

Wachsen und Sprossen auch bei uns?
Bibeltext lesen: Jeremia 25,5-8
Kann es bei uns, in der christlichen Gemeinde und der Gesellschaft sprossen?
Die Auflösung der Einehe, die Abtreibung ungeborener Kinder, die menschliche Entscheidung gegen das natürliche Geschlecht sowie die zerstörenden Kriege sind ein zum Himmel schreiendes Problem heute, das nur Gott lösen kann. Und nur die zum Himmel aufgehobenen Hände des Gebets können zu einer Lösung führen. Denn ungerechte Leiter führen eine böse, ungerechte, unchristliche Kultur ein.
Gottes Lösung geschieht aber nach Jeremias Prophezeiung zuerst durch Gericht. Er wird die falschen Vorbilder, die damaligen Landeshirten durch das Gericht ins babylonische Exil wegnehmen und mit ihnen alle, die ihnen folgen. Erst dann kann Er nach solch einer Reinigung einen neuen Anfang machen, es wieder sprossen und wachsen lassen.
Erst nach siebzig Jahren lässt es Gott wieder neu sprossen, denn es hieß in Jer. 23,5 bereits: Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will.
Gott und uns geht es um Wachstum!
Die ersten Sprosse, die auf den zukünftigen Spross hinweisen, waren zwei führende Männer nach der babylonischen Gefangenschaft: Serubbabel und Nehemia.
Serubbabel bedeutet Spross Babels. Er ist ein Enkel Jechonias, der 597 nach Babylon verschleppt wurde und später um 520 v. C. Statthalter in Juda wurde.
Haggai 1:1 Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tage des Monats, geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester.
Haggai 2,23 Zur selben Zeit, spricht der HERR Zebaoth, will ich dich, Serubbabel, du Sohn Schealtïls, meinen Knecht, nehmen, spricht der HERR, und dich wie einen Siegelring halten; denn ich habe dich erwählt, spricht der HERR Zebaoth.
Sach 3,8 Höre nun, Jeschua, du Hoherpriester: Du und deine Brüder, die vor dir sitzen, sind miteinander ein Zeichen; denn siehe, ich will meinen Knecht, »den Spross«, kommen lassen.
4, 6 Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
7 Wer bist du, du großer Berg, der du doch vor Serubbabel zur Ebene werden musst? Er wird hervorholen den Schlussstein, so dass man rufen wird: Glück zu! Glück zu!
8 Und es geschah zu mir das Wort des HERRN:
9 Die Hände Serubbabels haben dies Haus gegründet, seine Hände sollen’s auch vollenden, damit ihr erkennt, dass mich der HERR Zebaoth zu euch gesandt hat.
Ein weiterer guter Hirte, den Gott erweckte, war Nehemia, der in der Zeit 445-433 v.Chr. Statthalter in Juda wurde und sich um den Aufbau Jerusalems sowie um Reformen der Gesellschaft und des religiösen Lebens bemühte.
Alles, was diese beiden Hirten taten, war außergewöhnlich. Bei ihnen sprosste es, und es ging bergauf mit dem Volk der Juden. Hier wurde auf der Grundlage des Bundes Gottes aufgebaut: Es wurde reformiert und das Volk nach göttlichem Willen geleitet.
Nehemia und Esra sind ein Anti-Bild zu den vielen egoistischen Landeshirten, ob weltlichen oder religiösen. Sie zeigen durch Vor-Bild, wie das Volk Seiner Weide gehirtet und geleitet werden sollte. Serubbabel und Nehemia sind Unterhirten, die die Schafe des einzigen Hirten Gottes auf seinen Auen weideten. Sie waren Restoratoren, Wiederhersteller einer göttlichen Leitkultur, da Gott der Oberhirte war und sie Seine Schafe nach Seinem Willen führten. Beide waren Gottes Arbeiter in Seiner Ernte.
