Predigt download: Jesus sehen – sein wie Jesus

Auf Jesus schauen, das macht den Unterschied. 1. Johannes 3,1-10
- Joh 3,1 beginnt mit einem Befehl: Sehet, schaut doch, ihr sollt das nachfolgend Erwähnte betrachten, nämlich die Liebe Gottes! Siehst du. erkennst du diese?
-
Niemand hat Gott je gesehen, doch einer hat ihn uns verkündigt.
Joh. 1. 18. Wie schauen wir Gott? Zuerst doch durch die Verkündung Christi durch seine Boten, durch sein ewiges Wort. Heute und gewöhnlich können wir Gott nicht dauernd durch Visionen, sondern durch Hören und Glauben sehen.
Was bedeutet dann in Ex 24,9+10: Sie sahen den Gott Israels? Die Ältesten Israels stiegen beim Bundesschluss auf den Berg und dürfen in einer Theophanie, einer Gotteserscheinung, die Herrlichkeit Gottes schauen. Sie essen und trinken in der Gegenwart Gottes umgeben von einer unübertrefflichen Herrlichkeit.
Wenn immer im Alten Bund Menschen den Engel Gottes sahen: Mose, Elia oder auch Gideon, dann war es eine Gottesvision von dem Engel Jahwes. Und das ist Jesus im AT. Er ist das Ebenbild Gottes dann sichtbar im NT. Doch der sündige Mensch kann Gott nicht direkt sehen, da er sonst in Gegenwart der Heiligkeit Gottes stirbt.
-
Doch zum Sehen kommen wir nur durch eine Neugeburt.
Nikodemus ist uns hier ein Vorbild. Wenn Gott dem Herz und Sinn des Menschen eine Neugeburt schenkt, dann kann er neu sehen, dann kann er Dinge des Reiches Gottes sehen und erkennen, die er früher nicht sah. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bis, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen (Jo 17,3).
Die Neugeburt erst schenkt einen Blick in das Reich Gottes, und der Blick auf den Gottessohn ist Grund und Auswirkung der Neugeburt.
Bisher erkennen, sehen wir nur bruchstückweise. Niemand, auch nicht der Gemeinde-Prophet hat die Erkenntnis oder den vollkommenen Blick auf Jesus. Wenn er einen Blick besitzt, dann nur einen kurzen erhaschenden Blick in der Zeit für eine kurze Zeit. Doch morgen mag sein Blick wieder getrübt oder vollkommen dunkel sein.
Dazu ein Kirchenlied: Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet. Wo nicht deines Geistes Hand Uns mit hellem Licht erfüllet:Gutes denken, tun und dichten Mußt du selbst in uns verrichten.
-
Wir werden aber Christus sehen, wenn er wiederkommt, um sichtbar zu herrschen.
V 2b+3 Wir wissen aber, wenn er erscheint, dass wir Christus ähnlich sein werden. Nämlich, wenn wir einen verherrlichten vollkommenen neuen Körper erhalten. Dann, wenn wir vollkommen frei von Sünde sein werden, ganz heil und geheiligt sind, werden wir ihn vollkommen sehen. Dies geschieht bei Jesus Wiederkunft. Hinweis auf das Predigtlied: Jesus, wir sehen auf dich.
Wollen wir JESUS sehen? Wenn ja, dann bringt gerade diese Sicht Veränderungen in unserem Leben hervor, innerlich und auch äußerlich.
Hoffst du darauf, dass du ihm ähnlich sein wirst? Oder hast du Angst, ihn zu sehen? Wir hoffen und warten! Und aus diesem Grund wollen wir alle, wie eine Braut, die sich für den Bräutigam hübsch und annehmbar macht, gut aussehen. Wir werden uns überlegen müssen, welche schmutzige oder unschöne Kleider der Sünde wir noch ablegen sollen, um das sündlose Kleid und den Charakter Christi anzuziehen. Wir wollen doch keine sündigen Fastnachts- und Karnevalskleider anziehen, um mit der Masse der Karnevalsfreunde bis Aschermittwoch mitzufeiern.
Lebst du in der Heiligung, der Erneuerung, willst du, dass dein Wesen verändert wird, damit du Christus ähnlich, Christus gleich wirst? Dann schaue auf Jesus.
-
Jeder, der Christus beständig vor Augen hat, der bleibt in Verbindung mit ihm und sündigt nicht.
In Ps. 16,8 sagt David: Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, steht er mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.
Die Wiederholung in Apg. 2,25 sagt: … Ich habe den Herrn beständig vor Augen, er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.
Wie aber wankt man nicht oder steht fest als Christ? Wenn man im Herrn bleibt, wenn man sich in Christus wie in einer Schutzburg befindet.
Wer sich in der „Christusburg“ aufhält, der wird von den Feinden von außerhalb der Mauer nicht angegriffen. Wer in der Liebe bleibt, der kann nicht hassen. Wer im Frieden bleibt, der kann keinen Unfrieden stiften. Wer in der Ruhe bleibt, der wird keine Unruhe verbreiten.
Nun steht in V 6 übersetzt: Wer in Christus beständig bleibt, der macht sich die Sünde nicht zur Gewohnheit. Hier steht: Der sündigt nicht. Das steht hier in der Gegenwartsform.
Wir wissen, dass Christen solange sie leben noch die alte Natur Adams besitzen. Dieser alte Adam sündigt weiter, … und wir fehlen oft. Aber doch sündigen wir nicht dauernd oder willentlich. Oder beharren wir dauernd willentlich in der Sünde?
Irrlehrer behaupten entweder: Der Christ kommt an einem Punkt, dass er nie mehr auf Erden sündigt oder sie behaupten, der Christ sündigt dauernd, er kann sogar so viel sündigen, wie er will. Es kommt nur auf den Geist, auf die Gedanken an. Die müssen in Ordnung sein. Der Körper darf ruhig sündigen, das macht dem reinen Geist dann nichts aus. Doch beide dieser Irrlehren sind abzulehnen.
Hier steht im Johannesbrief, dass der sich in der „Christusburg“ Befindliche sicher ist und nicht dauernd gewohnheitsmäßig sündigt. Das gewohnheitsmäßige Sündigen ist aber ein Zeichen, dass dieser Mensch nicht das wahre Christenleben, nicht das ewige Leben besitzt.
Beispiel: Spanische Prinzessin und Schweinchen, das geputzt mit Schleife sich suhlte.
Wer dauernd in die Pfützen der Welt tritt und sich an der Übertretung der 10 Gebote freut, auch noch Witze darüber macht, andere nach Rö 1,30ff zur Sünde zu ermutigen, der hat Christus nicht gesehen, ist nicht wiedergeboren, und für den Himmel verloren. Dieser Mensch ist noch blind und ein Kind Satans. Er befindet sich immer noch in der Finsternis.
Beispiel: Schaf oder Katze, die Pfützen meiden.
Wer aber Christus erkennt und ihn im Glauben gesehen hat, der lebt nicht mehr gewohnheitsmäßig in der Sünde, suhlt sich nicht darin, freut sich nicht darüber, im Schmutz Zuhause zu sein.
Wollen wir mehr und mehr Jesus sehen und uns wie eine Braut vorbereiten, uns mit den Kleidern des Charakters Christi zu schmücken.
Diese Erneuerung ist unsere beständige Aufgabe. Wir werden zwar oft noch fehlen, aber doch nicht mehr beständig willentlich sündigen. Unser Verlangen wird nicht nur dies sein: w. w. J tun? Sondern Jesus zu sehen, um wie er zu sein.
Hinterlasse einen Kommentar