

An alle, die sich so ❤-herzlich an meinem 75. Jubiläum und Ehrentag gemeldet oder beteiligt haben.
Eigentlich wollten wir diesen halbrunden 75. Geburtstag nicht feiern.
Doch weil wegen familiären Umständen – in der einen Familienhälfte meiner dritten Tochter war ein Todesfall eingetreten, und sie als Ehepaar ihren eigenen Geburtstag an diesem Wochenende nicht feiern wollten, auch bei unsere ersten Tochter, genau an diesem Wochenende der erste Todestag der Schwiegermutter gedacht wurde – entschieden wir uns doch diesen Termin, den 18. Oktober, zum Feiern festzuhalten.

Freitag früh gegen 11 Uhr kam der ehemalige bekannte Ex-Stadtrat und überbrachte persönliche Worte und ein Gratulations-Päckchen. Wir tranken dann zusammen einen Espresso in unserer mit Holz geheizten Küche. Kurz danach klingelt es wieder, und der Bürgermeister von Schwarzenborn, Jürgen Liebermann, zusammen mit dem neuen Stadtrat Herrn Scheindl, standen dann auch mit in der warmen Küche, gratulierten mit Grüßen der Stadt und einem Päckchen mit schmackhaftem Inhalt und einer geschichtlichen Broschüre Schwarzenborns.
Während Grace das besondere Abendessen mit zwei Mitarbeitern in der Jausenstation vorbereitete, schmückte ich den großen Speisesaal und heizte den 45 Jahre alten schwarzen Norweger-Ofen mit abgelagertem Holz an.
Dann überraschte mich gegen 16 Uhr der nächste nach mir geborene Bruder, Ex-Polizist, (wie ich einst) aus Bad Camberg kommend, pünktlich in meinem Büro. Welch ein Hallo. Und so begaben wir uns zurück zur Jausenstation. Gerade dann war schon das nächste Auto des nachfolgenden Bruders mit Frau aus Altleiningen eingetroffen. Und natürlich kam auch bald das Bäcker Ehepaar Nolte aus Schwarzenborn mit zwei jugendlichen Enkeln an, während der dritte Enkel in künftiger Bäcker-Gesellenposition sich schon auf den Nachtdienst in der Bäckerei vorbereitete.
Dazu gesellte sich bald die erste Tochter mit Ehemann aus Niedergrenzebach, 13 km vom Knüll entfernt, ein. Mit ihnen kam auch unsere jüngste verheiratete Tochter aus Frankfurt (wo ich als Polizist für eine Zeit Dienst tat) hinzu. Sie hatte die umweltfreundliche Verbindung von Frankfurt zum ehemaligen Bahnknotenpunkt Treysa gewählt. Zusammen kamen sie nun mit den hübschen Teenager-Zwillingen hier an. Ihr älterer Bruder, der schon selbst Führerschein und Auto besitzt und der bald sein Abitur machen wird, erschien stolz eigenständig. Er berichtete mir, dass er mit seiner Melanchthon- Schulklasse gerade eine ganze Woche auf die Insel Kreta geflogen war, wo sie ihre letzte Klassenfahrt verbrachten. Sie übernachteten in Zelten und morgens und abends bereiteten sie selbst ihr Essen gemeinsam.
Später traf dann noch, die dritte Tochter, die jetzt Kindergartenleiterin hier in Schwarzenborn ist, mit ihrem noch nicht eingeschulten Sohn, unserem jüngsten Enkel, zur Feier ein.
Weiter kam auch mein jüngster Bruder, Arzt im Klinikum Winterberg, angereist. – Nach einem kurzen Sekt-Empfang und Kuchen-Häppchen aus der Bäckerei Nolte, gab es dann ab 18 Uhr das von Grace und ihrem Team köstlich vorbereitete Geburtstagsessen mit wunderschön zartem Jungbullen-Feisch, verschiedenen Salaten, Gemüse, Süßkartoffeln, Getränken und Vanilleeis mit heißen Kirschen zum Nachtisch.