Doch obwohl sie ein hervorragendes Vorbild abgaben, waren sie nur Statthalter, nicht aber Könige, aber doch gute und gerechte Hirten.
Deshalb warteten die Zeit und das Volk noch auf die wahre Erfüllung der Prophezeiung, auf den Spross, der aus der königlichen Linie herkommen und als König der Gerechtigkeit herrschen sollte.
Jeremia 23,6: In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, Israel kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.
Bei diesem zukünftigen König sollte es um die Errettung Judas und Israels gehen:
Gal u4,4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
5 damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.
Nun, dieser König, Jahwe Zidkenu, der Herr unserer Gerechtigkeit, ist die Lösung für das damalige und heutige himmel-schreiende Problem, weil die Landeshirten abgefallen waren und das gesamte Volk, Seine Schafe, in die Irre gingen. Ein jeder sah auf seinen Weg, ein jeder entwickelte seine eigene Leitkultur, ganz nach dem Vorbild im Buch der Richter, als sie noch keinen König besaßen. Jeder war sich selber der König:
Ri. 17,6 Zu der Zeit war kein König in Israel, und jeder tat, was ihn recht dünkte. (oder jeder tat was recht war in seine Augen, jeder tat was ihm wohlgefiel).
Genau in diese Zeit hinein wurde dann der König der Gerechtigkeit, der wirkliche Spross aus dem Geschlecht Davids in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren. Er ist nicht nur der wirkliche Spross, sondern auch der gerechte Spross, denn er ist selbst die Gerechtigkeit. Er, der Gerechte, ist aber für uns Ungerechte gestorben. Er ist unser Anwalt und macht alle gerecht, die an Jesus Christus glauben, die sich ihm anvertrauen. Er ist nicht nur der Retter für Israel und Juda, sondern auch der König seiner christlichen Kirche, die er aus Juden und Nichtjuden berufen hat. Sein Name ist der Herr, unsere Gerechtigkeit.
Wie geschah dies? Weil Christus durch sein stellvertretendes Sühnopfer am Kreuz Gott, den Vater wegen unserer Sünden zufrieden gestellt hat, deshalb hat er eine ewige Gerechtigkeit erworben. Diese wird allen Gläubigen frei geschenkt. Sie wird uns zugesprochen. Und so heißt es:
Rö 5:1 Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.
Alle Gerechtigkeit kommt nun von Ihm und besteht in Ihm. ER ist allein unsere Gerechtigkeit, die uns von unserer Ungerechtigkeit erlöst und uns vor Gott als gerecht darstellt. Uns so heißt auch sein Name „der Herr ist unsere Gerechtigkeit“. Dieser Name soll nun bekannt werden. Wollen wir diesen Namen nennen, wollen wir Christus allein als unsere Gerechtigkeit bekennen? Dies ist unsere Aufgabe! Der König der Gerechtigkeit, der Herr der Gerechtigkeit ist allein die Lösung für das zum Himmel schreibende Problem der sündigen Leitkulturen in dieser Welt. Es sind die ungerechten Hirten, die ungerecht regierenden Männer und Frauen mit ihren zerstörenden Leitkulturen. Wenn wir aber den gerechten Hirten als unseren Leiter, Christus, als den König der Gerechtigkeit besitzen, dann wird auch seine Herde auf gerechten Wegen wandeln, im Glauben und im Handeln allein Ihm nach.
Dann aber werden wir nicht nur sagen, es ist der Herr, der uns aus der Gefangenschaft Ägyptens, uns aus der Gefangenschaft Babylons geführt hat, sondern es ist der Herr, der uns aus unserer Gefangenschaft von Satan, der Sünde und Selbstbestimmung errettet hat. Wollen wir uns zu diesem Herrn bekennen und uns von ihm in allen Dingen recht leiten lassen? Dann wird es auch bei uns sprossen und wachsen, persönlich, in der Gemeinde und der Gesellschaft. Amen.

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr der Anglikanischen Kirche wird auch Stirr-Up-Sunday genannt.
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