikation des Gläubigen mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wir sollen in den Namen und das Wesen der Dreifaltigkeit eingetaucht werden. Dieses neue Leben ist dann der äußere Ausdruck einer inneren Wandlung, die auf die Entscheidung eines Menschen folgen sollte, Christus zu vertrauen. Die Taufe ist ein Schritt des Gehorsams, der das Fundament für ein Leben in der Nachfolge Jesu legt.
Ist dies Prinzip der Nachfolge bei dir entstanden und auch noch vorhanden?
Darüber hinaus ist der fortlaufende Prozess des Lernens und des Lehrens entscheidend für unseren Auftrag. Wir sollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern die Jünger zu gehorsamem Handeln erziehen und sie in den Lehren Jesu unterweisen. Dies gilt natürlich zuerst uns als Lernenden, beständig in der Schrift, Lehre JESU und der Apostel zu bleiben. Diese kontinuierliche Lehre hilft den Gläubigen, von den Anfängen ihres Glaubens bis zu den verschiedenen Stufen der geistlichen Reife voranzuschreiten. Von der Milch zum Schwarzbrot Gottes.
Unser Auftrag besteht nicht nur darin, Bekehrte zu machen, sondern Jünger zu fördern und wachsen zu lassen, die den Charakter Christi widerspiegeln und die dann ihren Platz und ihre Aufgabe in einer Ortsgemeinde finden.
Schließlich endet der Missionsbefehl mit einer Verheißung unseres Christus-Königs: „Und siehe, ich bin bei euch (3.) alle Tage bis an der Welt Ende“.
Diese Worte geben uns die tröstliche Gewissheit, dass Christus immer bei uns ist. Wenn wir uns auf den Weg machen, um alle Völker, alle ethnischen Gruppen, zu Jüngern zu machen, dann können wir uns darauf verlassen, dass Christus, der alle Macht hat, bei jedem Schritt auf diesem Weg bei und mit uns ist.
Wollen wir abschließend den Missionsbefehl als unsere göttliche Berufung annehmen und erkennen, dass unsere Mission allein in der Autorität Christi verwurzelt ist? Wollen wir aktiv hingehen, bewusst getauft uns der ständigen Lehre Christi und der Apostel verpflichtet fühlen? Wenn wir diesen Auftrag erfüllen, lasst uns dies in der Gewissheit tun, dass derjenige, der erklärt hat: „Mir ist alle Macht gegeben“, immer auch bei uns ist, bis zum Ende der Zeit. Amen.