Etwa gegen 20 Uhr traf der Solo-Sänger, Daniel Schneider, aus Schwarzenborn ein, der selbst gerade eine Prinzessinnen-Geburtstagsfeier seiner kleinen Tochter beendet hatte. Herzlichen Dank, dass er seinen Auftritt am Abend wegen freundschaftlichen Beziehungen doch noch eingefügt hatte. Dieser Abschnitt des Abends wurde mit vielen bekannten Liedern von dem amerikanischen Sänger Frank Sinatra bis etwa 22 Uhr umrahmt und begleitet. Immer wieder gab es Applaus, besonders von der etwas älteren Familiengeneration, die sich an dessen englische Lieder noch erinnern konnten. Z.B. New York, New York – Strangers in the Night – My Way, etc. Danach gab es noch zwischen Daniel Schneider, der früher auch in Kassel in der Militärkapelle gespielt hatte und nun in der Krankenhausorganisation tätig ist, mit meinen Brüdern längere Gespräche, die sicherlich auch noch später auf beruflicher Ebene fortgeführt werden. –
Der gesellige Abend endete Samstagmorgen gegen 1 Uhr für die letzten Anwesenden.

Der Samstagmorgen begann dann mit einem Frühstück im Hause Meyer gegen 8:30 Uhr für die letzten übrig Gebliebenen und zog sich bis zu deren Wegfahrt hin.
Und dann stand die Öffnung unserer Wandergaststätte, der Jausenstation am Knüllköpfchen, bevor, die um 12 Uhr Samstag geöffnet wurde.
Und schon bald kam an mich die Anfrage: „WANN kommen denn die Liedvorschläge, die am Sonntag im Gottesdienst gespielt werden sollen? Ok, sie kommen gleich!“ meine Antwort. – Am späten Nachmittag gab es endlich Zeit für die Vorbereitungen des Gottesdienstes: Predigt, PowerPoint Zusammenstellung der Liturgie, für die Übertragung im Internet und auf die Projektionsfläche in der Kapelle: Lieder, Gebete Texte, usw.
Dann am Sonntag nach dem Gottesdienst gegen 12 Uhr fand das Gemeindegeburtstagsessen wie geplant in der Jausenstation statt. Vielen Dank Grace und Doris! Und auch für die guten Gespräche danach.

Am Nachmittag erschienen viele Sonntags-Gäste: Fahrradfahrer, Wanderer, Frauengruppen, etc., sodass ich mit einspringen musste: Tortenstücke schneiden, Kaffee einschenken, bedienen, und dann folgten noch viele Gespräche wie an jedem Sonntag.
Als alle Mitarbeiter gegangen waren und wir schließen wollten, erschienen immer noch Leute. Kasse war bereits geschlossen!! „Ach, habt ihr noch offen?“ Und dann kam zum Schluss doch noch ein Ehepaar. Die Frau war gefallen, der „Rote-Kreuzwagen“ wurde gerufen, konnten ihr aber nicht helfen. Da fuhr Bischof Gerhard kurzum nach Hause, weil die Sanitäter keine Pflaster und Desinfizierungsmittel dabeihatten, holte diese privat von nebenan. So tranken diese beiden bis zur Rückkehr noch ihren Kaffee in unserem Gastraum, und er verarztete und verband die Frau danach selbst.
Als dann diese letzten beiden die Jausenstation bei einsetzender Dunkelheit verlassen hatten, war es ca. 19.30 Uhr. Erst dann konnten wird zum nächsten Geburtstag unserer ältesten Tochter, die nicht feierte, nach Niedergrenzebach fahren. Hier hielten wir uns nur kurz auf, gratulierten, um dann schließlich zwischen 21 und 22 Uhr in einer nahegelegenen Pizzeria noch unser Abendessen zu genießen.
Dies als Kurzgeschichte für Euch Gratulanten nah und fern, auch ein Dankeschön für Grüße und Wünsche und dieser Einblick, warum ich erst jetzt dazu komme, mich zu melden.

Aber, so sieht unser Wochenende meistens aus. Montags planen wir aber einen halben Tag Ruhe ohne Telefon und Internet und genießen die Knüllstille
Wir danken, dieses Wochenende so erleben zu können, sowie Euch allen und Gott für seine Hilfe und die Erhaltung des Lebens zu seiner Ehre.
Mit Grüßen und Segen
Bischof Gerhard Meyer